Tofurky - riesiger Tofubraten mit Füllung

veganes Festessen für Weihnachten II

Zutaten für Portionen

1600 g Tofu, sehr fester
80 g Speisestärke (Tapiokastärke)
  Für die Gewürzmischung:
3 große Orange(n), den Saft davon
4 EL Thymian
4 EL Majoran
2 EL Paprikapulver
1 EL Pfeffer
2 EL Sojasauce
2 EL Ahornsirup
¼ EL Salz
  Für die Füllung:
40 g Sesamöl, evtl. mehr
3 Scheibe/n Toastbrot
15 g Salbei, frischer
15 g Majoran, frischer
1 EL Thymian
½ EL Pfeffer
1 große Zwiebel(n)
 etwas Salz
¼  Sellerie, fein gehackt
½  Fenchel, fein gehackt
Äpfel (Boskoop), geschält, fein gehackt
1 kleine Porreestange, fein gehackt
1 Handvoll Backpflaumen, fein gehackt
1 Schuss Marsala
2 EL Ahornsirup
  Für die Glasur:
½ Tasse Sesamöl
1 Tasse Sojasauce
2 TL, gehäuft Miso
2 TL, gestr. Senf (Dijonsenf)
 etwas Ahornsirup
  Öl für das Blech

Zubereitung

Den Tofu gut in Küchenpapier ausdrücken und dann mit einem Pürierstab oder Blender pürieren. Dadurch erhält der Braten eine sehr feine Struktur. Wenn dies nicht gewünscht ist, kann man den Tofu auch einfach mit den Händen zerreiben, um eine gröbere Struktur zu erreichen. Die Festigkeit/Bindung wird aber durch das Pürieren besser erreicht.

80 g Tapiokastärke zugeben. Die Zutaten für die Gewürzmischung verquirlen und mit dem pürierten Tofu vermischen.

Ein grobes Sieb mit einem gezwirnten Käsetuch/Seihtuch auslegen. Dieses Sieb auf eine große Schüssel stellen. Die Tofumasse in das Käsetuch geben und mit dem überhängenden Tuch abdecken. Einen passenden Teller darauflegen, der nicht zu groß ist, sodass er ggf. absinken kann. Dieses dann mit einem schweren Gewicht (3 kg) belasten.

Über Nacht (!!!) oder mindestens 3 Std. in den Kühlschrank stellen. Je länger der Braten steht, desto besser. Dadurch sammelt sich überschüssige Flüssigkeit in der Schüssel, die wir später nicht im Braten haben wollen.

Wenn der Braten lang genug gestanden hat, kann man beginnen, die Füllung vorzubereiten. Dafür 40 g Sesamöl (ggf. mehr) in einem Topf erhitzen. Sellerie und Fenchel weich dünsten. Nun die Zwiebel hinzugeben. Dann Äpfel, Pflaumen, Porree und Kräuter.

Mit Marsala ablöschen und den Alkohol kurz verkochen lassen. Nun das zerkrümelte Toastbrot untermengen. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Ahornsirup abschmecken. Die Füllung etwas abkühlen lassen. Es kann sein, dass Füllung übrig bleibt, die man dann später aufgewärmt als Beilage reicht.

Den Tofurky aus dem Kühlschrank nehmen und in der Mitte aushöhlen, dabei einen dicken Rand stehen lassen und aufpassen das man unten nicht zu viel wegnimmt. Die Füllung hineingeben und mit der Tofumasse wieder bedecken, gut andrücken. Es wird etwas Tofumasse übrig bleiben.

Den Tofurky nun auf ein geöltes Backblech oder in einen Bräter stürzen. Die Seiten sanft andrücken, sodass eine ovale Form entsteht. Mögliche Rissbildungen kannst du mit übrig gebliebener Tofumasse flicken. Außerdem könnte man, wenn man will, an jede Seite eine Keule anbringen, die man aus der restlichen Tofumasse formt.

Die Zutaten für die Glasur verquirlen, abschmecken und mit der Hälfte den Tofurky reichlich bepinseln. Mit Alufolie bedecken und im auf 200°C vorgeheizten Ofen. 30 min. backen.

Aus dem Ofen nehmen und abermals mit der Glasur bestreichen. Jetzt die Alufolie entfernen (!!) und nochmals bei 200°C für 1 Std. 15 Minuten backen, bis der Tofurky eine schöne goldbraune Kruste hat.

Zum Schluss die restliche Glasur über den Tofurky geben und mit zwei großen Pfannenwendern auf eine Platte heben und servieren.
Arbeitszeit: ca. 2 Std.
Ruhezeit: ca. 1 Tag
Schwierigkeitsgrad: pfiffig
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 17.03.10
Rezept-Statistiken: 9.347 (3)* gelesen
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3 (0)* verschickt
* nur in diesem Monat
Verfasser:

stratosphere Kartoffelschäler


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2 Beiträge (ø0/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

wintermiri Tellerwäscher sagt:  
25.12.2010 11:46
Hilfreicher Kommentar:

Ich finde das Rezept toll, doch ich haette ein paar Verbesserungsvorschlaege:

Weisser Tofu schmeckt nach nichts und die Gewuerze, die hinzugefuegt werden, gleichen das auch nicht aus, deswegen habe ich Raeuchertofu ausgewaehlt verquirlt und diesen ueber Nacht austropen lassen. Die Tofumasse kann man auch 2-3 Tage im Kuehlschrank aufbewahren.

Zweidrittel dieser Masse leicht platt druecken und in Frischhaltefolie wickeln. So kann man diese nun einfacher weiterverarbeiten. Ich habe diese Masse dann in eine kleine ovale Plastikdose gedrueckt (den Rand nicht zu duenn druecken) und bloss nicht versuchen, den Tofu wie Eis auszuhoehlen, das rauht die Struktur auf und es bilden sich Risse. Den Rest der Masse habe ich ebenfalls in Frischhaltefolie gewickelt und ihn zum Deckel des Bratens geformt. Beim Umheben des noch ungefuellten Bratens werden sich zwangslaeufig Risse bilden, diese kann man durch leichtes Klopfen wegmodellieren.

Nach dem ersten Backvorgang, habe ich den Braten oberhalb mehrmals einen halben Zenitmenter eingeritzt, damit die Kruste im zweiten Backvorgang sich schoen hervorhebt.

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