Schilchermuscheln à la Rudolfo
| 2 kg | Muschel(n) (Miesmuscheln), Cozze |
| 2 kg | Muschel(n), (Venusmuscheln Verace), vongole Verace |
| 2 kg | Zwiebel(n), weiße, cipolle biance |
| 0,35 Liter | Olivenöl, extra vergine |
| 1 kg | Tomate(n), geschälte, pomodore pellate |
| 2 Knolle/n | Knoblauch, Aglio |
| 6 | Chilischote(n), getrocknet, Peperoncini, Lombok |
| 4 Bund | Petersilie, Prezzemolo |
| ¾ Liter | Wein, trockener, Schilcher, zwiebelfarben bis rubinrot, viel Säure |
Zubereitung
Man benötigt Zweckdienlicherweise einen 12-Liter Kochtopf (22 cm hoch und Ø 28 cm um die Muscheln entsprechen umheben zu können. Besonders die Vongole Verace brechen leicht und sind sehr schnell zerquetscht.
Die Cozze müssen peinlich genau gesäubert werden und ist dies ein wesentliches Kriterium für den Applaus bei Tisch.
Zuerst den Bart entfernen, dann die Muscheln mit einem Drahtwaschel (am besten funktionieren die für rostfreien Stahl, auch bei Aldi erhältlich), abreiben bis aller Schmutz und Algenreste entfernt sind Kalkablagerungen mit einem Messer abkratzen. Es ist zu bedenken, dass der Aufwand für die Putzerei hier per kg Cozze ca. 25 Minuten beträgt. Allein eine mühsame Sache, jedoch bei Auslobung von diversen Aperitifs haben sich immer Helfer gefunden und lustig war es auch noch.
Die Vongole Verace brauchen nur einige male durchgespült werden, Wasserwechsel 6- bis 7-mal, bis nur mehr reines Wasser abgeht.
Dann in eine Schüssel das Meersalz geben, die Muscheln dazuleeren und kaltes Wasser dazugießen bis die Muscheln bedeckt sind. Mit der Hand umrühren um das Salz zu lösen. (In der Salzlösung scheiden die Muscheln sämtliche Sandrückstände aus, so dass man beim Genießen kein Zähneknirschen wahrnimmt).
Nach ½ bis 1 Stunde das Wasser abgießen, die Muscheln noch mal durchschwemmen und einzeln kontrollieren. Offene, beschädigte, zerquetschte und sonstige suspekte Exemplare entsorgen und die anderen, sozusagen handverlesenen zur weiteren Verarbeitung bereitstellen.
Die Zwiebel und die Petersilie grob, den Knoblauch mittelgrob und die Peperoncini fein hacken. Das Olivenöl in den großen Topf und mit den Zwiebeln kalt zustellen. Erhitzen bis die Zwiebel leicht glasig sind und den Knoblauch mit den Peperoncinis zugeben. Umrühren nicht vergessen. Der Knoblauch darf nicht braun werden, sonst wird die Sache bitter.
Die Pomodore pellate einrühren und den Schilcher dazuleeren (ein Schluck als Kostprobe kann genommen werden, es ist reichlich). Kurz aufkochen lassen und dann die Muscheln dazugeben. Fallweise umheben (nicht stochern und rühren). Nach einer Garzeit von 15 bis 25 Minuten je nach Topfgröße und Füllmenge springen die Muscheln auf und geben als Tupfen auf dem i noch entsprechende Säfte ab. Aus diesem Grund auf keinen Fall salzen. Die Muscheln sind jetzt fertig, man hebt die Petersilie unter und kann anrichten.
Am Besten serviert man in tiefen Tellern um auch entsprechend Saft unterzubringen und reicht Schnitten von Baguette dazu. Es ist zweckmäßig einen Löffel zum Besteck zu geben, da die Gäste aus Erfahrung immer solche geordert haben.
Wenn Sie sich exakt an die Vorgaben halten, dann haben Sie keine Muscheln wie im Ristorante auf dem Tisch, sonder die Schilchermuscheln à la Rudolfo, von denen Freunde sagten, dass sie keine anderen mehr essen würden und von denen die Italiener zu mir sagten: Rudolfo, was hast Du mit den Muscheln gemacht? So gute haben wir noch nie gegessen
Die Cozze müssen peinlich genau gesäubert werden und ist dies ein wesentliches Kriterium für den Applaus bei Tisch.
Zuerst den Bart entfernen, dann die Muscheln mit einem Drahtwaschel (am besten funktionieren die für rostfreien Stahl, auch bei Aldi erhältlich), abreiben bis aller Schmutz und Algenreste entfernt sind Kalkablagerungen mit einem Messer abkratzen. Es ist zu bedenken, dass der Aufwand für die Putzerei hier per kg Cozze ca. 25 Minuten beträgt. Allein eine mühsame Sache, jedoch bei Auslobung von diversen Aperitifs haben sich immer Helfer gefunden und lustig war es auch noch.
Die Vongole Verace brauchen nur einige male durchgespült werden, Wasserwechsel 6- bis 7-mal, bis nur mehr reines Wasser abgeht.
Dann in eine Schüssel das Meersalz geben, die Muscheln dazuleeren und kaltes Wasser dazugießen bis die Muscheln bedeckt sind. Mit der Hand umrühren um das Salz zu lösen. (In der Salzlösung scheiden die Muscheln sämtliche Sandrückstände aus, so dass man beim Genießen kein Zähneknirschen wahrnimmt).
Nach ½ bis 1 Stunde das Wasser abgießen, die Muscheln noch mal durchschwemmen und einzeln kontrollieren. Offene, beschädigte, zerquetschte und sonstige suspekte Exemplare entsorgen und die anderen, sozusagen handverlesenen zur weiteren Verarbeitung bereitstellen.
Die Zwiebel und die Petersilie grob, den Knoblauch mittelgrob und die Peperoncini fein hacken. Das Olivenöl in den großen Topf und mit den Zwiebeln kalt zustellen. Erhitzen bis die Zwiebel leicht glasig sind und den Knoblauch mit den Peperoncinis zugeben. Umrühren nicht vergessen. Der Knoblauch darf nicht braun werden, sonst wird die Sache bitter.
Die Pomodore pellate einrühren und den Schilcher dazuleeren (ein Schluck als Kostprobe kann genommen werden, es ist reichlich). Kurz aufkochen lassen und dann die Muscheln dazugeben. Fallweise umheben (nicht stochern und rühren). Nach einer Garzeit von 15 bis 25 Minuten je nach Topfgröße und Füllmenge springen die Muscheln auf und geben als Tupfen auf dem i noch entsprechende Säfte ab. Aus diesem Grund auf keinen Fall salzen. Die Muscheln sind jetzt fertig, man hebt die Petersilie unter und kann anrichten.
Am Besten serviert man in tiefen Tellern um auch entsprechend Saft unterzubringen und reicht Schnitten von Baguette dazu. Es ist zweckmäßig einen Löffel zum Besteck zu geben, da die Gäste aus Erfahrung immer solche geordert haben.
Wenn Sie sich exakt an die Vorgaben halten, dann haben Sie keine Muscheln wie im Ristorante auf dem Tisch, sonder die Schilchermuscheln à la Rudolfo, von denen Freunde sagten, dass sie keine anderen mehr essen würden und von denen die Italiener zu mir sagten: Rudolfo, was hast Du mit den Muscheln gemacht? So gute haben wir noch nie gegessen
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Kommentare anderer Nutzer
rammduse
sagt:
sagt: 18.01.2004 12:40
Hallo Muschelkoch,
vielen Dank für ein so tolles Muschelrezept!!!!!!!
Meine Männer sagen, sie hätten noch nie bessere
Muscheln gegessen!!!
Viele Grüße Rammduse
vielen Dank für ein so tolles Muschelrezept!!!!!!!
Meine Männer sagen, sie hätten noch nie bessere
Muscheln gegessen!!!
Viele Grüße Rammduse
joko
sagt:
sagt: 27.05.2004 19:21
Lieber Rudolfo!
Ich kann euch nur eines sagen: " Rudolfos Muschelrezept ist phantastico".
Sehr, sehr lecker.
Viele Grüße aus dem Burgenland
JoKo
Ich kann euch nur eines sagen: " Rudolfos Muschelrezept ist phantastico".
Sehr, sehr lecker.
Viele Grüße aus dem Burgenland
JoKo
haha420000
sagt:
sagt: 26.09.2004 13:37
Hallo Rudolfo
Dein Rezept ist gespeichert und wird meiner Muschelrezeptsammlung hinzugefügt.
Ich werde auch für meine anderen Rezepte Deinen Tipp
befolgen und der Reinigung der Muscheln (incl. dem Salzwasserbad)größere Beachtung schenken.
LG
haha420000
Dein Rezept ist gespeichert und wird meiner Muschelrezeptsammlung hinzugefügt.
Ich werde auch für meine anderen Rezepte Deinen Tipp
befolgen und der Reinigung der Muscheln (incl. dem Salzwasserbad)größere Beachtung schenken.
LG
haha420000
stummy
sagt:
sagt: 28.09.2004 13:40
Es sind noch zwei Flaschen Schilcher im Keller. Wird sofort ausprobiert. Was ich auch wärmstens empfehlen kann ist ein normannisches Rezept. Es ist so ähnlich wie Rudolfos aber statt Schilcher nehme man Cidre, französischer Apfelwein. Nennt sich: Moules a la Creme, denn es kommen noch 2 EL Cème fraîche rein. (aus einem Kochbuch: Zu Tisch in…, Eine kulinarische Reise durch 15 europäische Regionen, arte edition, Droemer) Mon Dieu.
ciao
stummy
ciao
stummy
Flotte Lotte
sagt:
sagt: 04.10.2004 18:50
Hallo Muschelkocher,
ich muß jetzt mal fragen "Rudolfo, wieviel Meersalz hast du genommen"???
Gruß Petra
ich muß jetzt mal fragen "Rudolfo, wieviel Meersalz hast du genommen"???
Gruß Petra
headeache
sagt:
sagt: 23.08.2005 11:34
Bin ein grosser Muschelfan und habe dieses Jahr schon im August angefangen welche zu futtern :-) Ist heutzutage eigentlich nicht mehr das Problem. Ich liebe sie auf Rheinische Art (als alter Kölner :-) habe am Samstag aber auch mal die sehr viel aufwendigere Variante von Dir zubereitet. Ein absoluter Hochgenuss und hab sie das erste mal ohne Sand im Mund genossen. Tolles Rezept
LG
Kalle :-)
LG
Kalle :-)
Atterl
sagt:
sagt: 17.12.2005 21:55
Nicht nur das Rezept an sich ist klasse, sondern auch die Beschreibung! Oft bekommt man 3 Sätze vorgesetzt und wenn man nicht der Überprofi ist, muss man sich die Hälfte auch noch zusammenraten. An alle faulen Schreiberlinge: GENAU SO gehört ein Rezept beschrieben!!!
Danke!
Atterl
Danke!
Atterl
naginie
sagt:
sagt: 06.02.2009 21:49
Da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen !!! Tolle Rezeptbeschreibung. Rezept ist gespeichert und wird ausprobiert. Bewertung wird folgen :D
LG Jana
LG Jana
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Gruß Herta
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