Mapo - Tofu

chinesisches Tofu - Hackfleisch - Gericht in einer leicht japanisierten Version

Zutaten für Portionen

1 Pck. Tofu (Seidentofu oder Baumwolltofu)
200 g Hackfleisch vom Schwein oder gemischt
Frühlingszwiebel(n)
Knoblauchzehe(n)
1 Stück Ingwer (ca. 2 - 3 cm)
2 EL Chiliflocken oder gehackte Chilischote
1 EL Öl, neutrales (z.B. Rapsöl)
3 EL, gest. Gewürzpaste (scharfe Chili-Bohnen-Paste - Doubanjiang)
250 ml Hühnerbrühe, evtl. instant
1 TL Sesamöl, geröstetes, japanisches
1 ½ EL Speisestärke
3 EL Wasser
  Für die Sauce: (Würzsauce)
4 EL Sojasauce
3 etwas Miso - Paste, helle
3 EL Sake
1 ½ EL Zucker
 evtl. Pilze (Shiitake)
 evtl. Aubergine(n)

Zubereitung

Zerst den Tofu entwässern (z .B. mit Küchenpapier einwickeln und relativ fest drücken, dann das Küchenpapier entfernen). Dann in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden.

Die Frühlingszwiebel waschen und den weißen und hellgrünen Teil in sehr dünne Ringe, den dunkelgrünen Teil in ca. 1 cm breite Ringe schneiden. Den Knoblauch hacken. Den Ingwer schälen, dann sehr fein hacken (oder reiben). Die Zutaten für die Würzsoße in einer Schüssel zu einer Sauce vermischen - die Miso-Paste verbindet sich nur sehr schwer mit den anderen Zutaten, daher gut und lange glatt rühren, bzw. leicht am Schüsselrand zerdrücken, nur nicht aufgeben.

Geschmacksneutrales Öl (am besten Rapsöl) in einem Topf erhitzen, dann den Knoblauch, Ingwer und die hellgrünen und weißen Teile der Frühlingszwiebel und Chiliflocken darin anschwitzen (bei mittlerer bis mittelstarker Hitze). Dann nach ca. 1 Min. das Schweinehackfleisch zugeben und unter ständigem Rühren krümelig braten.

Danach die scharfe Chili-Bohnen-Paste zugeben und alles gut vermischen. Dann direkt die Tofuwürfel zugeben und vorsichtig (!) umrühren - am besten mit so einer Unterheb-Bewegung, damit der Tofu nicht zerbröselt.

Sobald alles gut vermischt ist, die Hühnerbrühe und die Würzsoße zugießen und bei starker Hitze einmal aufkochen lassen. Gut umrühren, dann die Hitze reduzieren und bei schwacher bis mittlerer Hitze ca. 5 Min. köcheln lassen. Danach die dunkelgrünen Teile der Frühlingszwiebel zugeben.

Dann die 1,5 EL Speisestärke in einer Tasse mit 3 EL Wasser verrühren und sofort (!) kreisförmig über das Gericht geben (das Gericht sollte dabei immer noch leicht köcheln). Dabei gut umrühren - damit wird das Gericht schön glibberig. Am Schluss noch ca. 1 TL Goma-Öl (japanisches geröstetes Sesamöl) darüber geben und erneut umrühren. Dabei vorsichtig sein: Das Öl schmeckt sehr intensiv! Lieber etwas weniger verwenden, als zu viel ...Danach in Schüsseln servieren (am besten mit asiatischem Reis zusammen).

Statt des Schweinehackfleisches kann man zur Not auch gemischtes Hack nehmen - Schweinehack passt aber besser! Statt des Seidentofus kann man auch Baumwolltofu nehmen (machen die Chinesen auch ...), aber mir schmeckt der glibberige Seidentofu besser dazu. Beim Seidentofu aber unbedingt darauf achten, dass es fester (!) Seidentofu ist, der weiche zerbröselt sehr schnell. Wenn es keinen festen Seidentofu gibt, besser Baumwolltofu verwenden.

Helle Miso-Paste kann nicht mit roter Miso-Paste ersetzt werden. Ohne Miso-Paste geht es auch, aber mir schmeckt das so besser ...

Goma-Öl kann man absolut nicht mit europäischem Sesamöl (noch nicht mal mit dem gerösteten europäischen Sesamöl) ersetzen, da das ganz anders schmeckt. Wenn es im Asialaden kein Goma-Öl gibt, besser weglassen!

Auch lecker sind Shiitakepilze und Auberginen in dem Gericht, notwendig sind sie aber nicht (die Asiaten mischen ohnehin viel weniger Zutaten in ihre Gerichte, als das im typischen "deutschen Chinalokal" gemacht wird ...).

Zu dem Gericht passt am besten Reis (chinesischer oder japanischer). Ebenfalls dazu mache ich immer eine asiatische Gemüsebeilage, die dann ein einem eigenen Schälchen serviert wird - z. B. gemischtes Wok-Gemüse oder Algen und Gurkenscheiben in Reisessig und bisschen Zucker (jap.: Sunomono)...

Ach so, das Gericht wird durch die Chili-Bohnen-Paste ein wenig scharf. Wer das nicht so gut aushalten kann, sollte lieber weniger als sie angegebenen 3 EL nehmen. Aber eigentlich ist das ursprünglich ein Gericht der Sezuan-Küche und die Leute dort mögen es eben scharf.
Arbeitszeit: ca. 45 Min.
Schwierigkeitsgrad: simpel
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 23.02.10
Rezept-Statistiken: 13.124 (11)* gelesen
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236 (0)* gedruckt
4 (0)* verschickt
* nur in diesem Monat
Verfasser:

Nobunaga Tellerwäscher


Mitglied seit 10.08.2009
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Kommentare anderer Nutzer

spinndel Tellerwäscher sagt:  
03.05.2010 09:45
Wirklich mal ein gutes Rezept für Mapo Tofu :-)
Mir fehlt hier einzig der Sezhuanpfeffer (ich nehme frisch zerstossenen), aber das ist wohl Geschmackssache. Ausserdem ziehe ich vom Geschmack her Rindshackfleisch vor. Als Tipp - auch Cherrytomaten passen geschmacklich ins Mapo Tofu (dann allerdings anderes Gemüse weglassen) - ich gebe sie gerne ganz zu, damit sie erst beim Kauen zerplatzen...

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