Irenes westfälischer Schweinepfeffer mit Blutwurst

dieses Gericht hat ihr in Frankreich viel Ehr' gebracht ...

Zutaten für Portionen

1 kg Schweineschulter oder - nacken, schier, ohne Knochen
1 Ring/e Blutwurst, frische
½ Liter Rotwein
5 cl Essig (Rotweinessig)
2 cl Schnaps, (Pflaumen- oder Kirschschnaps)
Zwiebel(n)
2 Zehe/n Knoblauch
Karotte(n)
1 Zweig/e Rosmarin, (oder getrockneten verwenden)
1 Zweig/e Thymian, (oder getrockneten verwenden)
Nelke(n)
¼  Lorbeerblatt
10  Pfefferkörner
2 EL Tomatenmark
Schalotte(n)
30 g Butter
2 EL Butterschmalz
  Mehl
  Salz und Pfeffer

Zubereitung

Das Fleisch in größere Würfel schneiden, beiseite stellen.
Aus Rotwein, Essig und Schnaps eine Marinade herstellen.
Die Blutwurst aus der Pelle nehmen, mit einer Gabel zerdrücken und mit der Marinade vermischen.
Zwiebeln, eine Knoblauchzehe und die Karotten klein gewürfelt zu der Masse hinzufügen. Kräuter und Gewürze zugeben, Pfefferkörner zerdrücken. Die Fleischwürfel sehr gut mit der flüssigen Masse mischen. Sie müssen eine enge Verbindung eingehen. Das Fleisch zugedeckt zwei Tage (oder länger) im Kühlschrank oder in einem kühlen, dunklen Raum ruhen lassen.

Dann in einer kleinen Kasserolle die drei Schalotten und die Knoblauchzehe fein gewürfelt in der Butter glasig dünsten. Das Tomatenmark hinzufügen und das Ganze 20 Minuten schmoren, dann salzen und pfeffern.

Die Fleischwürfel aus der Marinade nehmen, mit Küchenkrepp gut abtrocknen. Im heißen Butterschmalz in einem schönen (am besten gusseisernen) Bräter von allen Seiten kräftig anbraten, dann mit so viel Mehl bestäuben, dass alle Fleischstücke erreicht werden. Das Ganze durchrösten. Die Marinade hinzufügen, ebenso die durchgeschmorte Masse aus Schalotten, Knoblauch und Tomatenmark. Gut umrühren und offen garen lassen. Das dauert etwa 45 - 60 Minuten, je nach Beschaffenheit des Fleisches. Es sollte sehr zart und faserig sein. Falls nötig, noch ein wenig Flüssigkeit nachgießen. Wenn das Fleisch den perfekten Zartheitsgrad erreicht hat, sollten nach Möglichkeit die Gewürze entfernt werden.

Als Beilagen eignen sich Spätzle, sonstige Nudeln oder auch Kartoffeln.
Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Ruhezeit: ca. 2 Tage
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 13.01.10
Rezept-Statistiken: 3.944 (64)* gelesen
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Verfasser:

gourmettine  Hendlgriller


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Kommentare anderer Nutzer

bajadera Chefkoch sagt:  
14.01.2010 15:17
Das hört sich schön deftig an, genau richtig für diese Jahreszeit.

LG, bajadera

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gourmettine  Hendlgriller sagt:  
14.01.2010 20:11
Hilfreicher Kommentar:

Hallo bajadera,

ist auch deftig, schmeckt uns und unseren Gästen aber immer wieder sehr fein! Die Blutwurst dient übrigens vor allem der Bindung, also dem Sämig-Werden des Gerichts und bringt natürlich auch kräftigen Geschmack mit. In früheren Zeiten, aus denen dieses Gericht stammt, hat man häufig frisches Blut dafür verwendet. Ich verwende dafür frische Blutwurst ohne die Speckstückchen.

Liebe Grüße

Tiiine

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kirin Tellerwäscher sagt:  
19.01.2010 10:27
Ich kenne dieses Rezept noch aus meiner Familie, und ich bin ganz überrascht, das hier gefunden zu haben. Super Sache!

Bei uns hat es allen immer sehr gut geschmeckt, aber da ich persönlich kein Fan von zu vielen Gewürzen im Essen bin, war es für mich immer wichtig, diese auch tatsächlich am Ende wieder gut rauszufischen. Ansonsten wurde der Geschmack von Thymian und Rosmarin für mich zu intensiv, aber das ist natürlich auch da noch eine Sache von eigenen Vorlieben.

Jetzt habe ich richtig Lust bekommen, dieses Rezept mal wieder zu essen!
(Nein, natürlich nicht das Rezept selbst. Das Gericht.)

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gourmettine  Hendlgriller sagt:  
20.01.2010 08:42
Hallo kirin,

über deinen supernetten Kommentar und natürlich die tolle Bewertung freu' ich mich sehr! Durch die lange Ruhezeit verlieren die Kräuter und Gewürze an Intensität, das Ganze erhält dann eher einen "runden" Gesamteindruck.

Lieben Gruß von der Tiiine

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