Das echte Wiener Schnitzel
von einem Wiener Starkoch verraten| 2 dünne | Kalbsschnitzel |
| 10 EL | Semmelbrösel oder Paniermehl (schmeckt unterschiedlich) |
| 10 EL | Mehl |
| 2 | Eigelb |
| 1 | Ei(er) |
| 1 Liter | Öl, (Sonnenblumenöl) |
| 1 TL, gehäuft | Paprikapulver, scharf |
| 1 TL, gestr. | Pfeffer, weißer |
| 1 TL, gestr. | Salz |
| 1 Prise | Zucker |
Zubereitung
Das Wiener Schnitzel war für mich immer ein kleines Mysterium. Ich habe es in Deutschland niemals so bekommen wir es die Österreicher zubereiten.
Reichlich Öl in eine hohe Pfanne geben (1 Liter Öl mindestens).
Die Schnitzel vom Metzger möglichst dünn schneiden lassen. Die Schnitzel nicht (wie in Deutschland üblich) "zusammenschlagen" indem man sie klopft. Die Schnitzel sollten Ihre Fleischstruktur weitmöglichst behalten, deshalb so dünn wie möglich schneiden lassen. Wenn der Metzger die Scheiben zu dick geschnitten hat dann mit einem Messerrücken "platt drücken" aber niemals klopfen! Das zerstört die Struktur des Fleisches und beeinflusst den Geschmack und die empfundene Bissfestigkeit.
Mehl auf einen Teller geben, Paniermehl oder Semmelbrösel auf einen anderen Teller geben und diesem Pfeffer, Salz, eine Prise Zucker und Paprikapulver untermischen. Das Ei, bzw. die Mischung aus Ei und Eigelb auf einen Teller geben. Einen extra Teller bereitstellen für die fertig panierten Schnitzel und einen extra Teller bereitstellen für die fertig gebratenen Schnitzel. Das Öl erhitzen.
Die Schnitzel von Sehnen und Fett befreien. Danach in dem Mehl wenden, darauf achten das die gesamte Fläche des Schnitzels von Mehl bedeckt ist. Danach in die Eimischung tauchen bis die gesamte Oberfläche des Schnitzels benetzt ist. Danach mit den Semmelbröseln panieren. (Tipp: kaltes Wasser reinigt Ei-Mehl-verklebte Hände schnell und einfach bevor es ans panieren geht.)
Die fertig panierten Schnitzel sollten während des Bratvorgangs niemals den Boden berühren. Die Schnitzel müssen permanent mit einer Schöpfkelle mit dem heißen Öl "beschöpft" werden. Das heißt, dass man dabei stehen muss und ständig heißes Öl über die an der Oberfläche schwimmenden Schnitzel schöpfen muß. Je besser und öfter man das macht, desto mehr charakteristische Luftblasen bilden sich auf dem Wiener Schnitzel. Die Schnitzel sind fertig, wenn der Bräunungsgrad dem Koch gefällt. Die Schnitzel sind ohnehin vor der Panade "durch", deshalb entscheidet eher die Optik, wann man das Schnitzel aus der Pfanne nimmt. Goldgelb sollten sie sein, knusprig und zart.
Reichlich Öl in eine hohe Pfanne geben (1 Liter Öl mindestens).
Die Schnitzel vom Metzger möglichst dünn schneiden lassen. Die Schnitzel nicht (wie in Deutschland üblich) "zusammenschlagen" indem man sie klopft. Die Schnitzel sollten Ihre Fleischstruktur weitmöglichst behalten, deshalb so dünn wie möglich schneiden lassen. Wenn der Metzger die Scheiben zu dick geschnitten hat dann mit einem Messerrücken "platt drücken" aber niemals klopfen! Das zerstört die Struktur des Fleisches und beeinflusst den Geschmack und die empfundene Bissfestigkeit.
Mehl auf einen Teller geben, Paniermehl oder Semmelbrösel auf einen anderen Teller geben und diesem Pfeffer, Salz, eine Prise Zucker und Paprikapulver untermischen. Das Ei, bzw. die Mischung aus Ei und Eigelb auf einen Teller geben. Einen extra Teller bereitstellen für die fertig panierten Schnitzel und einen extra Teller bereitstellen für die fertig gebratenen Schnitzel. Das Öl erhitzen.
Die Schnitzel von Sehnen und Fett befreien. Danach in dem Mehl wenden, darauf achten das die gesamte Fläche des Schnitzels von Mehl bedeckt ist. Danach in die Eimischung tauchen bis die gesamte Oberfläche des Schnitzels benetzt ist. Danach mit den Semmelbröseln panieren. (Tipp: kaltes Wasser reinigt Ei-Mehl-verklebte Hände schnell und einfach bevor es ans panieren geht.)
Die fertig panierten Schnitzel sollten während des Bratvorgangs niemals den Boden berühren. Die Schnitzel müssen permanent mit einer Schöpfkelle mit dem heißen Öl "beschöpft" werden. Das heißt, dass man dabei stehen muss und ständig heißes Öl über die an der Oberfläche schwimmenden Schnitzel schöpfen muß. Je besser und öfter man das macht, desto mehr charakteristische Luftblasen bilden sich auf dem Wiener Schnitzel. Die Schnitzel sind fertig, wenn der Bräunungsgrad dem Koch gefällt. Die Schnitzel sind ohnehin vor der Panade "durch", deshalb entscheidet eher die Optik, wann man das Schnitzel aus der Pfanne nimmt. Goldgelb sollten sie sein, knusprig und zart.
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Kommentare anderer Nutzer
elisabö
sagt:
sagt: 06.01.2010 05:31
Hallo Pasterotti,
ich mache meine Schnitzel fast genauso, nur gebe ich keine Gewürze zu den Semmelbröseln. Die Schnitzerl werden nur zu Beginn (nach dem vorsichtigen Plattieren), gesalzen, sonst wie von dir beschrieben weiterverarbeitet. Noch ein kleiner Tipp: probiere auch einmal Schnitzel aus Schweinefleisch, wird bei uns in Österreich, obwohl nicht "original", viel öfter verwendet und schmeckt mir persönlich besser. Zum Servieren unbedingt ein Stück Zitrone dazu, jeder tropft sich dann ganz nach Geschmack auf die knusprige Panier.Viel Spass beim Ausprobieren und gutes Gelingen.
Werde demnächst auch mal deine Variante testen.
Ganz liebe Grüße aus Österreich, elisabö
ich mache meine Schnitzel fast genauso, nur gebe ich keine Gewürze zu den Semmelbröseln. Die Schnitzerl werden nur zu Beginn (nach dem vorsichtigen Plattieren), gesalzen, sonst wie von dir beschrieben weiterverarbeitet. Noch ein kleiner Tipp: probiere auch einmal Schnitzel aus Schweinefleisch, wird bei uns in Österreich, obwohl nicht "original", viel öfter verwendet und schmeckt mir persönlich besser. Zum Servieren unbedingt ein Stück Zitrone dazu, jeder tropft sich dann ganz nach Geschmack auf die knusprige Panier.Viel Spass beim Ausprobieren und gutes Gelingen.
Werde demnächst auch mal deine Variante testen.
Ganz liebe Grüße aus Österreich, elisabö
Pasterotti
sagt:
sagt: 06.01.2010 09:34
Trotzkoch
sagt:
sagt: 16.05.2010 01:53
Top Rezept! Endlich mal jemand der die Schnitzel nicht "verhauen" muß bevor er sie paniert. Das zusammenschlagen macht die Fleischstruktur kaputt und nimmt den Biss den das Fleisch haben sollte. Auch gut finde ich das Paprikapulver in der Panade, das kenne ich aus der österreichischen Küche auch. Die Zubereitungsart ist ebenso die einzig wahre, immer schön mit heißem Öl übergießen und man bekommt die schönsten dicken Blasen in der Panade die man sich vorstellen kann, und genau so kenne ich das original Wiener Schnitzel aus Österreich!
07.07.2010 10:06
Hallo!
am Sonntag hab ich mal ein Schnitzel nach diesem Rezept gemacht und ich muss sagen, die Gewürze in den Semmelbröseln sind sehr gut, kenn ich sonst nicht und ist bei uns in Österreich nicht so gängig, ebensowenig das Kalbschnitzel, das ich extra gekauft habe. Natürlich ist das original, aber aus kostengründen wird bei uns hauptsächlich das Schweineschnitzel gemacht ( habe in der Küche gearbeitet)
Noch ein Tipp für die Panade: Wenn man das Schnitzel nach dem Ei nochmal halb meliert und die Pfanne beim ausbacken immer etwas vor und zurück bewegt, bekommt man auch eine schöne Panade und die Kelle kann man sich sparen!
Übrigens, bei uns gibts immer Preiselbeermarmelade dazu!
Foto lade ich hoch!
Lg. Sissy
am Sonntag hab ich mal ein Schnitzel nach diesem Rezept gemacht und ich muss sagen, die Gewürze in den Semmelbröseln sind sehr gut, kenn ich sonst nicht und ist bei uns in Österreich nicht so gängig, ebensowenig das Kalbschnitzel, das ich extra gekauft habe. Natürlich ist das original, aber aus kostengründen wird bei uns hauptsächlich das Schweineschnitzel gemacht ( habe in der Küche gearbeitet)
Noch ein Tipp für die Panade: Wenn man das Schnitzel nach dem Ei nochmal halb meliert und die Pfanne beim ausbacken immer etwas vor und zurück bewegt, bekommt man auch eine schöne Panade und die Kelle kann man sich sparen!
Übrigens, bei uns gibts immer Preiselbeermarmelade dazu!
Foto lade ich hoch!
Lg. Sissy
akamee
sagt:
sagt: 27.10.2010 21:57
Hallo,
ich hätte eher eine doofe Frage, aber: was macht ihr mit dem liter Öl danach? Wegschütten? Friteuse? Filtern?
Gruss aus Luxemburg
ich hätte eher eine doofe Frage, aber: was macht ihr mit dem liter Öl danach? Wegschütten? Friteuse? Filtern?
Gruss aus Luxemburg
Pasterotti
sagt:
sagt: 28.10.2010 11:55
Also ich muss zu meiner Schande gestehen das ich das Öl nach dem braten wegschütte. Ich hau das Zeug in den Abguß und schieße 10 Liter kochendes Wasser hinterher damit das Öl nicht die Leitungen zusetzt und eventuell anwesende Parasiten ernährt.. Sicher nicht die umweltfreundlichste Lösung aber eine die bisher bei mir funktioniert hat. Habe noch keine Tierchen, außer einer Scheisshausfliege die mich seit mindestens 7 Tagen extrem belästigt! Andererseits bin ich zu geizig um schon wieder so einen Klebestreifen für 1€ aufzuhängen nur um diese eine bekloppte Fliege zu fangen...
Wie dem auch sei, das Öl kann man filtern wie du schon sagst, dann muss man eben für den nächsten Tag auch eine "Fritiernahrung" wählen damit sich das mit dem Öl lohnt.
Länger als 2 Tage würde ich das Öl / Fett nicht benutzen. Weg damit... es entstehen viele krebserregende Stoffe während eines Fritiervorgangs. Kommt natürlich auf die Menge an...
Fazit: Fritieren ist kein Kavaliersdelikt!
Wie dem auch sei, das Öl kann man filtern wie du schon sagst, dann muss man eben für den nächsten Tag auch eine "Fritiernahrung" wählen damit sich das mit dem Öl lohnt.
Länger als 2 Tage würde ich das Öl / Fett nicht benutzen. Weg damit... es entstehen viele krebserregende Stoffe während eines Fritiervorgangs. Kommt natürlich auf die Menge an...
Fazit: Fritieren ist kein Kavaliersdelikt!
Pasterotti
sagt:
sagt: 28.10.2010 12:02
Sissyy hat DAS Bild abgeliefert für das "Pasterottigegebene" Rezept ... so schöne Blasen!! :-) Dankeschön Sissyy :-D Du hast das Prinzip verstanden ;-)
Opakochtgut
sagt:
sagt: 28.10.2010 15:55
Sehr lecker kann ich nur empfehlen. Dazu passen gut Fritten oder Kroketten. Nun noch was zum Öl: Pasterotti ich fülle das überflüssige Öl wieder in die Ölflasche. Dazu muß man einen Trichter benutzen. Die gefüllten Ölflaschen bringe ich dann zum Wertstoffhof wo sie entsorgt werden.
LG.
Hans
LG.
Hans
21.11.2010 21:40
Hallo Pasterotti,
gestern gab es bei uns Wiener Schnitzel (fast) nach diesem Rezept. Ich habe die Panade ohne Paprikapulver zubereitet und die Schnitzel in Butterschmalz gebraten. Da ich von meinem Fleischer sehr schöne, dünne Schnitzel bekommen habe, musste ich auch nichts "zusammenschlagen" bzw. plattieren :-)
Der Hinweis, dass die Schnitzel fertig sind, wenn die Panade dem Koch vom Bräunungsgrad gefällt (sie also goldgelb sind) hat mir sehr geholfen. Sie sind perfekt geworden, die Panade war auch schön wellig :-)
Vielen Dank für dieses Rezept.
LG, Diva
gestern gab es bei uns Wiener Schnitzel (fast) nach diesem Rezept. Ich habe die Panade ohne Paprikapulver zubereitet und die Schnitzel in Butterschmalz gebraten. Da ich von meinem Fleischer sehr schöne, dünne Schnitzel bekommen habe, musste ich auch nichts "zusammenschlagen" bzw. plattieren :-)
Der Hinweis, dass die Schnitzel fertig sind, wenn die Panade dem Koch vom Bräunungsgrad gefällt (sie also goldgelb sind) hat mir sehr geholfen. Sie sind perfekt geworden, die Panade war auch schön wellig :-)
Vielen Dank für dieses Rezept.
LG, Diva
feinschmeckerin08
sagt:
sagt: 18.01.2011 12:23
Das ist wirklich DAS BESTE Wiener schnitzel Rezept!
Vielen Dank für die insider tipps.
Habe die Schnizel schon ein paar mal so gemacht und musste es dann auch fuer die Englischen Famile kochen die alle sehr begeistert waren!
LG
Vielen Dank für die insider tipps.
Habe die Schnizel schon ein paar mal so gemacht und musste es dann auch fuer die Englischen Famile kochen die alle sehr begeistert waren!
LG
Pasterotti
sagt:
sagt: 19.01.2011 02:59
asiaSF
sagt:
sagt: 19.03.2011 20:19
Hallo Pasterotti,
das Rezept ist einfach genial. Ich finde das Paprikapulver in der Panade macht den entscheidenden Unterschied. Hat uns super geschmeckt und wir können nun nie mehr woanders Schnitzel essen.
Ich habe Schweinefilet verwendet und dieses ganz dünn in kleine Medallions geschnitten. War sehr zart und einfach genial.
Danke für das perfekte Rezept!
LG,
asiaSF
PS Zucker habe ich nicht verwendet
das Rezept ist einfach genial. Ich finde das Paprikapulver in der Panade macht den entscheidenden Unterschied. Hat uns super geschmeckt und wir können nun nie mehr woanders Schnitzel essen.
Ich habe Schweinefilet verwendet und dieses ganz dünn in kleine Medallions geschnitten. War sehr zart und einfach genial.
Danke für das perfekte Rezept!
LG,
asiaSF
PS Zucker habe ich nicht verwendet
Pasterotti
sagt:
sagt: 20.03.2011 00:17
Hundemann
sagt:
sagt: 03.04.2011 19:53
Hallo,
danke für die ausführliche Erklärung. Hat super geklappt.
LG
Hundemann
danke für die ausführliche Erklärung. Hat super geklappt.
LG
Hundemann
grothomas
sagt:
sagt: 03.07.2011 08:25
Hallo Pasterotti,
ganz hervorragendes Rezept. Meine Frau war begeistert. Insbesondere den Tipp bzgl. "mit Messerrücken platt drücken" finde ich sehr gut.
Gruß
Groetzner
ganz hervorragendes Rezept. Meine Frau war begeistert. Insbesondere den Tipp bzgl. "mit Messerrücken platt drücken" finde ich sehr gut.
Gruß
Groetzner
s-fuechsle
sagt:
sagt: 20.03.2012 22:57
Hallo Pasterotti,
sehr lecker! Meine Kalbsschnitzerl waren mir nicht dünn genug.... also noch a bisserl geplättet, ganz vorsichtig! ;-) Die Gewürze kamen bei mir aber, wie immer, direkt an das Fleisch. Dafür habe ich mal kein Butterschmalz verwendet, sondern wie vorgegeben Öl!
Gegessen haben wir die Schnitzerl selbstverständlich auch mit Zitrone! :o)
Liebe Grüße,
s-fuechsle
sehr lecker! Meine Kalbsschnitzerl waren mir nicht dünn genug.... also noch a bisserl geplättet, ganz vorsichtig! ;-) Die Gewürze kamen bei mir aber, wie immer, direkt an das Fleisch. Dafür habe ich mal kein Butterschmalz verwendet, sondern wie vorgegeben Öl!
Gegessen haben wir die Schnitzerl selbstverständlich auch mit Zitrone! :o)
Liebe Grüße,
s-fuechsle
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