Schlehen - Apfel - Konfitüre

herb-fruchtiger Aufstrich, auch sehr gut zu Wildgerichten, Mehlspeisen, Kuchen und …
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Zutaten

800 g Mus aus Schlehen *
300 g Apfelmus, ohne Zucker (aus ca. 500 g frischen Äpfel)
1 kg Gelierzucker, 1:1
1/2  Vanilleschote(n)
1/2  Zitrone(n), Saft davon
2 Msp. Nelkenpulver
1/4 TL Zimtpulver
1/4 Liter Johannisbeersaft, schwarz oder Wasser
Portionen Auf meine Einkaufsliste

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 45 Min. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

* Das Schlehenmus erhalten Sie aus den Beerenrückständen zur Gewinnung/Herstellung von Schlehensaft oder Schlehengelee (siehe Rezept: »Schlehen-Gelee mit Weißwein & Vanille«).

Für das Schlehenmus die Beerenrückstände aus der Geleezubereitung mit etwas Saft oder Wasser nochmals erhitzen und dann mit den Kernen durch eine Flotte Lotte mit grober Lochscheibe treiben.

Für das Apfelmus können entweder Rückstände aus der Dampfentsaftung verwendet werden oder man kocht ca. 500 g frische Äpfel mit etwas Wasser ohne Zuckerbeigabe weich.
Anschließend die Äpfel durch eine Flotte Lotte mit feiner Lochscheibe treiben.

Beide Mussorten in einen hohen Kochtopf geben und evtl. nochmals kurz mit dem Pürierstab durchmixen. Den Gelierzucker und die Gewürze hinzufügen, die Masse unter Rühren zum Kochen bringen. Ab dem Kochzeitpunkt unter ständigem Rühren 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, kurz vor Ende der Kochzeit den Zitronensaft hinzufügen.

Sofort in sterilisierte Gläser füllen und mit Twist-off-Deckeln verschließen oder in Einkochgläser mit Gummiring und Deckel füllen und im Einkochautomaten 30 Minuten bei 90°C Grad sterilisieren.

Das Rezept ergab bei mir 6 Gläser à 340 g.

Tipp:
Die Konfitüre schmeckt nicht nur köstlich auf einem frischen Butterbrot. Sie ist auch eine herrlich-fruchtige Bereicherung zu Mehlspeisen, Kuchen und Wildgerichten!

Kommentare anderer Nutzer


carmikatze

16.10.2010 20:00 Uhr

Hallo!
Das Rezept ist wirklich klasse. Ich habe es aber etwas verändert. Und zwar habe ich das Fruchtmus nicht mit den Kernen weiterverarbeitet, sondern durch ein Passiersieb gegeben.
Gruß Carmen
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fiora

06.11.2010 13:33 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hallo Carmen,

danke für Deine Rückmeldung, ich freue mich sehr, daß das Rezept auch bei Dir großen Anklang gefunden hat.

Zur Verarbeitung: Nein, lächel, die Kerne wollen wir auch nicht wirklich in der Konfitüre haben. Deshalb habe ich im zweiten Absatz oben angegeben, daß die musige Masse (die noch die Kerne enthält) mit Hilfe einer sogenannten Flotten Lotte durchpassiert werden soll. Vielleicht war/ist Dir der Begriff »Flotte Lotte« nicht bekannt? Dann google doch mal danach, denn sie ist auch sonst ein mir unentbehrlicher Küchenhelfer geworden.

Liebe Grüße, fiora
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carmikatze

07.11.2010 20:11 Uhr

Na und ich dachte, die werden in der "Flotten Lotte" zermahlen...
Hoffe, Du stellst noch Dein Likörrezept mit dem Schlehensirup ein...
Lieben Gruß
Carmen
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fiora

10.11.2010 17:57 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hallo Carmen,

hm, ich glaube, das wird zeitlich zu knapp, denn ein neu eingegebenes Rezept dauert mehrere Wochen bis mehrere Monate (je nach dem). Und so lange wirst Du mit Deinen Schlehen nicht warten können...

Aber ich helfe Dir gerne aus und schicke Dir meine eigenen Rezepte (Schlehen-Sirup und Schlehen-Likör) aus meinem Rezeptprogramm als pdf-Datei, die Du dann nur auszudrucken brauchst.

Wenn Du also magst, schicke mir über eine persönliche Nachricht (KM) Deine email-Adresse. Die Rezepte sind schon fertig zum Verschicken.

Liebe Grüße, fiora
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Imker82

09.11.2012 12:06 Uhr

Hallo Fiora,
ich bin absolut begeistert von diesem Rezept. Schmeckt vorzüglich.
Nur mit der Zeit bin ich irgendwie nicht klar gekommen. Das trennen des Fruchtfleisches vom Kern, hat bei mir mit der flotten Lotte nicht geklappt. Dauernd hat mir da ein Kern ein Strich durch die Rechnung gemacht :(
ich habe ein grobes Lochsieb genommen (wo dann auch zum Teil Kerne mit dorch gerutscht sind) Könnten sie mir diesen Arbeitsschritt noch etwas näher erklären? Ansonsten freue ich mich schon auf meine morgendliche Stulle mit köstlicher Konfitüre und herrlicher frischen Gelee
Lg Imker82
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fiora

09.11.2012 12:38 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hallo Imker82,

vielen Dank für Dein großes Lob :-).
ja, ich gebe zu, es ist etwas mühsam, die Kerne vom Mus zu trennen. Aber ich kann Dir leider keine andere Alternative anbieten, die effektvoller wäre. Auch bei mir hat es blockiert mit der feinen Scheibe, deswegen die grobe. Wenn dann doch noch Kerne mit durchflutschen, entweder mit dem Löffel herausfischen (dann bleibt garantiert mindestens einer drin ;-)) oder vielleicht ein zweites mal durch die Flotte Lotte und diesmal mit der feinen Scheibe??? Diese eher außergewöhnliche Konfitüre ist für mich die Mühe einfach wert. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg bei weiteren Versuchen.

Liebe Grüße,
fiora
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Imker82

09.11.2012 14:36 Uhr

ok ich habe also nichts groß falsch gemacht. Werde da einfach noch ein bißchen mit Rumexperimentieren. Noch gibts ja Schlehen.
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Regina151961

05.03.2015 18:34 Uhr

Hallo Fiora!
heute habe ich deine Schlehenmarmelade gemacht,weil ich noch so viele im Tiefkühler hatte.Allerdings ohne Nelkenpulver und Johannisbeersaft.(war nicht zur Hand)Leider hatte meine "Flotte Lotte nur 2 Einsätze,die mit den Kernen nicht funktionierten(sprangen immer weg)so das ich die Masse durch ein Sieb strich.Boah,eine Heidenarbeit,aber das Ergebnis überzeugt.Sie ist sehr lecker geworden.Von dem Berg Schlehen sind 6 kleine Gläser rausgekommen,muss überlegen,wem Auserwähltem ich welche abgebe.;-)) Vielleicht mache ich sie dieses Jahr lieber aus Saft,sonst grault es mich schon im Voraus. Aber seeehr lecker ist sie schon!
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fiora

06.03.2015 17:57 Uhr

Hallo Regina,

Respekt! Diese Geduld, die Du gezeigt hast, hat sicher nicht jeder. Aber dafür wurdest Du ja auch belohnt :-). Du hast die Konfitüre aber schon aus dem »Nebenprodukt« gemacht und vorher Saft gewonnen, oder?

Es freut mich jedenfalls, daß sie Dir so gut schmeckt – und klar, bekommt nur jemand etwas davon ab, der die Hintergrundmühen zu schätzen weiß ;-).

Viel Erfolg auch weiterhin und viel Freude beim Genuß!

Fiora
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krillemaus

11.09.2015 18:24 Uhr

Hallo,Ihre beiden Schlehenrezepte (Gelee und Konfitüre) reizen mich doch sehr. Nachdem ich eine Schlehenhecke gefunden habe, die in diesem Jahr sehr voller Früchte hängt, möchte ich außer Schlehenlikör auch in anderer Weise den Reichtum der Natur nutzen.
Aber eine Frage habe ich doch: wenn der Saft der Schlehen immer wieder erhitzt und über die Schlehen gegossen wird, tagelang zieht, sind dann die Früchte nicht so ausgelaugt, dass letztendlich kaum noch Geschmack in ihnen steckt?

Bei uns sind die Schlehen jetzt, Mitte September, schon reif = weich. Wenn ich bis zum Frost abwarte, lassen mir die Vögel keine Früchte übrig. So werde ich wohl die Tiefkühlmethode versuchen.
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fiora

13.09.2015 10:38 Uhr

Hallo krillemaus,

das wäre eigentlich der Sinn der Sache: den Früchten möglichst viel zu entziehen für die Saftgewinnung :-).
Wie ich irgendwo schon mal anmerkte, gelingt das gerade eben nicht so hundertprozentig. So waren mir die Früchte dann zu schade, um sie zu entsorgen.

Ich habe die Früchte durch eine Flotte Lotte getrieben und das damit gewonnene Fruchtmark zu weiteren Konfitüren (gemischt mit Äpfeln, Birnen, Vogelbeeren oder was auch immer) verarbeitet.

Außerdem habe ich eine fantastische Torte creiert mit Walnuß-Tortenboden und einer Cremefüllung, die ich aus dem Schlehenmus gezaubert habe. Sehr aufwändig aber auch etwas ganz Besonderes für die Kaffeetafel.

Recht gutes Gelingen mit deinen vielen Schlehen!

Fiora
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