Grammel - Kräpfli

Griebenplätzchen, ein würzig - salziges Gebäck aus der ungardeutschen Küche

vorheriges Bild start / pause nächstes Bild count: Foto von

Zutaten für Portionen

1 kg Mehl
Ei(er)
250 ml Milch
1 Würfel Hefe
1 EL Zucker
1 EL Salz
300 g Grieben (Grammeln)
  Mehl, für die Arbeitsfläche
Eigelb, zum Bestreichen

Zubereitung

Die Grammeln/Grieben, die man für dieses Gebäck verwendet, sollen aus fettem Speck, ohne irgendwelche Fleischreste daran, gebraten worden sein. Sie müssen goldgelb sein, nicht dunkler, und dürfen nicht zu stark ausgebraten sein. Manche Metzger mit ungardeutschem Hintergrund haben solche Grammeln im Sortiment.

Die Grammeln/Grieben durch die feine Scheibe des Fleischwölfs drehen. Die Mengenangabe bezieht sich auf die gemahlenen Grammeln. Wenn man einen Fleischwolf mit viel Totraum hat, also mehr Grammeln kaufen.

Aus den genannten Zutaten einen weichen Hefeteig herstellen. Meine Mutter meinte, er solle "etwa so weich wie ein Ohrläppchen" sein. Der Teig soll gut salzig sein, ggfs. nachsalzen. Hefeteig abdecken und an einem warmen Ort 1 h gehen lassen.

Teig auf einer bemehlten Fläche ca. 1 cm dick ausrollen, mehrfach zusammenlegen, wieder ausrollen. Diesen Vorgang 10-15 mal wiederholen, so dass eine Art Blätterteig entsteht.

Teig zum Schluss ca. 1,5 cm dick ausrollen. Mit einem Ausstecher Kreise von ca. 6 cm Durchmesser ausstechen. Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Plätzchen oben mit Eigelb bestreichen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen in 20-30 min goldbraun backen.

Am besten und aromatischsten schmecken die Grammel-Kräpfli ofenwarm oder kurz wieder aufgewärmt. Dazu trinkt man Kaffee.


Grammel-Kräpfli waren schon als Kind meine Leibspeise. Sie eignen sich hervorragend zum Einfrieren. Langwieriges Auftauen ist unnötig. Will man sie essen, nimmt man sie aus der Gefriertruhe, legt sie auf ein Blech und stellt sie ca. 10-15 min in den auf 200°C Umluft vorgeheizten Backofen.
Arbeitszeit: ca. 45 Min.
Ruhezeit: ca. 1 Std.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 28.09.09
Rezept-Statistiken: 3.576 (0)* gelesen
27 (0)* gespeichert
112 (0)* gedruckt
2 (0)* verschickt
* nur in diesem Monat
Verfasser:

Juliet15 Suppenkoch


Mitglied seit 28.03.2007
300 Beiträge (ø0,16/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

Juliet15 Suppenkoch sagt:  
29.09.2009 08:50
Wenn jemand Interesse an geeigneten Grieben hat: ich kenne einen Metzger im Raum Ludwigshafen, der solche verkauft. Einfach kurze Nachricht an mich, dann schicke ich euch die Kontaktdaten

Komplett neue Frage / Kommentar | Kommentar beantworten

Kommentar hilfreich? ja / nein
Milly07 Hendlgriller sagt:  
29.09.2009 23:20
Hilfreicher Kommentar:

Heißen die nich eigentlich Grammelpogatscherl? Danke für das genaue Rezept!

Komplett neue Frage / Kommentar | Kommentar beantworten

Kommentar hilfreich? ja / nein
Juliet15 Suppenkoch sagt:  
30.09.2009 07:34
Ich kenn sie als Grammel-Kräpfli - aber möglicherweise variiert ja die Bezeichnung von Ort zu Ort, da ja in jedem deutschsprachigen Ort stark Dialekt gesprochen wurde, der z.T. auch sehr unterschiedlich war.

Antwort hilfreich? ja / nein

andrea66 Suppenkoch sagt:  
26.01.2012 21:48
Hallo,
bin auf der Suche nach einem Rezept für Grammelpogatscherl auf deines hier gestoßen. Hab meine Kochbücher gewälzt und auch CK durchforstet, aber dieses Rezept liest sich am besten!
Werde sie morgen testen und dann berichten!

lg andrea

Komplett neue Frage / Kommentar | Kommentar beantworten

Kommentar hilfreich? ja / nein
andrea66 Suppenkoch sagt:  
27.01.2012 13:56
Das Rezept ist wirklich sehr gut!
Nur die Milch war viel zu wenig, musste noch einiges an Milch dazugeben, um einen Ohrläppchen-weichen Teig zu bekommen.
Vom Geschmack sind sie super und werden sicher wieder gemacht.

lg andrea

Komplett neue Frage / Kommentar | Kommentar beantworten

Kommentar hilfreich? ja / nein
Juliet15 Suppenkoch sagt:  
29.01.2012 11:06
Freut mich, daß es dir/euch geschmeckt hat :-)

Zur Milch-Menge: es kommt immer drauf an, wieviel Fett die Grammeln enthalten - sind sie noch relativ fettig, braucht man weniger Milch, sind sie sehr trocken ausgelassen, dann mehr. Deshaöb war ich vorsichtig mit der Mengenangabe - nachgeben kann man ja immer, rausholen aber nicht

Gruß
Juliet15

Antwort hilfreich? ja / nein



 

Passende Magazinartikel

mit Mandeln, Cornflakes und Schokolade
Geschichtliches sowie viele Hintergründe
Beliebte Rezepte und Tipps rund um den amerikanischen Keksklassiker
Weinbau hat in Deutschland eine lange Tradition
Ein Teig - unzählige Plätzchen!
Exklusiv-Rezept von Profiköchin Susanne Walter- das perfekte Sommer-Dessert!
Die süßen Beeren sind zurzeit in aller Munde – am liebsten pur oder als Kuchenzutat!

Schlagworte für dieses Rezept

Ähnliche Rezepte

Rezeptsammlungen

Dieses Rezept ist in diesen Sammlungen gespeichert:


Weitere interessante Informationen auf den Chefkoch.de Partnerseiten: