Spaghetti mit verschwundenen Muscheln
Spaghetti alle vongole scappate. Rezept aus der Toskana. Schmeckt tatsächlich so, als wäre es mit Muscheln zubereitet.| 350 g | Spaghetti |
| 3 | Knoblauchzehe(n) |
| ½ Bund | Petersilie |
| 1 kleine | Chilischote(n) |
| 4 EL | Olivenöl, extra vergine, kalt gepresst |
| 2 EL | Käse (Pecorino-), frisch gerieben, oder Parmesan |
| Salz | |
| Pfeffer |
Zubereitung
Spaghetti in viel Salzwasser al dente kochen.
Inzwischen Knoblauchzehen, Petersilie und Chilischote klein schneiden. 5 Minuten vor Ende der Kochzeit den Knoblauch und die Chilischote bei geringer Temperatur in Olivenöl etwas andünsten und nach Belieben salzen.
Sobald die Spaghetti al dente sind, abseihen und abtropfen lassen. Die Petersilie zur Sauce geben und ganz kurz mitdünsten. Die Spaghetti untermischen und pfeffern. Mit dem Käse mischen und sofort servieren.
Inzwischen Knoblauchzehen, Petersilie und Chilischote klein schneiden. 5 Minuten vor Ende der Kochzeit den Knoblauch und die Chilischote bei geringer Temperatur in Olivenöl etwas andünsten und nach Belieben salzen.
Sobald die Spaghetti al dente sind, abseihen und abtropfen lassen. Die Petersilie zur Sauce geben und ganz kurz mitdünsten. Die Spaghetti untermischen und pfeffern. Mit dem Käse mischen und sofort servieren.
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Kommentare anderer Nutzer
milz-alfred
sagt:
sagt: 12.11.2010 21:22
Hallo Katzenkind88,
In früheren Zeiten haben Italienische Hausfrauen und Köche versucht, mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Lebensmitteln die Küche der Oberschichten zu kopieren. Daraus sind dann die sogenannten "schmeckt wie"-Gerichte entstanden. Beispiele sind auch Patate trifolati (=Bratkartoffeln mit Trüffelaroma) oder Zucchini trifolati (=Zucchini mit Trüffelaroma), die gar keine Trüffel enthalten, so wie dieses (binnen-)ländliche Gericht hier gar keine Muscheln enthält.
Diese Gerichte sind Jahrzehnte in Vergessenheit geraten und wurden nur noch in bäuerlichen Haushalten zubereitet, sind aber neuerdings in Italien wieder groß im Mode gekommen.
Hier in Deutschland sind diese "als ob"-Gerichte vollkommen unbekannt oder werden meist in Unwissenheit mit echten Zutaten (Trüffeln, Muscheln usw) gekocht.
Wichtig bei diesem Rezept ist die reichliche Zugabe von Petersilie und es muß frischer Parmesan verwendet werden, kein fertig geriebener. Ferner muß es sich um einen jungen Parmesan handeln (etwa 14 Monate) gereift. Neuerdings ist in den Supermarkt-Regalen oder auf der Verpackung die Reifezeit mit angegeben. Man merkt es auch am Preis, es sind die billigeren Sorten.
Also koch das Gericht noch einmal, setz Dich geistig zurück ins 17.Jahrhundert und stell Dir vor, Du sitzt als hungriger Landarbeiter mit anderen um einen Tisch und bekommst diese Nudeln als Primo (=Vorspeise) serviert. Du träumst davon, daß sich auf Deinem Teller wie bei Deinem Patrone eine Portion echter "Spaghetti vongole" befindet. Und dazu mußt Du einen halbtrockenen Landwein trinken (den bekommst Du im Supermarkt um die Ecke, meist in Tüten abgefüllt). Keinen dieser langweilen, gleichschmeckenden Qualitätsweine. Jetzt kannst Du die verschwundenen Muscheln schmecken!
Interessanterweise gibt es diese Gerichte auch in der chinesischen Küche. Die Bezeichnung "Yu Xiang" z.B. bedeutet nach Fisch duftend, obwohl gar kein Fisch im Gericht ist.
In früheren Zeiten haben Italienische Hausfrauen und Köche versucht, mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Lebensmitteln die Küche der Oberschichten zu kopieren. Daraus sind dann die sogenannten "schmeckt wie"-Gerichte entstanden. Beispiele sind auch Patate trifolati (=Bratkartoffeln mit Trüffelaroma) oder Zucchini trifolati (=Zucchini mit Trüffelaroma), die gar keine Trüffel enthalten, so wie dieses (binnen-)ländliche Gericht hier gar keine Muscheln enthält.
Diese Gerichte sind Jahrzehnte in Vergessenheit geraten und wurden nur noch in bäuerlichen Haushalten zubereitet, sind aber neuerdings in Italien wieder groß im Mode gekommen.
Hier in Deutschland sind diese "als ob"-Gerichte vollkommen unbekannt oder werden meist in Unwissenheit mit echten Zutaten (Trüffeln, Muscheln usw) gekocht.
Wichtig bei diesem Rezept ist die reichliche Zugabe von Petersilie und es muß frischer Parmesan verwendet werden, kein fertig geriebener. Ferner muß es sich um einen jungen Parmesan handeln (etwa 14 Monate) gereift. Neuerdings ist in den Supermarkt-Regalen oder auf der Verpackung die Reifezeit mit angegeben. Man merkt es auch am Preis, es sind die billigeren Sorten.
Also koch das Gericht noch einmal, setz Dich geistig zurück ins 17.Jahrhundert und stell Dir vor, Du sitzt als hungriger Landarbeiter mit anderen um einen Tisch und bekommst diese Nudeln als Primo (=Vorspeise) serviert. Du träumst davon, daß sich auf Deinem Teller wie bei Deinem Patrone eine Portion echter "Spaghetti vongole" befindet. Und dazu mußt Du einen halbtrockenen Landwein trinken (den bekommst Du im Supermarkt um die Ecke, meist in Tüten abgefüllt). Keinen dieser langweilen, gleichschmeckenden Qualitätsweine. Jetzt kannst Du die verschwundenen Muscheln schmecken!
Interessanterweise gibt es diese Gerichte auch in der chinesischen Küche. Die Bezeichnung "Yu Xiang" z.B. bedeutet nach Fisch duftend, obwohl gar kein Fisch im Gericht ist.
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