Kesselgulasch á la Julius



Zutaten für Portionen

500 g Rindfleisch
500 g Zwiebel(n)
100 g Öl
  Salz
  Pfeffer
  Paprikapulver, edelsüß
1 Zehe/n Knoblauch
200 g Tomate(n)
100 g Möhre(n)
200 g Sellerie
500 g Kartoffel(n)
1 ½ Liter Brühe
1 Glas Letscho

Zubereitung

Die in Scheiben geschnittene Zwiebel im heißen Öl ein wenig bräunlich anbraten, ich nehme natives Olivenöl. Das Fleisch, ich hole es immer von " meinen " Metzger im Stück, schneide es vorher in nicht zu große Würfel und vermenge es reichlich mit dem edelsüßen Paprika, Salz und Pfeffer nach Geschmack und auch den geschälten und zerquetschten Knoblauch dazu, gebe es dann zu den Zwiebeln, brate es an.
Die in Würfel geschnittenen Möhren, Sellerie, Kartoffeln und Tomaten hebe ich dann gerade in dieser Reihenfolge in Abständen, wegen des Gareffektes, unter. Dann mit der Brühe auffüllen und garen lassen. Mit den Gewürzen abschmecken, kurz vor Schluss den Letscho hinzufügen.
Bei der Garzeit immer am Fleisch probieren, so ca. 1 1/2 Std. braucht es schon.
PS : Julius Horvath, mein ungarischer Freund, ist schon lange verstorben. Ich habe von ihm viel gelernt. Was wir z.B. allgemein als Gullasch kennen, ist in Ungarn das Pörkölt, Schmorfleisch mit Paprikasoße. Der scharfe, sehr würzige Sud, spielt in der ungarischen Küche eine ganz besondere Rolle. Ich verwende deshalb auch beim Kesselgullasch auch noch ein wenig scharfen Paprika oder/und einen Spritzer Tobasco, eigentlich nicht Ungarn typisch - das mussber jeder selber wissen.
Übrigens Kesselgullasch: Eine Spiritusflamme - über ihr hängt ein Kessel mit feurigen Zutaten in einem kunstschmiedeeisernen Ständer.
Größe des Kessels: So, wie die um ihnstehenden Personen appetitstillend an Nahrung benötigen - das noch mitten in der Pußta, der ungarischen Grassteppe - rund herum Pferdegeruch - das war doch was !
Arbeitszeit: ca. 40 Min.
Schwierigkeitsgrad: simpel
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 11.08.03
Rezept-Statistiken: 36.676 (9)* gelesen
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Verfasser:

abillig1 Smutje


Mitglied seit 15.03.2003
355 Beiträge (ø0,11/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

abillig1 Smutje sagt:  
11.08.2003 11:22
Ich entschuldige mich für einige - spaßig gesagt - "Dreckfuhler" - soll u.a. auch Gulasch heißen - mit einem L !
Dann noch eins : Das Letscho ist natürlich nicht zu vergleichen mit dem original ungarischen Letscho, wie es mikko schon beschrieben hat - mein Freund machte es aber so - er hat es natürlich selbst eingelegt im Glas - ich meine jetzt ein solches Gemüseprodukt aus Paprikaschoten und Tomatenmark, entspr. Gewürze etc, was man überall in Gläsern zu kaufen bekommt.

LG
abillig1

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mikko Küchenjunge sagt:  
13.08.2003 10:51
Hallo abillig1, ich bin streng, wenn es um ungarischen Gerichten geht aber hier habe ich nix zu kritizieren..Es ist perfekt. Vielleicht so viel: die Kartoffeln in letzten halbe Stunde reinmachen. Muss aber auch nicht sein, manche mögen es, wenn die Kartoffeln ein wenig verkocht sind und die ganze sämig wird...
Ich bin aus Budapest, dort kann man auch nicht so machen, wie Du es so schön beschrieben hast...Man merkt, dass Du es bei Deinem ungarischem Freund richtig genossen hast....Vielen Dank, Julius!!!!

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abillig1 Smutje sagt:  
14.08.2003 12:49
Danke mikko,
mit den Kartoffeln hast Du recht !

LG
abillig1

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rangiora Smutje sagt:  
03.09.2003 11:25
Hallo abillig1,
kannst Du mir sagen, was bei dem Kesselgulasch LETSCHO ist?
Danke im Voraus und viele Grüße
Rangiora

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abillig1 Smutje sagt:  
04.09.2003 12:56
Hallo Rangiora,
hab ja oben bei den Zutaten schon geschrieben - 1 Glas Letscho - es ist eingelegtes Gemüsepaprika - bekommt man in jedem Supermarkt zu kaufen - ich habe es von Kaufland, Aldi hat es auch.

LG
abillig1

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Mikilein Chefkoch sagt:  
05.09.2003 08:48
Hallo abilli1,
Ein Kesselgulasch, also im Kessel zubereitet und nicht nur serviert (wobei letzteres nur ein Schnickschnak für Touristen ist) veträgt keinen Letschò + Wurzelwerk. Das soll doch kein Eintopf werden! Dafür aber etwas Kümmel, vielleicht eine Prise Majoran. Auf jeden Fall doppelte Paprika wir Tomaten. Das Fleisch wird immer wieder auf den eigenen Saft eingekocht und die Zutaten kommen entsprechend nach nach und nach hinein. Es kann natürlich dauern, denn es darf im Topf nie kochen, nur leise schmoren. Im übrigen ist es mit dem Hammelgulasch (ein Muß bei der Weinlese!) ähnlich: ich kann mich noch erinnern, wie lange der Koch unter dem Walnußbaum rumwerkelte, bis alles schon eingeschmort war; dennoch hatten die Kartoffeln am Ende noch Biß. Die zeiten muß man richtig abpassen!
In Deinem Kesselgulyàs vermiße ich die Nockerln. Verwende ich Nockerln, lasse ich das Wurzelwerk (auch Petersilienwurzel!) weg.
Aber es muß Spaß gemacht haben mit Deinem Freund Gyula!

LG
Mikilein

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animalia Kaltmamsell sagt:  
30.10.2003 09:19
Tja, hier spielt sich wohl jemand zum Ungarn-Kenner auf! Ich habe mehrere Jahre dort gelebt und gehe mit Deinen Ansichten nur teilweise konform. Also sei mit Deiner Kritik bei anderen Autoren und ihren Rezepten lieber ein bißchen vorsichtig.

Gruß animalia

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speckdiät Tellerwäscher sagt:  
10.08.2004 21:06
Wow! Danke fürs Rezept! Da hat mein Namensvetter ein einwandfreies Produkt kreiert. genau so koche ich es auch schon seit Jahren, erfolgreich *g*

Grüße
Julchen

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bbieling Tellerwäscher sagt:  
30.03.2006 23:36
Ich habe Dein Rezept bei unseren alljährlichen Biwak anläßlich der Völkerschlacht zu Leipzig ausprobiert, mußten dabei zwar etwas improvisieren. Jedoch die Zubereiteung im Freien und über den Lagerfeuer machte schon Spaß, jedoch das Ergebnis war überwältigend. Also Kesselgulasch über den offene Feuer ist was leckeres.
Werden wir jetzt öfter bei unseren Biwaks machen.

Gruß Burghard

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cawo Tellerwäscher sagt:  
18.09.2006 18:25
Hilfreicher Kommentar:

SUPER-MEGA-GENIAL !!

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gourmettine  Hendlgriller sagt:  
11.10.2009 18:47
Lässt sich auch sehr gut im Schnellkochtopf zubereiten, verringerte Kochzeit!
Schmeckt wieder aufgewärmt ausgezeichnet.

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