Geröstete Kutteln



Zutaten für Portionen

800 g Kutteln, frisch, gekocht, nicht tiefgefroren, nicht eingelegt/mariniert
50 g Butterschmalz
3 m.-große Zwiebel(n), in halbe Ringe geschnitten
Knoblauchzehe(n), zerdrückt
250 ml Bratenfond, dunkler, hausgemacht
250 ml Rotwein (z.B. Trollinger, Lemberger, Badischer Spätburgunder)
  Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung

In einer beschichteten Pfanne das Butterschmalz ordentlich erhitzen. Die frischen, vom Metzger bereits vorgekochten und fein geschnittenen, gewaschenen und gründlich abgetrockneten Kutteln hinzu geben. Wenn sie wirklich frisch sind, ziehen sie kaum Wasser und behalten ihre ursprüngliche Größe und Form (andernfalls sollte man an dieser Stelle sofort das Rezept wechseln).

Durch Rütteln der Pfanne bzw. vorsichtiges Anheben sollte ein eventuelles Ansetzen am Pfannenboden vermieden werden. Schon bald bildet sich auf der Unterseite eine schöne, goldgelbe bis gebräunte Kruste. Jetzt die Kutteln komplett wenden. Es macht nichts, wenn sie zusammengebacken sind. Nach ca. 3 Minuten die Hitze etwas reduzieren und die Zwiebeln hinzu geben.

Wenn die Zwiebeln glasig und die Kutteln rundum gut geröstet und schön rösch sind, mit Rotwein und dunklem Bratenfond ablöschen. Die zerdrückten Knoblauchzehen hinzu geben und die Sauce eindicken lassen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer kräftig würzen.

Dazu passen Rösti oder Bauernbrot und Wein.

Alternative: Sollte man keinen guten Bratenfond zur Hand haben, kann man auch eine kräftige Fleischbrühe nehmen und etwas Saucenbinder zum Andicken. Dies ist meiner Erfahrung nach besser als zum Päckchenfond zu greifen.
Arbeitszeit: ca. 20 Min.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 26.05.09
Rezept-Statistiken: 5.947 (129)* gelesen
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* nur in diesem Monat
Verfasser:

Hemingway19 Kaltmamsell


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Kommentare anderer Nutzer

lipili Küchenjunge sagt:  
30.01.2012 17:21
Hallo Hemingway19,
habe sie nach langer Zeit wieder so gemacht: Du könntest Badener sein, denn genauso kenn ich die grösteten Kutteln von meiner Kinderfrau aus den 50zigern, sie hat mit etwas Mehl abgebunden, da es "Soßenbinder" damals noch nicht gab. Auch wenn Kutteln ein "billiges"?? Produkt sind, empfehle ich guten Wein und guten Bratenfond zu verwenden. (siehe Frankreich: à la mode de Caen mit Cidre und Calvados!) es lohnt!! und in Baden natürlich Brägele dazu!
Gruß aus Baden

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Hemingway19 Kaltmamsell sagt:  
30.01.2012 18:21
Hallo lipili,

freut mich, dass es Dir gemundet hat.
"Billig" sind gute, frische Kutteln übrigens nicht und auch oft nicht immer ganz einfach zu bekommen. Wie beschrieben sind nicht eingefrorene bzw. eingelegte Kutteln zwingend erforderlich. Beim Metzger meines Vertrauens zahle ich fast den gleichen Preis wie für gutes Schweinefleisch.
Es ist richtig, dass ein guter Fond und ein guter Rotwein maßgeblich am Gelingen beteiligt sind.
Dass ich Rösti und nicht Brägele als Beilage empfohlen habe, liegt daran, dass der Ursprung dieses Rezeptes sehr nahe an der Schweizer Grenze liegt ;-) .
Gruß
Hemingway19

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