Gänsebraten

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Zutaten

Gans (4 - 5 kg)
Äpfel
1 Bund Majoran
  Salz und Pfeffer
1 kl.Flasche/n Rum
Orange(n), den Saft davon
1 Bund Suppengrün
 evtl. Rosinen
 evtl. Weißbrot, gewürfelt
 n. B. Wasser
 n. B. Wasser (Salzwasser) zum Bepinseln
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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 2 Std. 30 Min. Ruhezeit: ca. 12 Std. / Schwierigkeitsgrad: pfiffig / Kalorien p. P.: keine Angabe

Man nehme dafür folgende Zutaten: 1 Gans, je nach Zahl der zu erwartenden Personen, meine ist immer so um die 5 kg schwer. Aber bitte nicht aus einem polnischen oder ungarischen Mast-Betrieb, sondern bitte vom einheimischen Bauern Ihres Vertrauens. Lernen Sie Ihre Weihnachtsgans schon im Sommer kennen, sprechen Sie mit ihr, zeigen Sie ihr, welch große Rolle sie noch spielen wird.

Weiterhin werden Salz, Pfeffer, 4 - 6 möglichst saure Äpfel, etwas Suppengrün, ein Bund Majoran, ggf. Rosinen und ein „Flachmann“ Rum und eine Orange benötigt.

Und viel Zeit, gebratene Gans, wenn es sie geben soll, ist ein Rezept für Frühaufsteher! Doch die eigentliche Arbeit beginnt bereits am Vorabend. Entfernen Sie alle Innereien, auch und vor allem die Fettpolster an der aufgeschnittenen Gans, die müssen raus, sonst wird es zu fett. Bitte auch nicht vergessen, die Fettdrüse herauszuschneiden und die Flügelspitzen abzukneifen. Dann wird die Gans die ganze Nacht in kaltem Wasser gewässert.

Am nächsten Morgen aus dem Wasser nehmen, trocken tupfen, innen und außen mit Salz und Pfeffer einreiben, wer will kann auch noch etwas Majoran drüberstreuen. Das Suppengrün klein schneiden und mit den Äpfeln in den Bauch der Gans füllen, ebenfalls den Bund Majoran.

Ich mache hin und wieder auch eine andere Variante der Füllung, bei der ich die Äpfel entkerne und in Würfel schneide, dann zu den Äpfeln Rosinen und Weißbrotwürfen in eine Schüssel gebe und dann mit dem „Flachmann“ Rum zu einem Teig verarbeite.

Dann nehme man Küchengarn oder Zwirn und nähe die Dame zu. In einer Fettfangschale oder einem großen Bräter mit einlegbarem Rost fülle man etwas Wasser und bringe es zum Kochen. Nun legt man die Gans mit dem Rücken nach unten (ganz wichtig!) auf den Rost.

Den Bratofen stellt man bei Ober-/Unterhitze (vorgeheizt) oder Heißluft (nicht vorgeheizt) auf maximal 140 - 160°C, nicht mehr, sonst wird sie zu schnell fertig, trocken und der Geschmack leidet. Hier passieren die meisten Fehler (200°C usw.). Die Gans ist schon tot, wir müssen sie nicht noch einmal töten!

Bratzeit: je nach Größe der Gans 5 Stunden, ganz sachte, nicht zu heiß! Nach ca. 45 Minuten mit etwas Spitzem (Spieß oder so) unterhalb der Flügel und der Keulen einstechen, dass das Fett ablaufen kann.

Nach einer gewissen Zeit (man hört das auch, das herausgelaufene Fett fängt an zu kochen), ca. nach 1 - 1 1/2 Stunden beginnt der Bratensatz zu bräunen und das Fett schwimmt oben. Dann die Flüssigkeit komplett abgießen und frisches warmes Wasser auffüllen (die Gans sollte nicht im Wasser schwimmen, sie kann das nicht mehr). Die Gans nun ab und zu mit Bratensatz begießen und ggf. Wasser nachfüllen.

Nun hat man Zeit für allerlei andere Dinge, wobei man die Gans stets im Auge behalten sollte und ggf. auch mit der Temperatur zu spielen. Oder einfach die Beilagen bereiten, z. B. Rotkohl und böhmische Kartoffelklöße.

Irgendwann beginnt die Gans zu duften und zu bräunen, das steigert die Vorfreude. Eine halbe Stunde vor Schluss zuerst die Gans mit Salzwasser beträufeln und die Temperatur etwas höher regeln (180°C). Wer will, kann auch noch etwas mit der Grillfunktion des Backofens „spielen“ aber Vorsicht!!!

Ganz zum Schluss, ca. 10 Minuten vor dem Herausnehmen die Gans mit dem ausgepressten Saft einer Orange einreiben oder bestreichen. Dann die Gans herausnehmen, 5 Minuten ruhen lassen. In der Zeit den Bratensatz abgießen und vom Fett trennen und entsprechend zur Sauce binden, den Vogel zerlegen und auf einer warmen Platte anrichten.

Kommentare anderer Nutzer


M_Schwarz

06.11.2012 20:41 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Ist ein sehr langes Rezept, mondamin gebundene Sossen was soll das? Nach 10 min sind die nicht mehr sämig sondern dünn und leider auch ohne Geschmack. Hab es ohne mondamin nachgekocht und die soße mit einer echten braunen mehleinbrenne gebunden. Es schmeckt super

Franz300161

10.11.2014 17:55 Uhr

Tja, manchmal sind Rezepte eben lang.... Pommes mit Mayjo ist kürzer.... :-)
Übrigens,es gibt Mondamin o.a. Saucenbinder in \"Geschmacksneutral\" da bleibt der Bratengeschmack voll erhalten und wird nicht durch Bindemittel oder wie es auch bei Mehl passieren kann, überdeckt.
Bindemittel wie Mondamin muss man einmal aufkochen lassen, sonst binden sie nicht und zerfallen, dann ha tman den Effekt, dass es nach 10 Minuten wieder dünn ist.
Wobei die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, ich stehe nun mal nicht auf zu stark angedickte Saucen und jeder sollte das so machen, wie er möchte und sollte das dem anderen auch zugestehen...

Aber wenn es Sie beruhigt, dieses Rezept habe ich wohl vor 6 oder 7 Jahren ins Netz gestellt, inzwschen verwende ich schon lange keine herkömmlichen Bindemittel mehr für Saucen, sondern reduziere die Sauce stark und gebe dann ein Stück geeiste Butter rein, die ich schnell verrühre, die Sauce wird dann ebenfalls so sämig, wie ich sie halt mag und die Butter unterstützt als Geschmacksträger nochmals das Bratenaroma.
Bei anderen Braten, wie Schwein, Rind, Kalb oder auch Rouladen oder Gulasch arbeite ich auch sehr gern mit fein gemalenen, getrckneten Pilzen, diese Pilzmehl bindet ebenfalls hervorragend und gibt noch ordentlich geschmack...
Nix für ungut.

linnefelser

10.11.2014 17:26 Uhr

Das ist das beste Gans-Rezept, was ich hier gefunden habe. Die Füllung kann dabei jeder machen wie man will. Aber hierbei wird die Gans wirklich rundherum knusprig und der Fond für die Sauce sagenhaft.

Falls jemand eine Anregung sucht, hier meine Füllung:
3 Äpfel, klein gewürfelt
400 gr. Maronen, klein gewürfelt
3 Zwiebeln, klein gewürfelt
250 gewürfelter Speck
100 ml trockenen Rotwein
1 altes Brötchen, vorher in Wasser eingeweicht

Dazu gab´s Apfelrotkraut, Serviettenkräuterknödel, Maronen (mit braunem Zucker und Apfelsaft angedünstet) und einen guten Dornfelder im Glas.

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