Der akademische Pizzateig
Pizzateig auf das Gramm genau| 200 g | Mehl pro Person (ital. Tipo 00 oder deutsch 405) |
| 2 g | Hefe, frische, pro 100 g Mehl |
| 1 Dose | Tomate(n), (Pizzatomaten) |
| 1 Dose | Tomatenmark |
Zubereitung
Über Jahre und Jahre erzeugte ich Pizzen mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen, wobei die Idee natürlich war, eine Pizza nach italienischem Vorbild herzustellen. Dies bedeutet für uns einen dünnen und trotzdem tragfähigen Boden und einen knusprigen Rand. Wenn der Teig beim Backen Blasen schlägt, ist dies sehr willkommen.
Um gute und reproduzierbare Ergebnisse zu bekommen, bin ich dazu übergegangen, mit einer Waage auf das Gramm genau das Mehl und die Hefe zu wiegen. Da dies das einzige Rezept ist, wo ich nicht per Augenmaß oder Gebindegrößen mische, nenne ich es den akademischen Pizzateig.
Wie sieht er nun aus?
Pro Person 200 g Mehl in eine Schüssel geben - so weiß wie es geht, 405er oder besser Typ 00 aus Bella Italia; alle Versuche mit gröberem Mehl endeten in gummiartigen Teigen, die sich nicht ausrollen ließen, weil sie sich immer wieder zusammenzogen.
Pro 100 g Mehl kommen 2 g Würfelhefe dazu (zwischen den Handflächen zerreiben).
Dann kommt der unsaubere Punkt, da ich die Wassermenge nie messe. Kaltes Wasser wird im 1 L-Becher gesalzen und in nicht zu großen Mengen in die Schüssel gegeben. Mit dem Mixer plus Rührhaken wird gerührt und immer nur wenig Wasser zugegeben, es darf nie anfangen zu "matschen", gut ist die Zwischenstufe krümelig. Irgendwann formt es sich zu einem geschmeidigem Teig den man mit dem Rührhaken in der Schüssel bearbeiten kann wie Hendrix seine Gitarre. Das Ergebnis ist ein Teig, der weder an den Rührhaken noch an der Schüssel klebt. Klebt es doch, muss mit Mehl nachgebessert werden.
Dann ein Tuch über die Schüssel legen und ab in den Kühlschrank! Bei uns bleibt er dort tagesablaufbedingt zwischen drei und sechs Stunden
Der Rest ist eigentlich klar, auf bemehlter Fläche ordentlich mit den Händen durchkneten, portionieren und ausrollen. Auch hier eher dünn ausrollen und dem Teig was zutrauen.
Für den Tomatengrund hat sich eine Dose Pizzatomaten vermischt mit einer Dose Tomatenmark bewährt. Belegen nach Belieben. Der Tomatengrund wird eher dünn aufgetragen und der Belag sollte nicht viel Flüssigkeit abgeben (z.B. Spinat ausdrücken), damit die Pizza nicht "absäuft".
Die Pizza braucht soviel Hitze wie es geht, wer mehr als 350 Grad hinbekommt sollte mit 350 Grad anfangen. Bestes Ergebnis kommt auf Rosthöhe 3, man kann aber auf 2 und 3 backen und bei Halbzeit tauschen.
Pizzableche mit kleinen Löchern helfen den Boden durch zu backen und damit tragfähig werden zu lassen, bei großen Löchern verhakt sich gerne der Teig in den Löchern.
Hat man mehr Pizza zu backen als auf einmal in den Ofen geht, kann man schon ausrollen und aufs Blech legen. Dann aber wieder in den Kühlschrank, denn das Ende eines schönen dünnen Teiges ist, wenn er schon bei Zimmertemperatur anfängt hoch zu gehen.
Um gute und reproduzierbare Ergebnisse zu bekommen, bin ich dazu übergegangen, mit einer Waage auf das Gramm genau das Mehl und die Hefe zu wiegen. Da dies das einzige Rezept ist, wo ich nicht per Augenmaß oder Gebindegrößen mische, nenne ich es den akademischen Pizzateig.
Wie sieht er nun aus?
Pro Person 200 g Mehl in eine Schüssel geben - so weiß wie es geht, 405er oder besser Typ 00 aus Bella Italia; alle Versuche mit gröberem Mehl endeten in gummiartigen Teigen, die sich nicht ausrollen ließen, weil sie sich immer wieder zusammenzogen.
Pro 100 g Mehl kommen 2 g Würfelhefe dazu (zwischen den Handflächen zerreiben).
Dann kommt der unsaubere Punkt, da ich die Wassermenge nie messe. Kaltes Wasser wird im 1 L-Becher gesalzen und in nicht zu großen Mengen in die Schüssel gegeben. Mit dem Mixer plus Rührhaken wird gerührt und immer nur wenig Wasser zugegeben, es darf nie anfangen zu "matschen", gut ist die Zwischenstufe krümelig. Irgendwann formt es sich zu einem geschmeidigem Teig den man mit dem Rührhaken in der Schüssel bearbeiten kann wie Hendrix seine Gitarre. Das Ergebnis ist ein Teig, der weder an den Rührhaken noch an der Schüssel klebt. Klebt es doch, muss mit Mehl nachgebessert werden.
Dann ein Tuch über die Schüssel legen und ab in den Kühlschrank! Bei uns bleibt er dort tagesablaufbedingt zwischen drei und sechs Stunden
Der Rest ist eigentlich klar, auf bemehlter Fläche ordentlich mit den Händen durchkneten, portionieren und ausrollen. Auch hier eher dünn ausrollen und dem Teig was zutrauen.
Für den Tomatengrund hat sich eine Dose Pizzatomaten vermischt mit einer Dose Tomatenmark bewährt. Belegen nach Belieben. Der Tomatengrund wird eher dünn aufgetragen und der Belag sollte nicht viel Flüssigkeit abgeben (z.B. Spinat ausdrücken), damit die Pizza nicht "absäuft".
Die Pizza braucht soviel Hitze wie es geht, wer mehr als 350 Grad hinbekommt sollte mit 350 Grad anfangen. Bestes Ergebnis kommt auf Rosthöhe 3, man kann aber auf 2 und 3 backen und bei Halbzeit tauschen.
Pizzableche mit kleinen Löchern helfen den Boden durch zu backen und damit tragfähig werden zu lassen, bei großen Löchern verhakt sich gerne der Teig in den Löchern.
Hat man mehr Pizza zu backen als auf einmal in den Ofen geht, kann man schon ausrollen und aufs Blech legen. Dann aber wieder in den Kühlschrank, denn das Ende eines schönen dünnen Teiges ist, wenn er schon bei Zimmertemperatur anfängt hoch zu gehen.
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Kommentare anderer Nutzer
m-u-r-r
sagt:
sagt: 12.04.2010 14:34
Hilfreicher Kommentar:
Vielleicht ein Tipp zur Flüssigkeit. Ich rechne auf 200g Mehl mindestens 100ml Wasser und das klappt.
Übrigens Pizza aus Vollkornmehl und Buchweizenmehl geht auch prima, dazu die Wassermenge erhöhen - ca. 2/3 Menge vom Mehl. nach dem gehen den Teig "einschlagen" - einfach mit der Faust in die Schüssel schlagen, den Teig noch mal kräftig durchkneten und dann ca. 10 Minuten ruhen lassen (gilt für alle Hefeteige) dann lässt er sich problemlos ausrollen, so dünn wie ihr möchtet.
wünsche euch gutes Gelingen...
murr
Übrigens Pizza aus Vollkornmehl und Buchweizenmehl geht auch prima, dazu die Wassermenge erhöhen - ca. 2/3 Menge vom Mehl. nach dem gehen den Teig "einschlagen" - einfach mit der Faust in die Schüssel schlagen, den Teig noch mal kräftig durchkneten und dann ca. 10 Minuten ruhen lassen (gilt für alle Hefeteige) dann lässt er sich problemlos ausrollen, so dünn wie ihr möchtet.
wünsche euch gutes Gelingen...
murr
Juniormaulwurf
sagt:
sagt: 13.04.2011 12:18
Meine Familie war total begeistert! Ich habe den Teig auf gelöchertem Pizzablech und ohne Löcher gebacken. Mit Löcher war der absolute Favorit!
Super knusprig und lecker :D
Super knusprig und lecker :D
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