Quittenmus mit gebratener Blutwurst (oder mit Chorizo)
Spanien lässt grüßen - auch für Fingerfood (Canapés) geeignet.| 1,2 kg | Quitte(n) (ca. 4 Stück), vorzugsweise Birnenquitten |
| 60 g | Zucker, (nach Geschmack auch mehr) |
| 750 ml | Wein, weiß, nicht zu trocken (z. B. Scheurebe) |
| 3 Zweig/e | Rosmarin |
| 1 Prise | Salz |
| evtl. | Zitronensaft, zum Abschmecken |
| evtl. | Chili, aus der Mühle (oder Pulver) |
| 400 g | Blutwurst, im Ring (nach Belieben auch mehr) ersatzweise Chorizo oder Serranoschinken |
| Weißbrot / Baguette |
Zubereitung
In Spanien isst man gerne "Membrillo" (Quittenspeck) zu herzhaftem Käse oder Wurstwaren. Das Rezept ist dieser Kombination nachempfunden.
Quitten mit einem Küchentuch gründlich abreiben und vom Flaum befreien (wer will, kann sie schälen, ist aber nicht nötig), vierteln, entkernen, in grobe Stücke schneiden (das geht leichter, wenn man vorher die Quitten jeweils kurz in die Mikrowelle legt, ca. 30 Sekunden lang).
Mit Zucker, dem Weißwein (Scheurebe, Silvaner, Riesling...) und Rosmarin weich kochen (1 Zweig Rosmarin übriglassen für die Dekoration). Das dauert etwa 30 Minuten.
Das Ganze pürieren und nach Geschmack mit Chili, Zitronensaft und Zucker abschmecken (je nach gewähltem Wein und persönlichem Geschmack kann noch mehr Zucker nötig sein). Wer die scharfe Chorizo nimmt, sollte mit Chili beim Quittenmus etwas vorsichtiger sein. Man kann Chili auch ohne weiteres ganz weglassen.
Die Blutwurst oder Chorizo in Scheiben von ca. 1/2 cm schneiden (Blutwurst evtl. häuten, aber dann zerfällt sie leichter) und in einer beschichteten Pfanne kurz braten, wer will, unter Zugabe von etwas Öl.
Tipp:
man kann die Blutwurst viel schneller auch einfach in der Mikrowelle erhitzen kann (gut 30 Sekunden, je nach Stärke des Geräts).
Die Blutwurstscheiben auf dem Püree mit etwas Rosmarin anrichten.
Wer weder Blutwurst noch Chorizo mag, kann das Püree auch mit luftgetrocknetem Schinken wie Parma- oder Serranoschinken servieren.
Dazu passt Weißbrot.
Die angegebenen Mengen sind je nach Appetit ausreichend für ein Hauptgericht.
Das Rezept eignet sich aber auch als Vorspeise (dann genügen 2 Quitten und etwas weniger Blutwurst).
Wenn man das Rezept als Fingerfood machen möchte, dann etwa folgende Mengen rechnen:
Für 16 Weißbrotscheiben braucht man 300 - 400 g Blutwurst, aber nur die halbe Menge an Quitten.
Die Brotscheiben werden dann nach Wunsch vorher geröstet (Pfanne, Ofen oder Toaster), mit der Blutwurst belegt und das etwas abgekühlte Quittenmus und Rosmarin zur Dekoration darauf verteilt.
Und noch ein Tipp zum Schluss:
Das Quittenmus lässt sich auch mal mit weihnachtlichen Gewürzen wie Zimt, Nelke, Piment und Sternanis zubereiten.
Quitten mit einem Küchentuch gründlich abreiben und vom Flaum befreien (wer will, kann sie schälen, ist aber nicht nötig), vierteln, entkernen, in grobe Stücke schneiden (das geht leichter, wenn man vorher die Quitten jeweils kurz in die Mikrowelle legt, ca. 30 Sekunden lang).
Mit Zucker, dem Weißwein (Scheurebe, Silvaner, Riesling...) und Rosmarin weich kochen (1 Zweig Rosmarin übriglassen für die Dekoration). Das dauert etwa 30 Minuten.
Das Ganze pürieren und nach Geschmack mit Chili, Zitronensaft und Zucker abschmecken (je nach gewähltem Wein und persönlichem Geschmack kann noch mehr Zucker nötig sein). Wer die scharfe Chorizo nimmt, sollte mit Chili beim Quittenmus etwas vorsichtiger sein. Man kann Chili auch ohne weiteres ganz weglassen.
Die Blutwurst oder Chorizo in Scheiben von ca. 1/2 cm schneiden (Blutwurst evtl. häuten, aber dann zerfällt sie leichter) und in einer beschichteten Pfanne kurz braten, wer will, unter Zugabe von etwas Öl.
Tipp:
man kann die Blutwurst viel schneller auch einfach in der Mikrowelle erhitzen kann (gut 30 Sekunden, je nach Stärke des Geräts).
Die Blutwurstscheiben auf dem Püree mit etwas Rosmarin anrichten.
Wer weder Blutwurst noch Chorizo mag, kann das Püree auch mit luftgetrocknetem Schinken wie Parma- oder Serranoschinken servieren.
Dazu passt Weißbrot.
Die angegebenen Mengen sind je nach Appetit ausreichend für ein Hauptgericht.
Das Rezept eignet sich aber auch als Vorspeise (dann genügen 2 Quitten und etwas weniger Blutwurst).
Wenn man das Rezept als Fingerfood machen möchte, dann etwa folgende Mengen rechnen:
Für 16 Weißbrotscheiben braucht man 300 - 400 g Blutwurst, aber nur die halbe Menge an Quitten.
Die Brotscheiben werden dann nach Wunsch vorher geröstet (Pfanne, Ofen oder Toaster), mit der Blutwurst belegt und das etwas abgekühlte Quittenmus und Rosmarin zur Dekoration darauf verteilt.
Und noch ein Tipp zum Schluss:
Das Quittenmus lässt sich auch mal mit weihnachtlichen Gewürzen wie Zimt, Nelke, Piment und Sternanis zubereiten.
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Kommentare anderer Nutzer
axel-42
sagt:
sagt: 17.12.2008 15:33
Hallo Frank
Was kann man denn als Ersatz für Quitten nehmen!!???
LG axel
Was kann man denn als Ersatz für Quitten nehmen!!???
LG axel
frankophil
sagt:
sagt: 17.12.2008 16:17
Hallo Axel,
zwar heiße ich nicht Frank, denn ich bin eine Frau, aber deshalb will ich dir ja trotzdem antworten :).
Äpfel mit Blutwurst sind auch eine klassische Kombination. Du kannst also auch Äpfel in Scheiben anbraten, Apfelmus machen so wie in meinem Rezept - oder sogar Bratäpfel aus dem Ofen mit Blutwurst etc. servieren.
Viele Grüße
Franka (wenn schon Abkürzung)
zwar heiße ich nicht Frank, denn ich bin eine Frau, aber deshalb will ich dir ja trotzdem antworten :).
Äpfel mit Blutwurst sind auch eine klassische Kombination. Du kannst also auch Äpfel in Scheiben anbraten, Apfelmus machen so wie in meinem Rezept - oder sogar Bratäpfel aus dem Ofen mit Blutwurst etc. servieren.
Viele Grüße
Franka (wenn schon Abkürzung)
frankophil
sagt:
sagt: 17.12.2008 17:00
Noch ein Tipp für die Blutwurst: Ich habe festgestellt, dass man sie gar nicht in der Pfanne braten muss. Die Scheiben kurz in der Mikrowelle erhitzen - hat auch noch den Vorteil, dass die Wurst nicht zerfällt beim Wenden.
Nochmals Grüße von
frankophil
Nochmals Grüße von
frankophil
frankophil
sagt:
sagt: 20.12.2008 21:42
Sorry, ich habe gar nicht gemerkt, dass der "hilfreiche Geist" oder "Wichtel" diesen Tipp auch schon in meinem Rezept-Text untergebracht hatte (danke!) .... Jetzt habe ich so lange an dem Rezept-Text gefeilt, auch noch mit Hilfe der CK-Redaktion, jetzt kann doch eigentlich gar nichts mehr schiefgehen - so hoffe ich!!
Zu Axels Frage und zum Bratapfel ist mir noch eingefallen, dass man tatsächlich auch Blut- oder wer mag auch Leberwurst in einen Apfel füllen kann (so wie süße Füllung auch)....
Viel Spaß beim Nachkochen meines (sicherlich nicht sehr "mainstreamigen") Rezepts wünscht
frankophil
Zu Axels Frage und zum Bratapfel ist mir noch eingefallen, dass man tatsächlich auch Blut- oder wer mag auch Leberwurst in einen Apfel füllen kann (so wie süße Füllung auch)....
Viel Spaß beim Nachkochen meines (sicherlich nicht sehr "mainstreamigen") Rezepts wünscht
frankophil
03.11.2009 21:55
Hallo frankophil,
vielen Dank für dieses sehr interessante Rezept. Da ich eine größere Menge Quitten geschenkt bekommen habe und aktuell die passende Wurst fehlt, habe ich beschlossen das Mus haltbar zu machen.
Die Rosmarinnadeln habe ich abgezupft und später mitpüriert. Statt Chili habe ich einen TL Chiliflocken verwendet, mit dem Salz war ich großzügiger und habe gleich einen TL mitgekocht. Auf den Zitronensaft konnte ich verzichten und habe lieber noch mit schwarzem Pfeffer gewürzt.
Als Wein habe ich eine Flasche Huxelrebe verwendet.
Nach dem Pürieren habe ich das Püree in Twist-Off-Gläser gefüllt und diese bei 90 Grad für 30 Minuten im Einkochautomaten eingekocht. Ich gehe davon aus, daß das Püree so ein Jahr haltbar ist.
Freue mich schon darauf, es mit Chorizo zu verkosten.
lg
bushcook
vielen Dank für dieses sehr interessante Rezept. Da ich eine größere Menge Quitten geschenkt bekommen habe und aktuell die passende Wurst fehlt, habe ich beschlossen das Mus haltbar zu machen.
Die Rosmarinnadeln habe ich abgezupft und später mitpüriert. Statt Chili habe ich einen TL Chiliflocken verwendet, mit dem Salz war ich großzügiger und habe gleich einen TL mitgekocht. Auf den Zitronensaft konnte ich verzichten und habe lieber noch mit schwarzem Pfeffer gewürzt.
Als Wein habe ich eine Flasche Huxelrebe verwendet.
Nach dem Pürieren habe ich das Püree in Twist-Off-Gläser gefüllt und diese bei 90 Grad für 30 Minuten im Einkochautomaten eingekocht. Ich gehe davon aus, daß das Püree so ein Jahr haltbar ist.
Freue mich schon darauf, es mit Chorizo zu verkosten.
lg
bushcook
frankophil
sagt:
sagt: 03.11.2009 23:09
Hallo bushcook,
freut mich, dass du mein Rezept probiert hast (oder Teile davon).
Ich denke, wenn man das Püree für sich alleine nimmt, wie du es gemacht hast, dann ist schon eine andere Würzung notwendig, z. B. mehr Salz, wie du schreibst (das sonst ja in der Wurst oder dem Schinken reichlich enthalten ist) oder auch Pfeffer (wovon die meisten Blutwürste auch sehr viel enthalten).
Wie intensiv der Rosmarin-Geschmack wird, wenn man ihn mitpüriert, kann ich mir jetzt nicht in der Theorie vorstellen, aber ich denke mal, wenn man intensiven Rosmarin-Geschmack mag, kann das auch sehr reizvoll sein.
Ich bin gespannt, wie dir die Variante mit der Wurst dann gefällt (ich persönlich finde ja Blutwurst um vieles interessanter als Chorizo, aber die mag halt nicht jeder.... Chorizo ist Paprika-lastig, die Blutwurst "pfeffriger").
Und ich glaube, wenn du Huxelrebe genommen hast, die ja meist seehr süß daherkommt, dann könnte dem Mus bei der endgültigen Verkostung vielleicht ein wenig Säure von Zitrone doch ganz gut bekommen. Probier's doch mal aus!
Die Idee mit dem Konservieren finde ich sehr gut und werde ich bestimmt mal nachmachen - danke dir für den Tipp!
Liebe Grüße von
frankophil
freut mich, dass du mein Rezept probiert hast (oder Teile davon).
Ich denke, wenn man das Püree für sich alleine nimmt, wie du es gemacht hast, dann ist schon eine andere Würzung notwendig, z. B. mehr Salz, wie du schreibst (das sonst ja in der Wurst oder dem Schinken reichlich enthalten ist) oder auch Pfeffer (wovon die meisten Blutwürste auch sehr viel enthalten).
Wie intensiv der Rosmarin-Geschmack wird, wenn man ihn mitpüriert, kann ich mir jetzt nicht in der Theorie vorstellen, aber ich denke mal, wenn man intensiven Rosmarin-Geschmack mag, kann das auch sehr reizvoll sein.
Ich bin gespannt, wie dir die Variante mit der Wurst dann gefällt (ich persönlich finde ja Blutwurst um vieles interessanter als Chorizo, aber die mag halt nicht jeder.... Chorizo ist Paprika-lastig, die Blutwurst "pfeffriger").
Und ich glaube, wenn du Huxelrebe genommen hast, die ja meist seehr süß daherkommt, dann könnte dem Mus bei der endgültigen Verkostung vielleicht ein wenig Säure von Zitrone doch ganz gut bekommen. Probier's doch mal aus!
Die Idee mit dem Konservieren finde ich sehr gut und werde ich bestimmt mal nachmachen - danke dir für den Tipp!
Liebe Grüße von
frankophil
12.11.2009 21:07
Hallo frankophil,
heute haben wir das erste Glas von dem Mus aufgemacht. Dazu gab es gebratene Chorizo.
Das hat uns sehr gut geschmeckt. Der Quittengeschmack kam gut durch und auch die notwendige Säure war vorhanden. Auch mit der Konsistenz war ich sehr zufrieden, am Anfang hatte ich Angst, daß es zu dünnflüssig ist.
Es freut mich sehr, daß ich jetzt etwas Besonderes im Vorratsschrank habe um daraus schnell was zu zaubern.
lg
bushcook
P.S. Ich habe leider gar nicht mitbekommen, daß Du mir geantwortet hast, weil Du einen neuen Kommentar eröffnet hast. Wenn Du auf einen Kommentar antwortest (2. Funktion), dann bekommt der kommentierende User auch automatisch eine KM.
heute haben wir das erste Glas von dem Mus aufgemacht. Dazu gab es gebratene Chorizo.
Das hat uns sehr gut geschmeckt. Der Quittengeschmack kam gut durch und auch die notwendige Säure war vorhanden. Auch mit der Konsistenz war ich sehr zufrieden, am Anfang hatte ich Angst, daß es zu dünnflüssig ist.
Es freut mich sehr, daß ich jetzt etwas Besonderes im Vorratsschrank habe um daraus schnell was zu zaubern.
lg
bushcook
P.S. Ich habe leider gar nicht mitbekommen, daß Du mir geantwortet hast, weil Du einen neuen Kommentar eröffnet hast. Wenn Du auf einen Kommentar antwortest (2. Funktion), dann bekommt der kommentierende User auch automatisch eine KM.
frankophil
sagt:
sagt: 12.11.2009 23:48
Oh sorry, das mit dem Kommentar habe ich falsch gemacht! - Im Prinzip weiß ich ja, wie es geht :) !
Ich freue mich, dass es geschmeckt hat.
In meinem Keller liegen noch unverarbeitet Quitten herum - da müsste ich jetzt mal ran!!
Und von Blutwurst lässt du dich nicht überzeugen??
Lieben Gruß von frankophil
Ich freue mich, dass es geschmeckt hat.
In meinem Keller liegen noch unverarbeitet Quitten herum - da müsste ich jetzt mal ran!!
Und von Blutwurst lässt du dich nicht überzeugen??
Lieben Gruß von frankophil
13.11.2009 08:16
frankophil
sagt:
sagt: 30.12.2009 14:52
07.09.2010 16:48
Liebe frankophil,
gestern war es soweit. Es gab erstmalig das Quittenmus mit Blutwurst und es hat meinen 10 Gästen und mir sehr gut geschmeckt.
Ich habe dafür ein Glas verwendet das ich letztes Jahr eingeweckt hatte. Es war immer noch perfekt im Geschmack.
Wenn ich heuer wieder Quitten bekomme, werde ich Dein Quittenmus wieder machen und einwecken. Das hat sich für mich sehr bewährt. So habe ich schnell ein schönes Amuse gemacht.
lg
bushcook
gestern war es soweit. Es gab erstmalig das Quittenmus mit Blutwurst und es hat meinen 10 Gästen und mir sehr gut geschmeckt.
Ich habe dafür ein Glas verwendet das ich letztes Jahr eingeweckt hatte. Es war immer noch perfekt im Geschmack.
Wenn ich heuer wieder Quitten bekomme, werde ich Dein Quittenmus wieder machen und einwecken. Das hat sich für mich sehr bewährt. So habe ich schnell ein schönes Amuse gemacht.
lg
bushcook
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750 ml Weißwein ist die Untergrenze an Flüssigkeit, die man braucht, besser sogar 800 ml oder mehr - das hängt auch von der Saftigkeit der Quitten ab. Wer keine 2. Weinflasche öffnen will, nimmt einfach ein wenig Wasser dazu und ergänzt mit Zitronensaft.
Viel Erfolg und Spaß beim Nachkochen!
Grüße von frankophil
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