Schwarzbrot - nur mit Sauerteig

ergibt zwei Laibe à 1,2 kg

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Zutaten für Portionen

50 g Sauerteig -Anstellgut
390 g Mehl, (Roggenvollkornmehl)
400 g Roggenschrot, grob
600 g Mehl, (Weizenvollkornmehl)
240 g Sonnenblumenkerne
1000 ml Wasser
60 g Zuckerrübensirup
35 g Malz, (Gerstenmalz-Extrakt)
35 g Salz

Zubereitung

Geht in Richtung Pumpernickel, doch lockerer und weniger süß... Wer zum Sonntags-Frühstück dieses Brot genießen möchte, sollte am Mittwoch anfangen...

Nachmittag:
Anstellgut mit 100 g Roggenmehl und 150 ml handwarmem Wasser verrühren, abgedeckt 6 Stunden lang bei ca. 35°C gären lassen (auf dem Kachelofen oder im Backofen nur mit eingeschalteter Lampe)

Abend:
130 g Roggenmehl und 85 ml warmes Wasser untermischen, 12 Stunden lang abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen

Morgen:
160 g Roggenmehl und 210 ml warmes Wasser unterrühren, 3 Stunden lang abgedeckt bei 35°C blubbern lassen.
Roggenschrot mit 300 ml heißem Wasser vermengen, abgedeckt quellen lassen.

Mittag:
Zuckerrübensirup und Gerstenmalz-Extrakt in 100 ml kochendem Wasser auflösen. Vom Sauerteig 50 g Anstellgut abnehmen und für das nächste Mal kühlstellen. Alle Zutaten sowie die übrigen 155 ml Wasser gut miteinander vermischen.
In zwei eingefettete bzw. mit Trennspray ausgesprühte Kastenformen geben und mit der nassen Hand glatt streichen - wer keine Chrombackformen verwendet, sollte die Formen mit Backpapier auslegen: Einfach die Form auf das Papier legen, mit Bleistift den Boden anzeichnen, dann nach allen Seiten kippen und die Seitenteile anzeichnen, ausschneiden, falzen.

Mit Frischhaltefolie abdecken und so lange gehen lassen, bis der Teig um ca. 1/3 aufgegangen ist - eine zu zwei Dritteln mit Teig gefüllte Form, sollte dann knapp voll sein. Bei mir dauert das 6 Stunden.

Spätnachmittag:
Ofen auf 150°C vorheizen. Teigoberfläche mit Wasser besprühen, ggfs. mit Sonnenblumenkernen oder Getreideflocken bestreuen und leicht andrücken. Die Backformen mit den Deckeln zudecken (deckellose Formen sehr gut in Alufolie einwickeln). Zunächst eine Stunde lang backen lassen, dann den Ofen auf 120°C zurückschalten. 12 - 13 Stunden lang fertig backen lassen.

Morgen:
Ofen ausschalten, die Brote im Ofen völlig auskühlen lassen. Die Brote in 6-Liter-Gefrierbeutel packen und 1 - 2 Tage ruhen lassen, erst dann anschneiden. Anfangs klebt das Brot sonst fürchterlich.

Wer die lange Backzeit scheut (aber es lohnt sich auf jeden Fall!), kann stattdessen bei 175°C 3 - 3 1/2 Stunden backen.
Arbeitszeit: ca. 25 Min.
Ruhezeit: ca. 1 Tag 21 Std.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 08.11.08
Rezept-Statistiken: 12.172 (452)* gelesen
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Verfasser:

Hias2000  Chefkoch


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Kommentare anderer Nutzer

Hias2000  Chefkoch sagt:  
15.06.2009 08:26
Hilfreicher Kommentar:

WICHTIGER HINWEIS

Hallo liebe BrotbäckerInnen!

Habe mal wieder dieses Brot gebacken, in größeren Mengen, da meine Nachbarinnen immer schnorren, wenn ich dieses Brot herstelle ;-) Es ist wirklich schön, wie wenig Arbeit dieses Rezept macht, auch wenn es etwas kompliziert klingt.

ALUFOLIE

Bitte unbedingt auf den Teig in den Backformen ein zugeschnittenes, feuchtes Backpapierblatt legen, erst dann in Alufolie einwickeln. Diesmal ist der Teig höher aufgegangen und an die Alufolie gestoßen - der Sauerteig hat regelrecht Löcher in die Folie gefressen. Besser ist natürlich eine Chrombackform mit dicht schließendem Deckel.

BACKZEIT

Diesmal habe ich 150°C zu backen angefangen, dann drei Stunden lang bei 120°C, dann noch 18 Stunden lang bei 100°C, insgesamt also 22 Stunden lang - der Geschmack ist noch besser geworden, das Brot saftiger und die Außenseiten überhaupt nicht mehr dunkel geworden. Da der Ofen ja immer nur kurz aufheizt, wenn die Temperatur absinkt, halten sich auch die Stromkosten im Rahmen.

Gruß - Hias

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Elmshörnchen  Hendlgriller sagt:  
19.09.2009 15:22
Hallo Hias,

da ich gerne Vollkornbrot esse, werde ich dein Rezept auf jeden Fall ausprobieren. Wie dicht dürfen die Formen stehen??? Ich hab 3 die nebeneinander in meinen Backofen passen... aber da ist halt nicht viel Abstand zwischen.

Die Temperaturangaben = Unter-Oberhitze??? oder Umluft???

LG Ina

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Hias2000  Chefkoch sagt:  
19.09.2009 17:44
Hallo Ina,

hier ist es vollständig egal, wie dicht Du die Formen stellst und ob Du mit Heißluft oder Ober-/Unterhitze backst. Über die lange Backzeit verteilt sich die Hitze gleichmäßig im Ofen.

Die Ober-/UInterhitze, die fürs Brotbacken ansonsten empfohlen wird, gibt - um es laienhaft auszudrücken - neben der Backraumtemperatur auch Strahlungshitze ab, was der Rösche freigeschobener Brote dient.

In diesem Fall, da die Brote komplett abgeschottet, also in geschlossenen Formen, gebacken werden, ist dies egal.

Die angegebenen Temperaturen bleiben gleich.

Gute Backerfolge wünscht der Hias!

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Merceile  Sternekoch sagt:  
11.06.2010 18:36
Hallo Hias,

ich möchte dein Brotrezept sehr gerne ausprobieren. Bei Nutzung von Nachtstrom schreckt mich auch die lange Backzeit mit der niedrigen Temperatur nicht mehr großartig.

Folgende Frage: Hast du vielleicht schon mal versucht das Gerstenmalz-Extrakt durch normales Backmalz (ich stelle es aus gekeimter Gerste selber her) zu ersetzen – oder wo würde man das Extrakt bekommen?

Hast du vielleicht schon mal versucht einen Teil der Flüssigkeit durch Malzbier zu ersetzen oder etwas anderes als Sonnenblumenkerne hinein zu geben?

Liebe Grüße - Merceile

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Hias2000  Chefkoch sagt:  
11.06.2010 21:24
Hallihallo Merceile,

das würde mich sehr freuen, wenn Du das Rezept testen würdest - bisher hat das offenbar noch niemand getan.

Leider habe ich noch nie normales Backmalz verwendet, auch habe ich noch nicht ausprobiert, Bier statt Wasser zu verwenden oder andere Körner in den Teig zu tun.

Der Gerstenmalzextrakt ist von Demeter, Du bekommst ihn in Reformhäusern oder Bioläden.

Tut mir sehr leid, Dir hier nicht weiterhelfen zu können.

Herzlich - Hias

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Merceile  Sternekoch sagt:  
12.06.2010 00:10
Hallihallo Hias,

danke für deine schnelle Auskunft! Ich werde das Brot garantiert Nachbacken und versuchen das Extrakt im Reformhaus zu bekommen. Ich bin sehr sicher, dass es gut schmecken wird. Nur muss ich probieren, ob das Extrakt den Brotteig nicht nur zusätzlich färbt – sondern auch wie es sich in der Kombination mit der Menge an Rübenkraut verhält und ob ich vielleicht später eigene Experimente mit dem Grundrezept versuche. Ich werde berichten, denn es wäre wirklich genial selbst ein Schwarzbrot mit Pumpernickel-Charakter backen zu können.

Liebe Grüße - Merceile

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Merceile  Sternekoch sagt:  
17.06.2010 22:51
Guten Abend Hias,

eben ein Zwischenbescheid vom Schwarzbrot-Backen, denn gerade befindet sich das Brot in meinem Backofen. Bisher hat alles gut geklappt und das Gerstenmalzextrakt habe ich tatsächlich im Reformhaus erhalten. Übrigens auch ein sehr gesunder Brotaufstrich und als Süßungsmittel für Getränke gut zu verwenden, wie ich auf dem Glas las. Man sollte sicher ein wenig planen, wenn man das Rezept backen möchte, aber auch wenn der Teig bei mir nur 3 Stunden gebraucht hat, bis die Formen fast randvoll gefüllt waren – sehe ich dem Ergebnis jetzt ganz zuversichtlich entgegen.

Eine kleine Änderung musste ich vornehmen, da ich unbedingt noch vorhandenen ein wenig feineren Roggenschrot verbacken wollte und musste 400 ml Wasser für das Quellstück benutzen. Und was ich ehrlich gesagt noch nie gemacht habe - sich den Sauerteig im Backofen mit Lampe vermehren lassen. Bei meinem ST reicht in der Regel eine Raumtemperatur von 20 bis 22°C supergut dafür aus.

Ein großes Kompliment für deine ausführliche Anleitung, die vielleicht zuerst kompliziert aussieht – aber wenn man sich genau daran hält, eine kolossal gute Erleichterung darstellt!!!

Wenn ich jetzt gleich die Küche aufräume, hoffe ich Angsthase – dass ich mein Nachtquartier nicht doch in der Küche aufschlagen werde, weil mir ein klein wenig Bange wird, den Herd die ganze Nacht über unbeaufsichtigt anzulassen. Falls ich mich am Sonntag nicht melde und berichte, wie uns dein Brot dann auch schmeckt – ist vielleicht meine Küche abgefackelt und ich habe gerade ein wenig andere Probleme. ;-)

Liebe Grüße - Merceile

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Merceile  Sternekoch sagt:  
20.06.2010 15:11
Hallo Hias,

heute Morgen haben wir das Schwarzbrot anlässlich eines Frühstücksbrunches verkostet. Die Wartezeit und auch das Backverfahren haben sich in der Tat sehr gelohnt. Es ist wirklich sehr locker und leicht in der Krume geworden. Ich stamme aus der Gegend, wo das sehr kompakte Pumpernickel beheimatet ist und wie du ganz richtig schreibst, ist dein Brot nicht so süß – sondern eher herzhaft, malzig im Geschmack. Uns hat das allen wirklich sehr gut geschmeckt!!!

Beim Anschnitt hatte ich trotz der eingehaltenen Ruhezeit ein paar winzig kleine Probleme, aber das hat nicht weiter gestört – denn das "Knäppchen" und die erste Scheibe ließen sich dann nach einem ersten Naschen auch wunderbar weiter für meine Münsterländer Stippmilch verwenden.

Abschließend also noch mal der herzliche Dank für dieses spezielle Rezept, dass wirklich großen Spaß gemacht hat nachzubacken!

Liebe Grüße – Merceile

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Mari_05 Smutje sagt:  
09.05.2011 18:52
Hallo Hias,

ich habe am Wochenende dieses Brot gebacken, allerdings ohne Sonnenblumenkerne (man sollte die Zutatenliste halt mal genau lesen *gg*). Dafür mit Roggenmalz statt Malzextrakt, das war halt noch da und musste weg.

Es ruht zwar noch im Plastikbeutel, aber ein kleiner Test musste trotzdem sein.

Geschmacklich echt super und schön saftig ist es auch. Ich freu mich schon auf die erste richtige Scheibe.

Gruß, Mari

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Hias2000  Chefkoch sagt:  
27.06.2011 12:47
Hallo Mari,

das freut mich sehr, hoffentlich hat es Euch dann nach der Ruhezeit ebenfalls geschmeckt.

Ich werde dieses Brot in Kürze einmal in der Restwärme meines Steinbackofens backen, der die Wärme über die benötigten 18 - 24 Stunden bestens hält.

Gruß - Hias

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ManniXXL  Chefkoch sagt:  
01.07.2011 09:11
Hallo Hias,

schönes Rezept. Muß ich unbedingt ausprobieren. Nur ein paar Fragen hätte ich noch:

"Zuckerrübensirup" ist das sowas wie Grafschafter Goldsaft?
"Gerstenmalz", ich habe Backmalz aus Gerste, meinst du das?

Ist die Backzeit von der Formgröße abhängig? Wenn der BO schon so lange an ist würde ich gerne mehr auf einmal machen. Aber ich habe nur verschieden große Formen.

Viele Grüße
Manfred

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Hias2000  Chefkoch sagt:  
01.07.2011 09:21
Hilfreiche Antwort:

Hallo Manfred,

ja, ich kaufe auch immer den Grafschafter Goldsaft - original Rheinischer Zuckerrübensirup.

Gerstenmalz-Extrakt von Demeter, gleiche Konsistenz wie Zuckerrübensirup. Mit pulverförmigem Backmalz habe ich es noch nicht probiert.

Die Formgröße ist egal, ich verwende auch verschiedengroße Backformen, steige allerdings nach und nach auf Chrombackformen mit Deckel von Hobbybäcker um.

Bitte meinen ersten Kommentar beachten.

Gutes Gelingen - Hias

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ManniXXL  Chefkoch sagt:  
01.07.2011 09:30
Danke für die Infos. Ich guck gleich mal beim Hobbybäckerversand nach den Formen.

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Riddel  Hendlgriller sagt:  
27.08.2011 19:59
Hallo,

nachdem ich das Rezept schon mehrere Male ausprobiert habe, muß ich endlich auch mal meiner Begeisterung Ausdruck geben: Der Aufwand und die lange Wartezeit haben sich voll und ganz gelohnt.

Ich habe mich dabei genau an die Vorgaben gehalten, nur den Sauerteig einstufig geführt - das Ergebnis: ein einmalig leckeres und herzhaftes Brot.

Die Variante mit der kurzen Backzeit ist auch recht schmackhaft und wird von meiner Tochter bevorzugt, ist aber vom Geschmack her sehr viel milder.

Vielen Dank für dieses geniale Rezept, das ich bestimmt noch oft nachbacken werde.

LG Riddel

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cooky88 Smutje sagt:  
10.04.2012 14:15
Hallo Matthias,

großes Lob für dieses tolle Rezept. Locker und saftig! Schmeckt echt lecker.
Habe es Samstag um 20 Uhr bei 150° in den HBO und Sonntag um 20 Uhr bei 50° wieder rausgeholt. Ein echtes Osternachtsbrot. Der Duft war so himmlisch, daß es mir schwer gefallen ist, es nicht gleich anzuschneiden.
Habe leider die SB-Kerne nicht dran gegeben, da ich beim Einkaufen fest davon überzeugt war, noch welche zu haben. Bis ich dann zu Hause den Schrank geöffnet habe..... Aber beim nächsten Mal probiere ich es mit SB-Kernen.
Es schmeckt super zu Käse und Schinken, aber auch zu Latwerge und Erdnußbutter.
Sicher backen es so wenige nach, weil sie vor der langen Backzeit zurückschrecken.
Ein Rezeptbild habe ich hochgeladen und in mein Album gestellt.

Liebe Grüße

cooky

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