Zwiebelsalat aus dem Hinterland

ohne Wurst- oder sonstige Gemüsebeigaben

Zutaten für Portionen

4 große Gemüsezwiebel(n)
400 g saure Sahne, (2 Becher)
200 g Schmand, (1Becher)
200 g süße Sahne, (1 Becher)
5 EL Essig (Weinessig), hell
5 EL Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
Lorbeerblätter, getrocknet od. frisch
  Salz
  Pfeffer
1 Prise Zucker
 evtl. Chilischote(n) od. Chilipulver

Zubereitung

Die Zwiebeln, möglichst rote od. Gemüsezwiebeln, weil diese etwas milder sind.

Schmand, saure und süße Sahne mit Schneebesen verrühren, Öl u. hellen Essig unterrühren. Mit Salz u. Pfeffer abschmecken, ggf. eine große Prise Zucker dazu.

Zwiebeln klein schneiden, ungefähr 5x5x5 mm und in die o.g. Soße geben, Lorbeerblätter zugeben und gut vermischen; ggf. noch mal abschmecken. Das Ganze dann mit Frischhaltefolie abdecken und im Kühlschrank einen Tag durchziehen lassen.

Wichtig:
mit dem Schmand/saure Sahne u. süße Sahne nicht geizen, die Zwiebeln müssen in dieser Soße fast schwimmen. Jedenfalls so, dass das Endprodukt keine dicke "Pampe" ist, sondern sich gut, z.B. über Kartoffeln, von selbst verteilt. Ggf. noch etwas mehr Soße zubereiten oder weniger Zwiebeln nehmen.

Dazu Pellkartoffeln od. Ofenkartoffeln.
Mir schmeckt dazu noch:
Mettwürstchen in der Pfanne gebraten.

Wer es pikant liebt, kann entweder klein gehackte Chilischoten oder Chilipulver zugeben.
Arbeitszeit: ca. 15 Min.
Ruhezeit: ca. 1 Tag
Schwierigkeitsgrad: simpel
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 03.11.08
Rezept-Statistiken: 17.692 (233)* gelesen
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Verfasser:

fleur1 Sternekoch


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Kommentare anderer Nutzer

HGC1598  Chefkoch sagt:  
08.11.2008 18:22
Dein Rezept hat mich neugierig gemacht und deshalb habe ich es zu kleinen Pellkartoffeln ausprobiert. Der Tip mit der gehackten Chilischote war gut und es gibt für mich eine perfekte Alternative mehr statt Kräuterquark oder Cacik zu Pellemännern.

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fleur1 Sternekoch sagt:  
09.11.2008 01:27
Hallo,

traditionell hat dieser Zwiebelsalat den Ursprung, als Beilage zum sog. Kartoffelbraten gereicht zu werden.
D.h.: Buchenholzmeiler niederbrennen bis eine mehr od. weniger große Menge Holzkohle vorhanden ist. Diese wird mit einer Holzstange, dem "Schürer" breit geschürt, dann werden rohe Kartoffeln (nicht eingepackt) hinein geworfen. Dann wird mit dem Schürer die seitlich liegende glühende Kohle darauf gegeben. Nach ca. 15-20 Min. sind die Kartoffeln gar - wenn auch an manchen Stellen schwarz, so werden sie doch mit der Schale gegessen.
So wird das auch mit Würstchen gemacht, welche allerdings in sog. Butterbrotpapier eingewickelt sind. Über das Brutterbrotpapier kann man auch noch eine Lage Zeitungspapier wickeln, dies dämmt etwas. Interessant ist, daß dieses Papiere ein bißchen ankohlen, aber nicht verbrennen. Zeit für Würstchen: ca. 12-15 Min.
Dazu Herings- und Zwiebelsalat wie oben, sowie viel Bier.
Im Hinterland, besonders in der Gegend um Biedenkopf, sieht man Ende August bis in den Okt. hinein insbesondere an Wochenenden an vielen Stellen die leichten Qualmschwaden der sog. "Brottfeuer" hochsteigen.

VG
fleur

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behrensch Tellerwäscher sagt:  
31.08.2009 20:34
Ich bin eine Birreköpperin und am Samstag gibt es unseren Familenbrott.

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fleur1 Sternekoch sagt:  
01.09.2009 15:09
Hallo behrensch,
da freue ich mich ja sehr, eine Dame aus meiner direkten Heimat gefunden zu haben. So lockt man(n) dieselben mit einem einfachen Rezept :-))
Selbstverständlich wünsche ich Euch bestes Brottwetter und gutes, kühles Bier - wohl vom Hinterländer Brauhaus?

LG fleur

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Claus_Peter  Kaltmamsell sagt:  
12.11.2008 11:47
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Hallo, da ich schon ein paar Deiner interessanten Rezepte nach gekocht habe und sie uns sehr gut geschmeckt haben, lies dieses Rezept mir natürlich auch keine Ruhe bis ich es mal schnell ausprobierte. ja es ging wirklich zügig diese ganze Zubereitung.
Habe rote Zwiebeln verwendet, nicht weil sie eventuell milder sind, sondern in diesem Salat sehr gut aussehen. Die Lorbeerblätter, die ich nahm waren frisch und nicht getrocknet ich habe das Glück einen Lorbeerstrauch bei mir im Garten zu haben. Die Frischen schmecken nur feiner und nicht intensiver.
Da ich aus gesundheitlichen Gründen mich von einigen Kilos trennen muß, habe ich keine Sahne sondern sparsam Schmant verwendet und diesen mit Selterswasser aufgeschlagen, (ein alter Trick) ergibt auch eine cremige Masse und erfüllt für das Auge den gleichen Zweck.
Danke für dieses Rezept lieber Peter
ich kann es nur weiter empfehlen, Du gibst Dir sehr große Mühe!
Es ist wieder eine Bereicherung meines pers. Kochbuchs.
Gruß
Claus_Peter

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fleur1 Sternekoch sagt:  
14.11.2008 09:14
Hallo Claus_Peter,

vielen Dank für Deine netten Zeilen;
die Idee - oder besser - Dein Wissen von Schmand + Selterswasser ist hervorragend. Auch ich muß mehrere Kilos abnehmen, was mir ja nun besonders in der Vor- und Weihnachtszeit besonders schwer fällt.
Auf alle Fälle werde ich mir das mit dem Schmand statt Sahne notieren und beherzigen.
Vielen Dank noch mal
LG fleur

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ritel  Chefkoch sagt:  
01.01.2009 10:27
Hallöchen!

Das Rezept klingt ja lecker. Muß ich im neuen Jahr unbedingt ausprobieren.

LG

Burgy

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fleur1 Sternekoch sagt:  
12.02.2009 03:18
Hi Burgy,

tu das - gibst mal ne Rückmeldung?
VG fleur

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drad1 Tellerwäscher sagt:  
21.10.2009 17:24
Hilfreicher Kommentar:

Gott sei Dank ein Rezept ohne Mirakel Wip und 250 gr Fleischwurst! Ich habe den Eindruck, wenn ich so die andere n Rezeptangebote lese, dass der eine vom anderen angeschrieben hat. Hier endlich ein Rezept das ursprünglich scheint.

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fleur1 Sternekoch sagt:  
22.10.2009 06:48
Hilfreiche Antwort:

Hallo drad1,
vielen Dank für Deine netten und richtigen Worte. Mir erging es ebenso als ich das Suchwort "Zwiebelsalat" eingab. Mein Eindruck ist, fast alle eingestellten Zwiebelsalatrezepte sind eigentlich Wurstsalate mit Zwiebeln.
Wenn sich der "Titel" Zwiebelsalat nennt, dann sollte dies doch auch die Hauptsache darstellen, oder?
Mein Rezept, bzw. diesen Zwiebelsalat, kenne ich aus meiner Heimat, und es ist wirklich uralt. Nur war es früher mühsam, Man mußte die frisch gemolkene (noch mit Hand) Milch in irdenen Schüsseln stehen lassen bis sich oben Rahm bildete - der wurde dann mit einem Eßlöffel vorsichtig abgeschöpft. Ich habe diese Mühsal als Kind noch miterlebt. Die ""Miracel-Whip-Generation"" kann sich davon sicherlich keine Vorstellung mehr machen.

Beste Grüße
fleur

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