Fruchtige Putenbrust, geschmort

Pedro's Brust

Zutaten für Portionen

1 kg Putenbrust
Orange(n)
2 Zehe/n Knoblauch
½ TL Piment
  Salz
  Chilipulver
Kiwi
50 g Rosinen
  Ingwer
  Butter
  Curry (Elefantencurry)
  Orange(n) - Scheiben

Zubereitung

Generationen von Kindern haben mit Mr. Big's Enkeln aus dem Film Giganten gelitten, als der Puter Pedro an Thanksgiving schön braun gebraten und gefüllt auf dem Tisch stand. Ich auch. Nun ist es mir gelungen ihm ein kleines, bescheidenes Denkmal zu setzen, das ich gleichzeitig als Einstand einbringe.
Mit einem etwa 1 kg Teil Pedro's Brust tun wir erst mal, was ein ordentlicher Mensch vor dem Essen immer tut: waschen und trocken tupfen. Dann wird die Brust mit Salz, in dem eine Zehe Knoblauch zerdrückt wurde, Chilipulver, Piment und einem Hauch Zimt eingerieben und nach kurzer Ruhezeit von allen Seiten schön braun angebraten.
Daneben wird im Saft einer Orange ein Teelöffel Honig aufgelöst, mit Ingwer und Quatres Epices gewürzt.
Jetzt sollten wir die Brust schleunigst mit ¼ l Wasser ablöschen und nach dem Abdampfen mit dem gewürzten Orangensaft leicht begießen. Das wiederholen wir während der etwa ¾ -stündigen Schmorzeit solange, bis nix mehr davon da ist. Dabei die Schmorflüssigkeit kontrollieren und evtl. ergänzen. Ganz gut dazu würde sich ein weißer Dessertwein eignen, aber Wasser tut es auch.
In einer Kasserolle schmoren wir derweil eine geschälte, in kleine Würfel geschnittene Kiwi mit einer Handvoll Rosinen weich, löschen mit dem Saft von 3 Orangen ab, würzen nur mit wenig Ingwer und etwas mehr zerdrücktem Knoblauch und Elefantencurry und lassen bis zu cremiger Konsistenz rasch reduzieren.
Die Brust nun warm stellen, mit dem Schmorfond die Orangen-Kiwicreme angießen, evtl. noch reduzieren oder wenn einer gern Sauce mag, mit Maismehl abbinden. Dann aber bitte noch mit Ingwer nachwürzen.
Die Brust in Scheiben schneiden, mit Orangenscheiben garnieren, mit der Creme verzieren.
Als Maisfan schlage ich als Beilage Tortillas, Maispfannkuchen oder Polenta vor. Meine Frau bevorzugt als Nudelfan Farfalle oder Fusilli, Reis ist auch empfehlenswert.
Als Salat alle fruchtig mit Apfel- oder Melonenschnitzen angemachten Blattsalate. Mein Favorit ist Chicoree mit Melone, fruchtiger Marinade und Kernöl.
Arbeitszeit: ca. 25 Min.
Schwierigkeitsgrad: pfiffig
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 15.04.03
Rezept-Statistiken: 39.649 (156)* gelesen
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Verfasser:

midgard2kopf Chefkoch


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Kommentare anderer Nutzer

motti Tellerwäscher sagt:  
11.12.2004 20:53
Hi,
das Rezept hört sich lecker an, werde es morgen ausprobieren.

Grüße Motti

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erikagertrud Tellerwäscher sagt:  
09.06.2005 10:28
Hab´s gestern gekocht - hmmmmm!!!! Ich hätte mich in der Sauce wälzen können, so lecker ist die!

Bei uns gab´s Nudeln dazu.

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lachende_koechin Kaltmamsell sagt:  
25.06.2005 09:57
Das Gericht war wirklich herrlich. Das Fleisch war toll zart und gut gewürzt, die Sosse ein Gedicht.

Auf Quatre-Epice habe ich verzichtet, weil ich den Geschmack von Muskat nicht haben wollte. Ich habe Pfeffer und gemahlenen Ingwer als Gewürz genommen. Das hat vollkommen gereicht.
Leider hatte ich keine Kiwi. Deshalb gab es bei mir Pfirsich, was aber auch sehr gut zu Pute passt. Nächstes mal mache ich es aber mit Kiwi... bin gespannt wie die Sosse dann aussieht und schmeckt.

Vielen Dank für das Rezept!
LG
Christine

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Kochmaus1000 Suppenkoch sagt:  
03.11.2005 16:07
Hilfreicher Kommentar:

Das hört sich ja traumhaft an. Aber was ist Elefantencurry????
Ist das das Currykraut mit Nadeln.
LGKochmaus1000

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curiosia Kaltmamsell sagt:  
28.09.2006 07:20
Klingt erstmal lecker!
Wenn ich denn nun wüßte, was Quatre-Epice und Elefantencurry ist, und wo ich solches
kaufen kann.......
könnte ich es ja mal nachkochen.

Neugierige Grüße von curiosia

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midgard2kopf Chefkoch sagt:  
28.09.2006 11:05
Hilfreicher Kommentar:

Hallo,

Elefantencurry ist die (Standard)Curry-Gewürzmischung, die man überall kaufen kann und quatres epices (vier Gewürze) ist eine Gewürzmischung, die in Frankreich weit verbreitet ist. Die bekommt man in besser sortierten Supermärkten oder im Gewürzhandel. Mit diesem Rezept kann man sie auch selber machen:
5 Teile schwarzer Pfeffer
2 Teile geriebene Muskatnuss
1 Teil Gewürznelken (gemahlen)
1 Teil getrockneter Ingwer (gemahlen)
wobei diese Mischung auch noch mit Zimt und/oder Nelkenpfeffer ergänzt werden kann.

VG
m2k

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curiosia Kaltmamsell sagt:  
18.10.2006 13:17
DANKE m2k *freu*

dann steht dem Kochvergnügen am Wochenende jetzt nichts mehr im Wege!

lg von curiosia

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curiosia Kaltmamsell sagt:  
23.10.2006 08:02
Hallo midgard2kopf,

wie versprochen habe ich gestern diese tolle Putenbrust zubereitet.
Das Fleisch war zart, aber kurz vorm trocken werden. Ich werde das nächste Mal die Garzeit um 10 Min. kürzen, bzw. mit einem Bratthermometer den Garzustand prüfen ;-)
Trotzdem hatte ich noch nie so eine zarte Putenbrust!

Die Soße hatte eine sehr interessante fruchtig-scharfe Note, die uns sehr gut geschmeckt hat.
Mir persönlich fehlte das warme Aroma von frischem Ingwer, da ich leider diesen beim Einkaufen vergessen, und statt dessen nur getrockneten Ingwer benutzt habe. (Ist Göga aber nicht aufgefallen)
Ich hatte Akazienhonig verwendet, weil ich den aufdringlich süßen Geschmack von "normalem" Honig nicht mag, aber beim Abschmecken gab ich dann doch noch etwas Honig zu, weil eine kleinigkeit Süße fehlte.
Die Soße war übrigens absolut ausreichend, leider hatte ich die Brust gleich mit der gesammten Menge Wasser abgelöscht, das werde ich beim nächsten Mal etwas rationieren, und lieber zwischendurch nachgießen (oder wie empfohlen mit einigen Schlückchen Wein)

Fazit: Das Rezept ist wirklich zu empfehlen, Göga und ich waren begeistert von Soße und Fleisch. Junior lobte immerhin das Fleisch ( mit Soßen hat es unser Nachwuchs nicht so )!

Trotz meiner Abneigung gegen "1000 Zutaten" ;-)
Dieses Gericht wird es bei uns bald wieder geben, dann jedoch mit frischem Ingwer, süßem Honig und evtl. doch einem Schlückchen Wein.

Ach so, bei uns gab es Reis dazu, sowie einen Eisbergsalat mit Orangen-Honig-Dressing.

liebe Grüße und vielen Dank für dieses einfache und doch so leckere Rezept!

curiosia

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