Haggis

Das Nationalgericht der Schotten

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Zutaten für Portionen

Magen, vom Schaf
Leber vom Schaf
Herz(en) vom Schaf
200 g Fett vom Schaf (Nierenfett,möglichst von der Rinde)
¾ Tasse Hafer, gemahlener
Zwiebel(n), fein gehackt
1 TL Salz
½ TL Pfeffer
¼ TL Cayennepfeffer
½ TL Muskat
¾ Tasse Brühe

Zubereitung

Waschen Sie den Schafsmagen und entfernen Sie überschüssige Hautlappen und überschüssiges Fett. Reiben Sie ihn mit Salz ein und lassen Sie ihn mehrere Stunden in Salzwasser einweichen. Dann von innen nach außen umstülpen ("auf links drehen").

Zwischenzeitlich legen Sie die Leber und das Herz in kaltes Wasser und bringen dies zum Kochen. Dann die Hitze reduzieren und den Topf mit einem Deckel abdecken. Für 30 Minuten köcheln lassen. Das Herz klein hacken und die Leber grob zerkleinern. Jetzt das Hafermehl unter Rühren in einer Pfanne goldgelb rösten.

Alle Zutaten incl. der Brühe, des gehackten Nierenfetts, der Zwiebeln und der Gewürze gut mischen und in den leeren Magen einfüllen. Achten Sie darauf, dass der Magen nur zu 2/3 gefüllt ist, weil sich das Hafermehl noch ausdehnen wird. Füllen Sie den Schafsmagen zu stark, wird er Ihnen später explodieren. Die Luft sorgfältig heraus drücken und den Magen fest zunähen oder zubinden.

Nachdem Sie den Magen nun vollständig bedeckt in einen Topf mit Wasser gelegt haben, kochen Sie ihn bei kleiner Hitze und ohne Deckel über drei Stunden. Füllen Sie hierbei verdampfendes Wasser ständig nach. Wenn sich die Hülle aufbläht, stechen Sie ein paar Mal mit einer Nadel oder Gabel hinein.

Platzieren Sie den Haggis ohne Fäden auf einer Platte in der Mitte des Tisches. Er wird mit einem Löffel serviert.

Dazu gibt es üblicherweise "neeps and nips", weiße Rüben zerstampft, einen Schluck Whisky und Kartoffelbrei.
Arbeitszeit: ca. 1 Std.
Schwierigkeitsgrad: pfiffig
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 29.09.08
Rezept-Statistiken: 23.932 (631)* gelesen
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Verfasser:

Gaggerspatz Tellerwäscher


Mitglied seit 30.05.2008
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Kommentare anderer Nutzer

cremona Suppenkoch sagt:  
04.10.2008 00:48
Die Schotten sind schon harte Gesellen...
Wer das Rezept nachkochen möchte, benötigt u.a. einen Schafmagen. Wo könnte man den evtl. bekommen?

VG, Cremona

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muepfelchen Tellerwäscher sagt:  
18.10.2008 11:42
@cremona: vll. direkt im schlachthaus?

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LoisLane-Kent Hendlgriller sagt:  
19.10.2008 21:47
Hilfreicher Kommentar:

Oder beim Metzger bestellen, ebenso wie das Nierenfett und die anderen Organe, das wird auch nicht "auf Lager" sein, zumindest nicht vom Schaf.
ich habe es schon mal gegessen, es schmeckt ein bisschen wie Leberwurst, nur selber herstellen ginge nicht, wenn ich dem Schaf den Magen umdrehe, wird das selbige mit meinem passieren...

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locona Tellerwäscher sagt:  
13.12.2009 21:52
Ich hab in Schottland auch mal Haggis gegessen, der nicht im Magen war.... die Zutaten waren alle kleingehackt und angebraten... bissl wie Hackfleisch. Dann erspart man sich das "Magen umdrehen" ;-)

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scotlandfan79 Tellerwäscher sagt:  
26.07.2010 21:54
Falsch, JEDER Haggis wird im Schafsmagen gekocht! Was du beschreibst, ist die Servierform, also wie es löffelweise aus dem Magen geholt wird.

Wollte ich nur mal richtigstellen. ;o)

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Hinnerk1810 Sternekoch sagt:  
17.11.2010 13:33
Nein, Scotlandfan, da irrst Du Dich!
Der in schottischen Fleischtheken angebotene Haggis ist in Plastikschläuchen abgefüllt, und wird in denen fertiggegart. (So ähnlich wie beim Saumagen).
Die traditionelle Zubereitung im Schafsmagen gibt es zwar auch noch, gerät aber leider immer mehr in den Hintergrund. Auch an Schottland geht die neuzeitliche Aufwandsvermeidung leider nicht zurück.
Nur noch bei festlichen Anlässen kommt er noch im Schafsmagen zubereitet als "Gesamtkunstwerk" auf die Tafel, wird dort aufgeschnitten und portioniert.

BG Hinnerk

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carmiL Smutje sagt:  
25.08.2010 12:50
Heisst das man isst den Magen dann nicht mit?

VG
Carmen

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scotlandfan79 Tellerwäscher sagt:  
12.09.2010 16:21
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Stimmt, den isst man nicht mit. Der ist einfach nur die Kochhülle.

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virago0802 Tellerwäscher sagt:  
06.10.2010 16:40
Gibt es jemanden der das schon mal ausprobiert hat ??? Wir schlachten demnächst ein Schaf und ich wäre für praktische Tips dankbar.

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Binobienchen Smutje sagt:  
14.11.2010 09:50
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Hallo,
ich habe gerade dein Rezept entdeckt; im Original wird auch eine Schafslunge vorgekocht und mitverarbeitet.

Wir bestellen die Zutaten beim türkischen Lebensmittelhändler vor - die haben eine eigene Schlachterei und immer gutes Lammfleisch.

Wir mögen Haggis sehr gern und bereiten ihn in den Wintermonaten öfter zu - es lohnt sich wirklich.

LG, Bine

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Wildkraut  Hendlgriller sagt:  
06.03.2011 17:27
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Hallo,

wir haben gestern aus den Innereien von vier Schafen insgesamt 6 Haggis in unterschiedlichen Größen gemacht. Die Lunge wurde bei uns mit verarbeitet.

Da etwas zuviel von der Füllmasse übrig war, haben wir das in Twist-Off-Gläser gefüllt und im Dampfgarer (90 Minuten bei 90 Grad) eingekocht. Das ging richtig gut. Allerdings musste ein Glas zum Testessen herhalten. Die Haggis im Magen wurden nun eingefroren und werden beim nächsten Whisky-Abend serviert. Bin mal gespannt was meine Bekannten dazu sagen werden. Meinem Mann hat es jedenfalls sehr gut geschmeckt. Ich als Vegetarier werde mich da vornehm zurück halten ;-)

LG, das Wildkraut

PS. Ich habe Bilder der Verarbeitung in mein Fotoalbum (Haggis) hoch geladen. Wer also mal gucken möchte...

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wolfgang28 Tellerwäscher sagt:  
19.11.2011 17:45
Ja,ja das alte Rezept. Ich mag nicht so sehr Schaf. Da habe ich mir alles aus Schwein hergestellt. - Also: Schweinelunge,Leber,Herz Schnitzelfleisch und etwas Speck und den Rest dann. Es ist in etwa so wie der deutsche "Saumagen" . Ich fand es lecker.

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