Zwetschgenknödel aus Quarkteig

Sudetendeutsche Spezialität

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Zutaten für Portionen

500 g Magerquark, für den Reibkäse
250 g Sahnequark, für den Teig
500 g Mehl
Ei(er), n.B.
1 Prise Salz
1 EL Milch, lauwarme, n.B.
60 kleine Zwetschgen
4 EL Zucker
125 g Butter, zerlassene, zum Übergießen

Zubereitung

Zwei Tage vorher den Magerquark in ein Baumwoll-Küchentuch geben, oben zubinden und ca. 10 Minuten in leicht kochendes Wasser halten. Abtropfen lassen, leicht ausdrücken und im Tuch für ca. 48 Stunden an einen luftigen Ort zum Trocknen aufhängen.

Am Essenstag den Teig bereiten: Rahmquark mit Mehl und einer Prise Salz zu einem glatten, festen Teig verkneten. Es kann evtl. ein Ei und/oder etwas lauwarme Milch hinzugefügt werden.

Pro Person ca. 15 kleine Zwetschgen waschen und gut trocken reiben, damit der Teig daran festhält. Nicht entsteinen! Mit einem Messer kleine Stücke vom Teig abschneiden, platt drücken und die Zwetschgen damit gleichmäßig ganz dünn umhüllen. Das Lila der Zwetschge soll noch leicht durchschimmern.

Die fertigen Knödel portionsweise in leicht gesalzenes, schwach siedendes Wasser geben. Wenn sie an die Oberfläche steigen, nach ca. 5 Minuten, noch weitere 5 Minuten sanft köcheln lassen, dann heraus nehmen.

Inzwischen den getrockneten Quark (Reibkäse genannt) aus dem Tuch nehmen und fein reiben. Die Zwetschgen frisch aus dem Topf portionsweise auf Teller geben und aufschneiden, dabei kann man gleich die Kerne entfernen. Dann zuckern, mit dem Reibkäse bestreuen und mit geschmolzener Butter übergießen.

Das Lieblingsessen unserer ganzen Familie!
Arbeitszeit: ca. 1 Std.
Ruhezeit: ca. 2 Tage
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 22.08.08
Rezept-Statistiken: 37.889 (191)* gelesen
1.477 (0)* gespeichert
2.879 (7)* gedruckt
73 (0)* verschickt
* nur in diesem Monat
Verfasser:

Windlerche Küchenjunge


Mitglied seit 31.05.2007
3 Beiträge (ø0/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

Vivienra Tellerwäscher sagt:  
18.10.2008 00:53
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Man kann die Knödel auch mit gemahlenem Mohn, Puderzucker und zerlassener Butter übergießen.
Eine feine (ganz) bömische Spezialität. ;-)

LG Vivienra

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murmel2323 Kartoffelschäler sagt:  
07.11.2008 21:15
Hm! Die hat meine Oma immer gemacht. Früher haben wir Kinder oft Wettessen gemacht, wer die meisten schafft. Ich habe mich so gefreut, als ich das Rezept hier gefunden habe. Heute gab es Äpfelknödel. Vielen, vielen Dank für dieses Rezept - einfach und doch so lecker!

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Windlerche Küchenjunge sagt:  
08.11.2008 17:37
Danke für das liebe Feedback! Ich habe das Rezept auch von meiner (sudetendeutschen) Oma. Ja, diese Zwetschgenknödel sind wirklich ein Geheimrezept, das sich jetzt hoffentlich wieder weiterverbreitet!

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schlumilu Tellerwäscher sagt:  
29.09.2009 10:36
Hallo,
ähm, es klingt ja gut, aber wird der "Reibekäse" nicht schlecht oder sauer wenn er 48 Stunden "rumhängt"?
Danke und herzliche Grüße
Schlumilu

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Windlerche Küchenjunge sagt:  
29.09.2009 11:28
Hilfreiche Antwort:

Hallo schlumilu,
nein, der Quark wird tatsächlich nicht schlecht, auch bei warmem Wetter nicht. Unsere Familie macht das Rezept seit Jahrzehnten und es hat immer lecker geschmeckt. Wichtig ist nur, für gute Belüftung zu sorgen, damit er gut trocknet, deshalb hänge ich den Quark immer neben das gekippte Fenster.
Viele Grüße und guten Appetit,
Windlerche

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Jemaina Smutje sagt:  
02.10.2009 18:06
Hilfreicher Kommentar:

Hallo,

super Rezept, ich mache das auch immer fast so. Ich habe das Rezept von meiner Mama und bin auch
in Tschechien geboren. Meine Kinder lieben diese Knödel!

Nur wie man den Reibkäse herstellt habe ich noch nicht gewusst. In der Tschechei kann man diesen
sehr trockenen Quark nämlich schon fertig kaufen. Aber ich werde es ausprobieren.

Meinen Kindern habe ich bis jetzt einfach den normalen Magerquark oder Sahnequark einfach so auf den
Teller mit dazugegeben. Wenn er sich mit dem Saft der Zwetschgen vermischt hat schmeckt das auch total
lecker.

Ich nehme für den Teig gerne das doppelgriffige Mehl her, weil ich das von meiner Mama gelernt habe.
Man erhält aber auch in der Tschechei auch ein halbgriffiges Mehl das man auch sehr gut verwenden kann.

Wir bestreuen unsere Knödel mit Puderzucker und Kakao, also den bitteren Kakao ohne Zucker den man
auch zum Backen verwendet und natürlich kommt die flüssige Butter drüber. Aber keine Angst vor Kalorien, soviel braucht man gar nicht, da die Knödel sehr saftig sind.

Vielen Dank für das Rezept, denn es schmeckt wirklich hervorragend und ist viel einfacher als mit Kartoffelteig.

LG Moni

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Windlerche Küchenjunge sagt:  
02.10.2009 18:21
Vielen Dank und guten Appetit!
Windlerche

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Lichterkind Tellerwäscher sagt:  
04.10.2009 10:52
was ist denn "doppelgriffiges" oder "halbgriffiges" Mehl???

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emüchen Tellerwäscher sagt:  
04.10.2009 11:33
Hallo Lichterkind,
doppelgriffiges Mehl wird unter den Bezeichnungen Dunst, Spätzlemehl oder Instant-Mehl verkauft. Es klumt nicht so leicht und ist ideal für Teig. L.G. emüchen

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JWB1 Tellerwäscher sagt:  
04.10.2009 14:28
Hilfreicher Kommentar:

Das Rezept find ich gut.
Aber warum machst Du die Steine nicht schon anfangs raus?
Muß doch ne riesige Fummelei sein wenn die Knödel heiß sind !
Außerdem finde ich geht die "Knödeloptik" flöten wenn Du das so Anrichtest oder?
Ich kenn das mit dem ersetzen des Steins durch einen Würfelzucker.
Grüße
Jürgen

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Eselein Küchenjunge sagt:  
04.10.2009 18:01
Wenn man die Zwetschen zuvor aufschneidet, braucht man eine viel dickere Teigschicht, weil man sie solide einwickeln muß; sonst ist der Pflaumensaft im Kochwasser. Das gibt dann die normalen Pflaumenknödel, wie man sie in vielen Varianten findet. Auf 60 Knödelchen verteilt wird der Reibekäse, der ja am Ende längst kein Pfund mehr ausmacht, die Knödeloptik der aufgerissenen Knödel nicht verschwinden lassen – dick geröstete Semmelbrösel, wie es in manchen Rezepten der normalen vorgesehen ist, wirken auch nicht anders.
Viele Grüße vom eselein

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Windlerche Küchenjunge sagt:  
05.10.2009 10:43
Da kann ich mich Eselein nur anschließen: dünner Teig hält nur, wenn die Steine noch drin sind. Den Quarkteig dicker drumzumachen, schmeckt nicht.
Viele Grüße,
Windlerche

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Windlerche Küchenjunge sagt:  
05.10.2009 10:46
... die Steine gehen auch leicht mit Messer und Gabel beim Aufschneiden raus. Meine Kinder lieben es, die süßen, warmen Steine abzulutschen. Das gehört bei diesem Essen zum Genuss einfach dazu!
Grüße,
Windlerche

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Filztante Tellerwäscher sagt:  
08.10.2009 15:27
Wir waren heute alle komplett begeistert von diesen Knödeln: die Esser - erwachsene, männliche Kinder - und der Hersteller (ich). Der erste Knödelteig, der an den Pflaumen und nicht an meinen Fingern klebt!!! Die gibt es bald gleich noch einmal - bisher haben meine Nerven und Geduld die Pflaumenknödelei nur einmal pro Jahr ertragen...

Vielen Dank für das tolle Rezept und viele Grüße von
filztante

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Windlerche Küchenjunge sagt:  
08.10.2009 17:42
Das freut mich aber!
Viele Grüße!

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jolli0503 Tellerwäscher sagt:  
11.10.2009 17:29
Hallo Windlerche,
danke für das leckere Rezept. Gerade haben wir uns den Bauch damit voll geschlagen ;) . Der Teig ist prima geworden, habe allerdings trotz eines Eis fast 100 ml Milch dazugeben müssen, damit er nicht mehr bröselig ist. Da ich keine frischen Pflaumen da hatte, habe ich tiefgefrorene Erdbeeren genommen. Die Familie hat sich Vanillesoße dazu gewünscht. Oh man, war das gut !!!!

Liebe Grüße, Jolli.

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Windlerche Küchenjunge sagt:  
13.10.2009 22:46
Hallo jolli0503,
das ist ja eine super Idee mit den Erdbeeren, das werde ich auch mal ausprobieren!
Danke und liebe Grüße,
Windlerche

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happysu  Kaltmamsell sagt:  
11.10.2009 18:10
Habe dein Rezept ausprobiert war echt beeindruckt. Echt prima.

Mach ich bald wieder

LG Happysu

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Windlerche Küchenjunge sagt:  
13.10.2009 22:48
Danke!
Viele Grüße!
Windlerche

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Hortense  Kaltmamsell sagt:  
27.08.2010 22:42
Hallo Wildlerche,

Göga kommt aus dem Sudetengau und schwärmt mit seit Jahren von dem Reibkäse für Pflaumenknödel vor.
Jetzt weiß ich endlich, wie der gemacht wird.

Ganz herzlichen Dank.
Ich mache die Pflaumen oder auch Marillenknödel übrigens mit Hefeteig, wie von Gögas Tante gelernt.
Mit Zucker und Zimt, brauner Butter, süßer Sahne --- und jetzt auch mit Reibkäse !!! Den Würfelzucker tränke ich mit Rum (schäm).
Eine süße Sünde---- einmal im Jahr !!!!

LG Hortense

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Windlerche Küchenjunge sagt:  
01.09.2010 09:50
Danke für das Feedback, das mit dem Hefeteig probiere ich auch mal aus!
Viele Grüße,
Windlerche

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Albatros279 Tellerwäscher sagt:  
07.01.2011 15:41
Ein super Rezept!!! Um, mehr davon essen zu können nehm ich nur ganz wenig Butter, und statt Zucker schmecken sie auch mit Ahornsirup super.

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meiersusi Küchenjunge sagt:  
08.09.2011 22:49
Hallo Windlerche,

ich habe soeben deine Quarkknödel ausprobiert. Sind sehr gut geworden. Ich habe die Pflaumen aber vorher entsteint. War kein Problem. Den Teig habe ich wahrscheinlich aber etwas zu dick gemacht, ist etwas gummiartig geworden. Hab die Knödel dann noch in Butter angebraten. War auch sehr lecker. Da ich in der Kürze der Zeit keinen Reibkäse herstellen konnte, habe ich aus Semmelbröseln, Butter und Zucker eine leckere Soße/Kruste zubereitet.
Ein einfaches und gutes Rezept, das zur Familientradition taugt. :-)))) Danke dafür!
Vom Ensteinen der Pflaumen bis zum fertigen Knödel habe ich genau eine Stunde gebraucht.

Liebe Grüße,

meiersusi

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