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Zwetschgenknödel aus Quarkteig

Sudetendeutsche Spezialität

Zutaten

500 g Magerquark, für den Reibkäse
250 g Sahnequark, für den Teig
500 g Mehl
Ei(er), n.B.
1 Prise Salz
1 EL Milch, lauwarme, n.B.
60 kleine Zwetschgen
4 EL Zucker
125 g Butter, zerlassene, zum Übergießen
Portionen

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 1 Std. Ruhezeit: ca. 2 Tage / Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: keine Angabe

Zwei Tage vorher den Magerquark in ein Baumwoll-Küchentuch geben, oben zubinden und ca. 10 Minuten in leicht kochendes Wasser halten. Abtropfen lassen, leicht ausdrücken und im Tuch für ca. 48 Stunden an einen luftigen Ort zum Trocknen aufhängen.

Am Essenstag den Teig bereiten: Rahmquark mit Mehl und einer Prise Salz zu einem glatten, festen Teig verkneten. Es kann evtl. ein Ei und/oder etwas lauwarme Milch hinzugefügt werden.

Pro Person ca. 15 kleine Zwetschgen waschen und gut trocken reiben, damit der Teig daran festhält. Nicht entsteinen! Mit einem Messer kleine Stücke vom Teig abschneiden, platt drücken und die Zwetschgen damit gleichmäßig ganz dünn umhüllen. Das Lila der Zwetschge soll noch leicht durchschimmern.

Die fertigen Knödel portionsweise in leicht gesalzenes, schwach siedendes Wasser geben. Wenn sie an die Oberfläche steigen, nach ca. 5 Minuten, noch weitere 5 Minuten sanft köcheln lassen, dann heraus nehmen.

Inzwischen den getrockneten Quark (Reibkäse genannt) aus dem Tuch nehmen und fein reiben. Die Zwetschgen frisch aus dem Topf portionsweise auf Teller geben und aufschneiden, dabei kann man gleich die Kerne entfernen. Dann zuckern, mit dem Reibkäse bestreuen und mit geschmolzener Butter übergießen.

Das Lieblingsessen unserer ganzen Familie!

Kommentare anderer Nutzer


Vivienra

18.10.2008 00:53 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Man kann die Knödel auch mit gemahlenem Mohn, Puderzucker und zerlassener Butter übergießen.
Eine feine (ganz) bömische Spezialität. ;-)

LG Vivienra

murmel2323

07.11.2008 21:15 Uhr

Hm! Die hat meine Oma immer gemacht. Früher haben wir Kinder oft Wettessen gemacht, wer die meisten schafft. Ich habe mich so gefreut, als ich das Rezept hier gefunden habe. Heute gab es Äpfelknödel. Vielen, vielen Dank für dieses Rezept - einfach und doch so lecker!

Windlerche

08.11.2008 17:37 Uhr

Danke für das liebe Feedback! Ich habe das Rezept auch von meiner (sudetendeutschen) Oma. Ja, diese Zwetschgenknödel sind wirklich ein Geheimrezept, das sich jetzt hoffentlich wieder weiterverbreitet!

schlumilu

29.09.2009 10:36 Uhr

Hallo,
ähm, es klingt ja gut, aber wird der "Reibekäse" nicht schlecht oder sauer wenn er 48 Stunden "rumhängt"?
Danke und herzliche Grüße
Schlumilu

Windlerche

29.09.2009 11:28 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hallo schlumilu,
nein, der Quark wird tatsächlich nicht schlecht, auch bei warmem Wetter nicht. Unsere Familie macht das Rezept seit Jahrzehnten und es hat immer lecker geschmeckt. Wichtig ist nur, für gute Belüftung zu sorgen, damit er gut trocknet, deshalb hänge ich den Quark immer neben das gekippte Fenster.
Viele Grüße und guten Appetit,
Windlerche

Jemaina

02.10.2009 18:06 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hallo,

super Rezept, ich mache das auch immer fast so. Ich habe das Rezept von meiner Mama und bin auch
in Tschechien geboren. Meine Kinder lieben diese Knödel!

Nur wie man den Reibkäse herstellt habe ich noch nicht gewusst. In der Tschechei kann man diesen
sehr trockenen Quark nämlich schon fertig kaufen. Aber ich werde es ausprobieren.

Meinen Kindern habe ich bis jetzt einfach den normalen Magerquark oder Sahnequark einfach so auf den
Teller mit dazugegeben. Wenn er sich mit dem Saft der Zwetschgen vermischt hat schmeckt das auch total
lecker.

Ich nehme für den Teig gerne das doppelgriffige Mehl her, weil ich das von meiner Mama gelernt habe.
Man erhält aber auch in der Tschechei auch ein halbgriffiges Mehl das man auch sehr gut verwenden kann.

Wir bestreuen unsere Knödel mit Puderzucker und Kakao, also den bitteren Kakao ohne Zucker den man
auch zum Backen verwendet und natürlich kommt die flüssige Butter drüber. Aber keine Angst vor Kalorien, soviel braucht man gar nicht, da die Knödel sehr saftig sind.

Vielen Dank für das Rezept, denn es schmeckt wirklich hervorragend und ist viel einfacher als mit Kartoffelteig.

LG Moni

Windlerche

02.10.2009 18:21 Uhr

Vielen Dank und guten Appetit!
Windlerche

Lichterkind

04.10.2009 10:52 Uhr

was ist denn "doppelgriffiges" oder "halbgriffiges" Mehl???

emüchen

04.10.2009 11:33 Uhr

Hallo Lichterkind,
doppelgriffiges Mehl wird unter den Bezeichnungen Dunst, Spätzlemehl oder Instant-Mehl verkauft. Es klumt nicht so leicht und ist ideal für Teig. L.G. emüchen

JWB1

04.10.2009 14:28 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Das Rezept find ich gut.
Aber warum machst Du die Steine nicht schon anfangs raus?
Muß doch ne riesige Fummelei sein wenn die Knödel heiß sind !
Außerdem finde ich geht die "Knödeloptik" flöten wenn Du das so Anrichtest oder?
Ich kenn das mit dem ersetzen des Steins durch einen Würfelzucker.
Grüße
Jürgen

Eselein

04.10.2009 18:01 Uhr

Wenn man die Zwetschen zuvor aufschneidet, braucht man eine viel dickere Teigschicht, weil man sie solide einwickeln muß; sonst ist der Pflaumensaft im Kochwasser. Das gibt dann die normalen Pflaumenknödel, wie man sie in vielen Varianten findet. Auf 60 Knödelchen verteilt wird der Reibekäse, der ja am Ende längst kein Pfund mehr ausmacht, die Knödeloptik der aufgerissenen Knödel nicht verschwinden lassen – dick geröstete Semmelbrösel, wie es in manchen Rezepten der normalen vorgesehen ist, wirken auch nicht anders.
Viele Grüße vom eselein

Windlerche

05.10.2009 10:43 Uhr

Da kann ich mich Eselein nur anschließen: dünner Teig hält nur, wenn die Steine noch drin sind. Den Quarkteig dicker drumzumachen, schmeckt nicht.
Viele Grüße,
Windlerche

Windlerche

05.10.2009 10:46 Uhr

... die Steine gehen auch leicht mit Messer und Gabel beim Aufschneiden raus. Meine Kinder lieben es, die süßen, warmen Steine abzulutschen. Das gehört bei diesem Essen zum Genuss einfach dazu!
Grüße,
Windlerche

Filztante

08.10.2009 15:27 Uhr

Wir waren heute alle komplett begeistert von diesen Knödeln: die Esser - erwachsene, männliche Kinder - und der Hersteller (ich). Der erste Knödelteig, der an den Pflaumen und nicht an meinen Fingern klebt!!! Die gibt es bald gleich noch einmal - bisher haben meine Nerven und Geduld die Pflaumenknödelei nur einmal pro Jahr ertragen...

Vielen Dank für das tolle Rezept und viele Grüße von
filztante

Windlerche

08.10.2009 17:42 Uhr

Das freut mich aber!
Viele Grüße!

jolli0503

11.10.2009 17:29 Uhr

Hallo Windlerche,
danke für das leckere Rezept. Gerade haben wir uns den Bauch damit voll geschlagen ;) . Der Teig ist prima geworden, habe allerdings trotz eines Eis fast 100 ml Milch dazugeben müssen, damit er nicht mehr bröselig ist. Da ich keine frischen Pflaumen da hatte, habe ich tiefgefrorene Erdbeeren genommen. Die Familie hat sich Vanillesoße dazu gewünscht. Oh man, war das gut !!!!

Liebe Grüße, Jolli.

Windlerche

13.10.2009 22:46 Uhr

Hallo jolli0503,
das ist ja eine super Idee mit den Erdbeeren, das werde ich auch mal ausprobieren!
Danke und liebe Grüße,
Windlerche

happysu

11.10.2009 18:10 Uhr

Habe dein Rezept ausprobiert war echt beeindruckt. Echt prima.

Mach ich bald wieder

LG Happysu

Windlerche

13.10.2009 22:48 Uhr

Danke!
Viele Grüße!
Windlerche

Hortense

27.08.2010 22:42 Uhr

Hallo Wildlerche,

Göga kommt aus dem Sudetengau und schwärmt mit seit Jahren von dem Reibkäse für Pflaumenknödel vor.
Jetzt weiß ich endlich, wie der gemacht wird.

Ganz herzlichen Dank.
Ich mache die Pflaumen oder auch Marillenknödel übrigens mit Hefeteig, wie von Gögas Tante gelernt.
Mit Zucker und Zimt, brauner Butter, süßer Sahne --- und jetzt auch mit Reibkäse !!! Den Würfelzucker tränke ich mit Rum (schäm).
Eine süße Sünde---- einmal im Jahr !!!!

LG Hortense

Windlerche

01.09.2010 09:50 Uhr

Danke für das Feedback, das mit dem Hefeteig probiere ich auch mal aus!
Viele Grüße,
Windlerche

Albatros279

07.01.2011 15:41 Uhr

Ein super Rezept!!! Um, mehr davon essen zu können nehm ich nur ganz wenig Butter, und statt Zucker schmecken sie auch mit Ahornsirup super.

meiersusi

08.09.2011 22:49 Uhr

Hallo Windlerche,

ich habe soeben deine Quarkknödel ausprobiert. Sind sehr gut geworden. Ich habe die Pflaumen aber vorher entsteint. War kein Problem. Den Teig habe ich wahrscheinlich aber etwas zu dick gemacht, ist etwas gummiartig geworden. Hab die Knödel dann noch in Butter angebraten. War auch sehr lecker. Da ich in der Kürze der Zeit keinen Reibkäse herstellen konnte, habe ich aus Semmelbröseln, Butter und Zucker eine leckere Soße/Kruste zubereitet.
Ein einfaches und gutes Rezept, das zur Familientradition taugt. :-)))) Danke dafür!
Vom Ensteinen der Pflaumen bis zum fertigen Knödel habe ich genau eine Stunde gebraucht.

Liebe Grüße,

meiersusi

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