Fränkische Küchle

Traditionsgebäck zur Kirchweih

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Zutaten für Portionen

3 kg Mehl
1250 ml Milch
1 EL Fett (Schweinefett)
250 g Butter
Ei(er)
Ei(er), davon das Eigelb
200 g Hefe
300 g Zucker
6 Pck. Vanillezucker
6 Prise Salz
 etwas Zitronensaft
  Butterschmalz, zum Ausbacken
  Puderzucker, zum Bestäuben

Zubereitung

Das Mehl komplett in eine Schüssel geben, die Milch erwärmen (handwarm). Die Hefe zerbröckeln und mit etwas von der Milch anrühren. In das Mehl eine Mulde drücken, die Hefemilch dazugeben und zu einem glatten Vorteig verrühren. Mit etwas Mehl bestäuben und gehen lassen. Inzwischen die Butter und das Schweinefett zusammen zerlassen (nicht heiß werden lassen, nur warm), die Eier und die Eidotter verrühren. Die restliche warme Milch, das Fett, Eier, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitrone zum Mehl geben und gut verkneten. In handliche Teigportionen teilen, zudecken und nochmals gehen lassen. Dann auf der bemehlten Arbeitsplatte ausrollen (ca. 5 mm dick) und mit dem Teigrädchen in Vierecke der gewünschten Größe rädeln. Nochmals kurz gehen lassen und nacheinander in heißem Butterschmalz (ich habe immer die Probe mit dem Holzkochlöffelstiel gemacht: wenn Bläschen aufsteigen, dann ist es heiß genug)ausbacken. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.
Arbeitszeit: ca. 1 Std.
Ruhezeit: ca. 1 Std.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 28.02.03
Rezept-Statistiken: 48.779 (538)* gelesen
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Verfasser:

Sivi  Sternekoch


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Kommentare anderer Nutzer

kraeuter04 Küchenjunge sagt:  
02.02.2008 18:11
Hilfreicher Kommentar:

Hallo Sivi,

ich kenne dieses Rezept aus dem Fränkischen als "Kopfkissle", weil sich die ausgerädelten Teig-Rechtecke beim Ausbacken aufblasen und dann die Form von dicken Daunen-Kopfkissen haben. Dadurch sehen die Kopfkissle von außen zwar mächtig aus, sind aber innen hohl und dadurch sogar ziemlich figurfreundlich.

Die angegebene Menge reicht allerdings für eine komplette Faschingsgesellschaft. Für den normalen Hausgebrauch würde ich zwischen 1/2 und 1 kg Mehl nehmen. Ansonsten ist das Rezept prima.

Habe ein paar Fotos hochgeladen, damit man sich unter den Kopfkissle mehr vorstellen kann.

Gruß

Anka

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Sivi  Sternekoch sagt:  
02.02.2008 22:46
Hallo Anka,

ja, ich weiß, das ist das Rezept für die Großfamilie! *g*

Es ist ein altes, überliefertes Familienrezept von Göga's Oma. Damals hatte man erstens eine größere Familie und zweitens hat man sich die Arbeit nur einmal gemacht und dann haben die Küchle ein paar Tage gereicht. Heutzutage frieren wir die Küchle portionsweise ein. Aufgetaut schmecken sie fast wie frisch!

Übrigens, falls dir die Küchle zu wenig mächtig sind: Schwiegerpaps liebt die Küchle, wenn sie mit Sahne gefüllt sind!

LG von Sivi

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chriselisa65 Tellerwäscher sagt:  
08.02.2008 07:38
Hilfreiche Antwort:

Hallo Anka,

ich komme aus Franken und muss mal an dieser Stelle einen Irrtum klarstellen. Die fränkischen Kopfkissen und die Kirchweihküchle ( über's Knie gezogene) sind zwei unterschiedliche Gebäcke. Die über's Knie gezogenen sind rund und haben außen einen "Wulst" der im Fett ausgebacken gebräunt ist, während der innere Teil des Küchles aus sehr dünnem Teig besteht, der beim Ausbacken hell bleibt. Die Form des Küchles wurde ursprünglich so hergestellt, indem Teig über das Knie gezogen wurde, bis er in der Mitte hauchdünn war und eben außen einen dickeren Rand hatte - ähnlich einem Pizzabodens - in klein.
Das fränkische Kopfkissen ist rechteckig und sieht tatsächlich von außen aus wie ein Kopfkissen. Innendrin ist es aber hohl. Es besteht ebenso aus sehr dünnem Teig.

Beides wird in Fett ausgebacken.

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Sivi  Sternekoch sagt:  
08.02.2008 16:33
Hallo chriselisa,

es handelt sich dabei keinesfalls um einen "Irrtum", es ist (mir zumindest) schon klar, dass es sich um zwei verschiedene Arten Küchle handelt. Bei uns heißen die ausgezogenen auch "Knieküchle" - der einzige Irrtum dabei ist, dass diese überhaupt nicht übers Knie gezogen werden, sondern nur so heißen, weils so aussieht. Knieküchle werden wie Pizzateig mit den Händen gedreht und gezogen.

LG von Sivi (Küchlefan)

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kraeuter04 Küchenjunge sagt:  
17.02.2008 10:37
Hallo zusammen,

um die Verwirrung nicht weiter zu vervollständigen: ich habe auch Fotos von ausgezogenen Küchle hochgeladen; ihr findet sie unter "ausgezogene Küchle". Dort, wo ich herkomme, werden sie tatsächlich übers Knie gezogen, damit sie so dünn und groß wie möglich werden. Dafür braucht man aber einen Teig, der so elastisch ist, dass er nicht reißt. Trotzdem sind die Ausgezogenen noch in gewisser Weise eine handwerkliche Kunst. Viel einfacher und schneller geht die hier beschriebene Küchle-Variante "Kopfkissle" und sie ist auch super lecker (frisch oder - falls eingefroren - kurz aufgebacken).

Viel Spaß mit beiden Varianten!

Gruß

Anka

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elfenkoenig Tellerwäscher sagt:  
08.05.2008 20:57
Hallo, bin durch Zufall auf dieses Rezept gestoßen und mußte dieses gleich mal ausprobieren.............. Tja,der Teig wurde ja prima ,aaaaaaber,ich hab dann die Küchle wie beschrieben in das heiße Fett getan und die Dinger wurden einfach nicht so wie auf dem Bild die sahen aus wie ein großer rechteckiger irgendwas die waren auch nicht irgendwie aufgegangen so das man sagen konnte die sehen schon so aus wie Küchle na ja wie "Dotscherli"so sagen wir in Franken wenn was nicht so perfekt ist,Jetzt brauche ich einen Rat!!!!! Was habe ich falsch gemacht?????????? Habe auf 500g Mehl 1 1/2 Würfel Hefe genommen ist das zu wenig??Der Teig ist auch zwei mal gegangen und dann habe ich den ausgerollt und in rechtecke geschnitten und nochmal gehen lassen..........

Bitte um eine schnelle Antwort!!!!!!!!!

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Sivi  Sternekoch sagt:  
09.05.2008 07:08
Ich muss zugeben, manchmal ist bei uns auch "der Wurm drin", dann gehen die Küchle nicht so auf wie sie sollten. Aber das alle nix werden ist uns noch nicht passiert.

Allerdings sind 1,5 Würfel Hefe zu viel, nach meiner Berechnung brauchst du auf 500 g Mhel einen knappen Würfel. Aber obs daran lag, weiß ich auch nicht.

Wie groß hast du die Küchle denn gemacht? Bei uns haben sie meistens eine Kantenlänge von ca. 8-10 cm.

LG von Sivi

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wichtel Hendlgriller sagt:  
23.05.2008 11:55
Hilfreicher Kommentar:

Hallo,

@ elfenoenig und auch die anderen

ich kann mich noch drann erinnern, dass meine Oma immer sehr aufgepaßt hat wierum die Küchle ins Fett gegeben werden. Ich glaube die Seite die beim letzten gehen oben lag muß auch im Fett erstmal "nach oben" liegen. Vielleicht liegt es daran???
Ich hab jetzt irgendwie hunger auf Küchle!!!

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Marie38 Chefkoch sagt:  
27.07.2008 17:05
Hallo Wichtel,

genau so wie deine Oma sagt, kenne ich es auch: die Oberseite beim Gehen des Teiges muss auch die Oberseite beim Ausbacken sein.

Sonst hat der Teig keine Kraft, sich - befeuert durch das heiße Fett nach oben auszudehnen.

Lg, Marie

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poehgler Tellerwäscher sagt:  
07.11.2008 11:34
Hallo an alle Küchlebäckerinnen und -bäcker,

zum aufgehen der Küchle im heißen Fett erklärt mir meine Großmutter muss mann auch etwas heißes Fett über die Oberseite schöpfen. Also bei hat es geklappt.
Aber zu den "Dutschen" wie es im fränkischen so schön heißt. Ich mag die Dinger ja besonders gern weil die nicht so richtig aufgehen, innen nicht so viel Luft ist und man mehr Teig hat.

Und hier noch eiine Anregung was bei uns zu Hause mit den "Dutschen" gemacht wurde: die wurden weiterverarbeitet wie zu Semmelknödeln und wurden als Suppeneinlage in die Hochzeitssuppe (Pfannkuchen- oder Omletten- oder Frittatensuppe) mit Leber- und Markklößchen gelegt. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen...

Lasst euch die Küchle, egel in welcher Form Schmecken

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Sivi  Sternekoch sagt:  
07.11.2008 14:37
Hallo pohgler,

das mit dem Schöpfen stimmt, meine Schwiema sagt dazu immer "man muss die Küchle betteln", damit sie aufgehen.

Wenn der Teig optimal ist, gehen sie von selber auf. Aber mit der Schöpfmethode geht es fast immer. Übrigens mag mein Schwiepa die "Dotschen" am liebsten! *g*

LG, Sivi

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witwebolte Suppenkoch sagt:  
12.03.2009 19:48
Hallo,
ich kenne dieses Gebäck als "Hefekissele", nostalgische Erinnerung an Fasching bei Oma.

FG wb

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Frankenkoechin Tellerwäscher sagt:  
24.04.2010 15:58
es waere vielleicht noch wichtig gewesen im Rezept zu erwaehnen, dass die Kuechle mit der Oberseite nach unten ins Fett muessen, sonst gehen sie naemlich nicht auf und dass man sie auf keinen Fall die Oberseite mit den Fingern eindruecken darf, sonst bleiben sie naemlich auch flach.... so hat mir das jedenfalls meine Oma beigebracht als ich noch klein war und bisher hat es immer funktioniert ( naja, ein paar "Ausfaelle" sind immer dabei)...

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Schwaben-Spatz  Chefkoch sagt:  
20.02.2012 16:35
hallo sivi,

das Rezept ist perfekt - sie gingen wunderbar auf.

Ich liebe groooooooooße Luftlöcher und war schon jahrelang auf der Suche nach einem geeigneten Rezept.

Vielen Dank für's Einstellen und

lieben Gruß aus Stuttgart
Schwaben-Spatz

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