Zutaten

800 g Zwiebel(n)
80 g Schweineschmalz
3 EL Paprikapulver, edelsüß
2 EL Tomatenmark
Knoblauchzehe(n)
1/2 TL Majoran, getrockneter
1/2 TL Thymian, getrockneter
 etwas Kümmelpulver
800 g Rindfleisch (aus der Wade oder Rinderbraten)
300 g Schweineschnitzel am Stück
 n. B. Wein, rot
  Salz und Pfeffer
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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 25 Min. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

'Imre bacsi' wurde der alte Ungar genannt, der auf einem Reiterhof am Neusiedler See die Pferde pflegte und ein einmaliges Gulasch kochte. Inzwischen ist er in die ewige Puszta abgegangen, aber sein Gulaschrezept hat er da gelassen - seiner Familie und mir zur Freude. Hier ist es:

Die geschälten Zwiebeln blättrig schneiden und im Schmalz goldgelb braten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Dann Paprikapulver zugeben und darin anschwitzen. Mit einem Spritzer Rotwein ablöschen und diesen ganz einkochen lassen. Tomatenmark dazugeben, bis es ein wenig ansetzt. Dann den geschälten und gewürfelten Knoblauch, die Kräuter und etwas Kümmelpulver hineinstreuen und sofort erneut mit einem Spritzer Rotwein ablöschen. Die Kräuter und der Knoblauch sollten auf keinen Fall ansetzen, sonst werden sie bitter.

Das in 4 cm große Würfel geschnittene Rind- und Schweinefleisch gesellt sich nun zu dieser Zwiebelmischung, wird gesalzen und gepfeffert, vorsichtig untergehoben und bei sanfter Hitze im nicht ganz bedeckten Topf ca. 2 - 3 Stunden geschmort. Ab und zu mit Rotwein befeuchten, aber nicht bedecken, da das Fleisch sonst kocht. Sobald es kernig weich ist (bei mir dauert das ca. 2 1/2 Std.) mit Wasser gerade so bedecken und noch weitere 15 Minuten köcheln lassen.

Ein Andicken ist überflüssig, weil hier die vielen Zwiebeln für die Bindung sorgen.

Im Originalrezept wird nur Rindfleisch verwendet. Die Kombination mit Schweinefleisch ist meine persönliche Variante, denn Rind und Schwein ergibt eine herrliche Sauce. Da das Schweinefleisch bekanntlich eine wesentlich kürzere Garzeit hat, zerfällt es natürlich, was mich aber nicht stört, weil der Geschmack wirklich einmalig ist.

Bei mir gibt es dazu Kartoffelklöße und wachsweiche, halbierte Eier.

Mancher wird sich nun fragen: Eier zu Gulasch? Noch nie gehört.
Das entspringt einer Kindheitserinnerung. Wenn meine Mutter sonntags Gulasch zubereitete, blieb immer etwas Sauce mit wenig Fleisch übrig. Der Rest wurde am nächsten Tag aufgewärmt und mit Eiern verlängert. Die aß ich viel lieber als das Fleisch, denn sie schmeckten zusammen mit der Sauce köstlich. Meine Kinder mögen das auch sehr gern und so gibt es zum Gulasch immer wachsweiche Eier. Das ist aber Geschmackssache und kein Muss.
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