Bento

Japanisches Picknick mit Huhn, Ei, Shiitakepilzen, Möhren und Reis

Zutaten für Portionen

  Öl zum Frittieren
Hühnerschenkel
1 EL Sake
3 EL Sojasauce
1 EL Reiswein (Mirin)
1 TL Ingwer, gehackter
100 g Stärkemehl
1 Dose Krebsfleisch
Ei(er)
100 g Bambussprosse(n)
1 Stück Lauch (dünne Stange), geputzter, ca. 30 cm davon
½ TL Salz
1 TL Sake
1 TL Sojasauce
1 TL Zucker
32 kleine Pilze (Shiitake), schöne, getrocknete
3 EL Sojasauce
1 EL Zucker
Möhre(n)
200 ml Brühe (Dashibrühe), oder 3 g Dashipulver mit 200 ml Wasser angerührt
2 TL Zucker
1 EL Sojasauce
3 EL Reisessig oder milder Obstessig
5 EL Zucker
2 EL Sojasauce
200 ml Hühnerbrühe
½ TL Salz
2 EL Ketchup
1 EL Speisestärke
2 EL Wasser
4 Tasse/n Reis (Rundkornreis, Sushireis), gekochter
 n. B. Sojabohnen mit Schale

Zubereitung

Ich weiß, dieses Bento ist noch nicht perfekt (es fehlt z.B. der Nachtisch), aber es war lecker und vielleicht habt ihr ja Lust es mal nachzukochen!

Als erstes die Shiitakepilze mit kochendem Wasser bedecken und mindestens 20 Minuten einweichen lassen.

Für das Kare Age den Knochen aus den Schenkeln lösen. Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Dicke Fleischstücke flacher schneiden. Aus Sake, Sojasauce, Mirin und dem Ingwer eine Marinade herstellen und das Huhn darin ca. 2-3 Stunden marinieren. Anschließend abtropfen lassen, in Stärkemehl wenden und goldbraun frittieren. Auf Küchenkrepp abfetten lassen.

Für das Kani-Tama die Bambussprossen und den geputzten Lauch in feine Stücke und Ringe schneiden. In wenig Öl anbraten. Das Krebsfleisch zugeben und 2 Minuten weiter braten. Die Eier mit Salz, Sake, Sojasauce und Zucker verrühren - dabei sollten möglichst wenig Blasen oder Schaum entstehen. Die Mischung aus Krebsfleisch und Gemüse mit den Eiern vermischen.
Die Pfanne erneut erhitzen und etwas Öl hinein geben. Die Eiermasse bei geringer Hitze darin stocken lassen, wenden und von der anderen Seite fertig braten. Besonders schön sieht es aus, wenn man die Eiermasse in Förmchen für Spiegeleier brät. Abkühlen lassen und in Stücke schneiden.

Die Shiitakepilze aus dem Wasser nehmen und das Einweichwasser durch ein feines Sieb oder einen Filter in einen Topf geben. Die Stiele aus den Pilzen schneiden. Nun Sojasauce, Zucker und die Pilze in das Einweichwasser geben. Zum Kochen bringen und so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast ganz verkocht ist. Aber Vorsicht - das geht am Ende sehr schnell und es besteht die Gefahr, dass die Pilze anbrennen.

Die Möhren schälen, in gefällige Stücke schneiden (je nach Größe der Bentobox ca. 3-5cm lang) und die Stücke der Länge nach vierteln. Die Möhren in wenig Fett in einer Pfanne anbraten. Dashi zufügen (Dashipulver in 200 ml Wasser auflösen) und mit Sojasauce und Zucker würzen. Ebenfalls so lange kochen lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
Tipp: Kochen auf kleiner Flamme gibt weiche Möhren, auf großer Flamme bleiben die Möhren bissfest.

Zuletzt für die süß-saure Sauce alle Zutaten von Reisessig bis Ketchup in der Zutatenliste zum Kochen bringen. Die Speisestärke mit Wasser verrühren und die Sauce damit binden. Nach Bedarf abschmecken. Die Sauce wird zu dem Ei serviert.

Das Anrichten: Falls man keine Bentobox hat, kann man auch Tupperdosen nehmen. Wichtig ist aber, dass sich die Zutaten nicht vermischen können und nach Möglichkeit sollte jeder seine eigene Portion haben. Ihr könnt z.B. kleinere Dosen in eine große stellen und jede mit den jeweiligen Gerichten füllen.
Jede Person erhält zusätzlich zu Huhn, Ei, Möhren und Pilzen noch eine Portion Reis. Diese kann man mit Edame (Sojabohnen in Schale, wie auf dem Foto), mit Furikage (Reisgewürz aus dem Asialaden) oder klein geschnittenem Nori garnieren.
Schön sieht auch aus, wenn man das Nori in kleine Quadrate schneidet, kurz in Sojasauce taucht und dann schachbrettartig auf den Reis legt. Wer es scharf mag, kann unter jedes Nori einen Hauch von Wasabi geben.

Falls ihr - wie ich - zu Hause nur 2 Nasen seid, dann könnt ihr das alles am Abend vorher als Abendessen servieren, die Reste als Bento verpacken und am nächsten Tag mitnehmen.
Eine Kühlung wäre wünschenswert, das Bento hält sich aber auch ohne Probleme von morgens bis nachmittags an einem warmen Tag, wenn es vorher über Nacht im Kühlschrank gestanden hat.
Arbeitszeit: ca. 2 Std.
Ruhezeit: ca. 3 Std.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 04.06.08
Rezept-Statistiken: 23.303 (174)* gelesen
115 (0)* gespeichert
237 (2)* gedruckt
11 (0)* verschickt
* nur in diesem Monat
Verfasser:

anij Chefkoch


Mitglied seit 02.03.2005
4.083 Beiträge (ø1,61/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

Sahneschnitte88 Tellerwäscher sagt:  
25.11.2008 19:11
Mal ganz davon abgesehen, dass meine Gastmama was ganz andres von einem Bento versteht ;), würde ich dem Reis "Yaki Nori" Streifen drauflegen, das gibt dem Reis gleich einen leichten Ton, nicht nur vom Aussehen her (als Nebeneffekt wird der Reis dann natürlich auch nahrhafter^^ bzw. eben die Portion).
Liebe Grüße von der Sahneschnitte

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Kommentar hilfreich? ja / nein
anij Chefkoch sagt:  
27.11.2008 12:39
Was versteht denn deine Gastmama unter Bento?

LG

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