Hähnchenfleisch mit getrockneten Chilis

La Zi Ji - aus der Szechuan - Küche, sieht schärfer aus als es ist.

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Zutaten für Portionen

400 g Hähnchenfleisch
80 g Chilischote(n), getrocknete (für Mutige bis 120 g)
 n. B. Öl (Erdnussöl) zum Frittieren
Knoblauchzehe(n), in Scheiben geschnittene
1 Stück Ingwer (gleiche Menge wie Knoblauch), frischer, in Scheiben geschnitten
1 EL Pfeffer - Körner (Szechuanpfeffer, nicht zerkleinert)
Frühlingszwiebel(n), in 1 cm große Stücke geschnittene
100 g Erdnüsse, geschälte oder ungeschälte, ungesalzene
 n. B. Salz
1 Prise Zucker
1 EL Öl (Sesamöl)
  Für die Marinade:
2 TL Sojasauce, helle
1 TL Sojasauce, dunkle
¼ TL Salz
2 TL Reiswein (Shaoxing Koch-Reiswein) oder Mirin

Zubereitung

Das Hähnchenfleisch in Stücke von etwa 2 cm Kantenlänge schneiden und in eine Schüssel geben. Mit den Zutaten der Marinade gut mischen und mindestens 30 Minuten stehen lassen.

Das Erdnussöl zum Frittieren in einem Stahltopf hoch auf 180°C erhitzen. Das Hühnerfleisch zugeben und alles portionsweise etwa 4-5 Minuten frittieren, bis die Stücke goldbraun sind. Auf einem Sieb mit Küchenpapier gut abtropfen lassen und beiseite stellen.

3 EL Erdnussöl in einem Wok bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Knoblauch- und Ingwerscheiben zufügen und so lange rühren, bis sie duften und Farbe annehmen. Die Chilischoten und den Szechuanpfeffer zugeben und ca. 10-20 Sekunden rühren, bis das Öl duftet (Dunstabzugshaube anstellen).
Ganz wichtig: Die Chilis dürfen nicht verbrennen (das geht sehr schnell!), sie müssen ihre rote Farbe behalten - evtl. auch dabei den Wok vom Feuer nehmen.
Die Erdnüsse zugeben und kurz erwärmen, dann die Hähnchenstücke und die Frühlingszwiebel zufügen. Salzen und eine großzügige Prise Zucker zugeben. Alles gut umrühren, so dass alles leicht vom duftenden Öl überzogen ist. Die Pfanne vom Feuer nehmen, das Sesamöl zufügen und sofort servieren.

Das Gericht klingt und erscheint beängstigend scharf: Hühnerfleisch und Erdnüsse mit etwa der gleichen Menge blutroter Chilischoten! Die Schärfe hält sich jedoch in Grenzen und verblasst relativ schnell wieder. Die Chilischoten und der Szechuanpfeffer geben dem Bratöl Duft und eine pikant-scharfe Note. Im Unterschied zu den meisten chinesischen Gerichten ist praktisch keine Sauce dabei und schmeckt gerade deshalb. Die Fleischstücke und die Erdnüsse werden mit den Stäbchen herausgepickt und die Chilischoten bleiben im Wok liegen.

In Szechuan wird Hähnchenfleisch mit Knochen verwendet (geometrische Zubereitung = einfach zerhackt), was zwar intensiveres Aroma, aber auch mühsameres Essen bedeutet.
Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 13.05.08
Rezept-Statistiken: 7.741 (201)* gelesen
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* nur in diesem Monat
Verfasser:

saiph Tellerwäscher


Mitglied seit 31.12.2006
1 Beiträge (ø0/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

ufermum Küchenjunge sagt:  
29.01.2010 20:31
Es hat gut geschmeckt, aber das nächste mal nehme ich etwas weniger Szechuanpfeffer. Viele Grüße!

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dresden53 Tellerwäscher sagt:  
16.01.2012 19:31
Wenn dir der Geschmack von purem Szechuanpfeffer beim Draufbeißen zu stark ist: Man kann auch sehr leicht Öl daraus herstellen.

Dazu neutrales Öl rauchheiß erhitzen und auf den Pfeffer geben und anschließend mindestens zwei Stunden ziehen lassen. Den Pfeffer anschließend aus dem Öl nehmen. Lichtgeschützt gelagert kann man dieses Öl auch gut auf Vorrat halten.

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dresden53 Tellerwäscher sagt:  
16.01.2012 20:00
Hallo, erstmal Danke für das Rezept. Ich freue mich immer über authentische chinesische Rezepte und es ist ja doch nicht ganz einfach unter der Flut von "asiatisierten" Rezepten auf chefkoch.de diejenigen zu finden, die auch tatsächlich etwas mit chinesischer Esskultur und nicht nur mit dem Asia-Imbiss um die Ecke zu tun haben.

Dein Rezept werde ich jedenfalls demnächst mal ausprobieren! Allerdings ohne die Erdnüsse, denn so kenne ich das Gericht aus China. Und Gong Bao Ji Ding habe ich in letzter Zeit sowieso zu oft gegessen ;-)

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saiph Tellerwäscher sagt:  
17.01.2012 11:41
Dankeschön für die freundliche Anmerkung.

So sehe ich das leider auch: Hierzulande gibt fast keine authentischen chinesische Restaurants. In München habe ich bisher noch keines gefunden. Das ist ein Jammer.
Bei chefkoch verhält es ähnlich: die wenigen kompromislosen chinesischen Rezepte sind rar und gehen in der Flut "gut gemeinter" Anleitungen einfach unter.
Zu den Erdnüssen: In China (Shanghai, Peking) waren sie immer dabei und passen nach meinen Geschmack prima dazu;
aber DAS Kochbuch der Szechuan-Küche ("Land of Plenty" von Fuchsia Dunlop, leider nur auf Englich erhältlich, mit viel zu wenigen Bildern) lässt sie auch weg.

Für Tips welche China-Rezepte von chefkoch "echt" sind, wäre ich sehr dankbar.
Viel Spaß beim Kochen und Genießen.

Stefan

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