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Rindfleischsuppe mit Markklößchen a la Cusana

Kraftbrühe, Boullion, Vorsuppe wie zu Omas Zeiten

Zutaten

250 g Knochen vom Rind
1 große Zwiebel(n)
1 Bund Suppengrün
Pfeffer - Körner, schwarze
Wacholderbeeren
Lorbeerblatt
Knoblauchzehe(n)
 n. B. Liebstöckel
500 g Suppenfleisch (Hohe Rippe) oder Beinscheibe
1/2 Kopf Blumenkohl
  Für die Klößchen:
1 großer Markknochen, ca. 40 g reines Rindermark
Ei(er)
  Salz und Pfeffer
1 EL Petersilie
  Muskat
 n. B. Paniermehl
Ei(er)
  Muskat
  Petersilie, fein gehackt
 evtl. Nudeln (Suppennudeln)
  Schnittlauch
2 1/2 Liter Wasser
 evtl. Maggi
 evtl. Fleischbrühe (Brühwürfel)
Portionen

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 40 Min. / Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: 355 kcal

Die Rinderknochen vom Metzger 1 - 2 Mal durchhacken lassen. Kurz in Wasser ankochen und anschließend kalt abwaschen. Dieser Vorgang hilft, die Trübung der Brühe stark einzuschränken und erleichtert die spätere Klärung. Die Zwiebel halbieren und ungeschält mit der Schnittfläche nach unten in einer kleinen Pfanne sehr dunkel anrösten. Suppengrün, Liebstöckel, Knoblauch und Gewürze bereitstellen.

Das Fleisch und die abgespülten Rinderknochen mit ca. 2 - 2,5 l kaltem Wasser aufsetzen. Langsam bis kurz unter den Siedepunkt erhitzen. Den Schaum, der nun aufsteigt, mit einer Schaumkelle immer wieder abschöpfen. Anschließend das vorbereitete Suppengrün und die Gewürze zugeben und so lange ziehend köcheln lassen, bis das Fleisch weich/gar ist (ca. 2 - 3 Std.). Wichtig: Die Brühe darf nie kochen, sondern nur sanft köcheln, sonst wird sie trüb.

In der Zwischenzeit die Markklößchen zubereiten. Dafür das Mark aus dem Markknochen schaben und in einer keinen Pfanne zerlassen, durch ein Sieb gießen, abkühlen lassen. Das abgekühlte Fett schaumig rühren. Danach mit Ei, Salz, Pfeffer und Petersilie vermengen. Mit Muskat kräftig würzen und so viel Paniermehl hinzufügen, dass eine geschmeidige Masse entsteht.

Die Masse ca. 30 Min. ruhen lassen, um mehr Festigkeit zu erreichen, anschl. mit nassen Händen ca. 1-Euro-große Kloßbällchen daraus formen. Erst kurz vor Ende der Gesamtkochzeit der Brühe die Klößchen ca. 3 - 5 Min. in die köchelnde Suppe (Flüssigkeit muss sich leicht bewegen) geben, gar ziehen lassen. (Mein Tipp: Wenn ich eine klare und ungebundene Brühe zubereiten möchte, dann lasse ich die Markklößchen in leicht gesalzenem Wasser gar ziehen, um eine Trübung der Brühe zu vermeiden und gebe die Klößchen erst anschließen in die Rindfleischbrühe.)

So, nun wieder zurück zur Brühe: Die Brühe nach dem Ende der Kochzeit durch ein feines Sieb gießen. (Wünscht man die Brühe superklar, dann am besten ein feines Tuch zusätzlich in das Sieb legen.) Das Suppengrün wird entfernt, aus dem Fleisch kann man noch einen Fleischsalat machen, sehr lecker, das Rezept werde ich noch hochladen.

Die Brühe erneut aufsetzen, den Blumenkohl in kleine Röschen zerteilen und mit Suppennudeln, wenn gewünscht, zur Brühe geben, aufkochen lassen, ca. 10 - 15 Minuten köcheln lassen, es sollte eine leichte Bewegung in der Suppe sein. Die fertige Brühe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls gewünscht, kann man außerdem noch mit Maggi und einem Fleischbrühwürfel abschmecken, das ist Geschmackssache.

Hin und wieder binde ich die Brühe zum Schluss der Kochzeit leicht ab: Ich verquirle 1 Ei mit Petersilie und Muskatnuss und gebe diese Mischung vorsichtig zur Brühe (die Brühe darf jetzt nicht mehr kochen!). Die fertige Brühe wird mit viel frischem Schnittlauch bestreut serviert.

Kommentare anderer Nutzer


Cusana

28.02.2010 19:12 Uhr

Hallo Jesasmäßigguat,

vielen Dank für das schöne Foto und den tollen ergänzenden Kommentar in Deinem Rezeptbuch.

LG Cusana

Surina

13.03.2010 17:21 Uhr

Hallo Cusana,

ich finde Dein Rezept für die Vorarbeit/Zubereitung einer Rindfleischbrühe perfekt..

Das Rindfleisch und Knochen kalt aufgesetzt, kurz aufgekocht, mit klarem Wasser abgespült und mit den Gewürzen und kaltem Wasser wieder aufgesetzt.

Ich lasse mich gerne ab und zu wie vor ein paar Tagen dazu verleiten, das Fleisch/Knochen nur zu blanchieren, das ist aber bei weitem nicht so gut wie bei Dir zweimal aufgesetzt.

5 Sterne für die Brühe ;-) Das nächste Mal werde ich auch Deine Markklößchen ausprobieren.

la gon, Surina

Cusana

15.03.2010 11:00 Uhr

Hallo Surina,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar.

Eine wichtige Anmerkung dazu: ich setze keinesfalls das Fleisch 2 x auf, sondern n u r die Knochen.

Gutes Gelingen bei den Markklößchen.

LG Cusana

lucato

13.04.2010 13:17 Uhr

Hallo cusana ich liebe Rindfleischsuppe und koche sie auch so ,nur die Markklößchen mache ich nicht mit Paniermehl sondern mit geriebenen Zwieback dann schmecken sie besser.LG:lucato

Cusana

14.04.2010 01:05 Uhr

Hallo lucato,
die Markklößchen mit Zwiebackmehl anstatt mit Paniermehl zuzubereiten, probiere ich gerne demnächst mal aus, Danke für den Tipp.

Zwieback ist nur so selten in meinem Haushalt, dagegen Paniermehl, bzw. altbackene, gemahlene Brötchen, häufig.
Das Markklößchen-Rezept habe ich so, wie beschrieben, von meiner Mutter und meiner Großmutter, übernommen und ich bin ganz versessen darauf.

Ich finde Vorschläge zur Verbesserung sehr gut und ausprobierenswert.

LG Cusana

rosenmarilis

05.08.2012 00:09 Uhr

Hallo lucato,

auch an alle, die Markklößchen lieben - mit Zwiebackbröseln werden sie zu einem wunderbaren Geschmackserlebnis! Kann ich nur empfehlen, so mache ich sie auch seit Urzeiten, nach dem Rezept meiner Schwiegermutter. Meine Kinder sind ganz versessen darauf, keine Familienfeier ohne die gute Rindfleischsuppe mit den tollen Markklößchen!
Es lohnt sich wirklich, das mal auszuprobieren.

LG rosenmarilis

lucato

14.04.2010 11:55 Uhr

Hallo cusana auch ich habe das Rezept von meiner Mutter, früher kannte man so einige Tricks. So gab meine Mutter zum Schweinefleisch anbraten immer einen Schuss Essig,der nahm den Schweinegeruch.LG L

Cusana

04.07.2010 23:00 Uhr

Hallo lucato,
die Tipps unserer Mütter und Großmütter sind oft 5 Sterne wert. Danke für Deinen Kommentar.

LG Cusana

Cusana

04.07.2010 23:16 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hier noch eine Anmerkung zum obigen Rezept: die Markknochen lasse ich meistens vor dem Zubereiten der Bouillion aus und gebe die ausgekratzten Markknochen zu den erwähnten Knochen und koche sie mit um einen intensiveren Geschmack zu erreichen.

Meistens ist meine Boullion zum Ende der Kochzeit dann kräftig genug und ich verzichte auf Zunahme von Fleischwürze o.ä., wie meine Mutter und Großmutter es machten.
Die Qualität der Rindfleischsuppe steht und fällt mit der Qualität des Rindfleisches. Ich habe das Glück, das Fleisch direkt bei hiesigen Landwirten einkaufen zu können, daher fällt mir der Verzicht auf Geschmacksverstärker leicht. Gutes Salz und frisch gemahlener Pfeffer, sowie die angegeben Gewürze reichen mir für ein Geschmackserlebnis.

LG Cusana

Gigi7

01.01.2013 19:56 Uhr

Ich mache meine Suppe normal ähnlich...
Habe mich an Deinem Rezept versucht,
und bin super begeistert :-D
Knochen zweimal kochen, entfernt auch nicht nur
Trübstoffe, sondern hilft auch kleine Knochensplitter
vorab raus zu holen...
Und es ist bei Suppe nicht anders, wie bei Anderem...
Wenn die Qualität der Zutaten schlecht ist, oder auch nur Minderwertig,
Kann auch das Endprodukt nicht Spitzenqualität erreichen ;-)

Danke für das gute Rezept, und die genauen Mengenangaben, das ist nochmal extra guuuuut!!!!!

gartennini

23.12.2010 12:01 Uhr

Hallo Cusana,

herzlichen Dank für das tolle Rezept! Ich habe schon viel Rezepte für Rindfleischsuppen ausprobiert - Deins ist eines von meinen Liebsten. und in letzter Zeit verwende ich nur noch Dein Rezept für meine Brühe - so auch heute! Über die Klößchen kann ich nichts sagen - habe sie noch immer nicht ausprobiert.
Interssieren würde mich noch Dein Fleischsalat von dem Du im Rezept schreibst!
Nochmal dankeschön und schöne Feiertage!
gartennini

Cusana

24.12.2010 00:12 Uhr

Hallo gartennini,

laut Deinem Nick teilen wir das gleiche Hobby!!!
Vielen Dank für Deine tolle Bewertung und Deinem wirklich netten Kommentar.

Ich rate Dir, dass Du unbedingt die Mark-Klößchen ausprobieren solltest - die sind soooo schnell zubereitet und megalecker!

Mein Rind-Fleischsalat-Rezept habe ich bewusst nicht eingegeben, da meines soo profan erscheint im Gegensatz zu diesen Rezepten:
http://www.chefkoch.de/rs/s0o8/Rindfleischsalat/Rezepte.html. - hier finde ich Mattis Rezept gut: http://www.chefkoch.de/rezepte/132091056872022/Rindfleischsalat.html

Am ehesten entspricht mein Rezept dem von Fadi: http://www.chefkoch.de/forum/2,7,93855/Prima-Verwertung-von-Suppenfleisch-im-Sommer-Rindfleischsalat.html
- ich bereite den Salat – ohne Ei und Rahm, sehr säuerlich, mit Essig, Öl, eingelegten Gurken, , Salz und Pfeffer und Zwiebeln zu. – und genieße ihn mit rustikalem Brot.

Bitte finde selbst heraus, was Dir mundet.

LG Cusana

blm

04.03.2012 11:11 Uhr

Hallo,

danke für den Tipp mit dem vorherigen Kochen der Knochen! Das kannte ich noch nicht und bringt wirklich was. Ansonsten - tolles Rezept, so hab ich es auch von meiner Schwiegermutter gelernt. Gerade der Trick mit den angebratenen _ungeschälten_ Zwiebeln ist herrlich, das gibt der Brühe eine tolle goldbraune Farbe und einen kräftigen Geschmack. Künstliche Fleichbrühe (die ja eh zu 99,9% aus allem möglichen Dreck besteht) wird da komplett unnötig.

Viele Grüße,
blm

Cusana

06.03.2012 21:40 Uhr

Hallo blm,

meine Mutter schmeckt bis heute mit 'KNAGGI'-Fleischbrühe ab - ich selbst verwende Liebstöckel. Im Sommer frisch, im Winter eingefrorenen. (Damit hat man auch irgendwie den Ma...i-Geschmack.)

Ja, die mitgekochten Knochen geben der Suppe noch zusätzlichen Power.

Danke für die tollen Sternchen.

LG Cusana

blm

06.03.2012 22:23 Uhr

Liebstöckel heißt nicht umsonst auch "Maggi-Kraut" ;-) Ich verwende es auch ganz gerne zum Würzen von Suppen und Soßen.

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