Mohnpielen

Kalt - Dessert aus Mohn, Milch und Brötchen, stammt wahrscheinlich aus Schlesien

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Zutaten für Portionen

1 Liter Milch, keine fettarme
Brötchen, altbacken
2 Tasse/n Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln), gehackt
500 g Mohn (Blaumohn)
1 Tasse/n Rosinen
4 EL Zucker

Zubereitung

Zuerst reißt man die Brötchen in kleine Stücke in einen Topf, der später die fertigen Mohnpielen enthalten soll. Das kann z. B. ein Kochtopf sein. Er sollte kochender Milch standhalten können. Die Brötchenstücke sollten so klein sein, dass sie auf einen Teelöffel passen, damit sie sich später auch gut mit Milch vollsaugen können.

Dann mahlt man den Blaumohn mit einer Kaffeemühle sehr fein. Je feiner der Mohn gemahlen ist, um so besser quillt er später auf. Ungemahlener Mohn quillt so gut wie gar nicht und schmeckt später auch nicht wirklich. Der Mohn wird unter die zerkleinerten Brötchen gemischt. Jetzt noch die Nüsse hacken und ebenfalls untermischen.

Zuletzt die Milch in einem separaten Topf kurz aufkochen und schließlich über die Zutaten im Topf gießen. Die ganze Masse jetzt abkühlen lassen und dann kühl stellen. Im Winter z. B. auf dem Fensterbrett o. ä. Im Kühlschrank dürfte für einen solch großen Topf meistens kein Platz sein. Wenn das Ganze dann etwa 5 - 6 Stunden gequollen, durchgezogen und abgekühlt ist, ist es servierfertig.

Ich kenne dieses Rezept von meinen Großeltern, welche aus Schlesien stammen. Es gibt bei uns Mohnpielen immer zu Weihnachten und Silvester und wir können gar nicht genug davon bekommen. Die fertigen Mohnpielen werden in normalen Dessertschälchen serviert. Wenn einem die Masse zu fest ist, kann man evtl. noch mit Milch verdünnen. Das Ganze ist sicher gewöhnungsbedürftig, aber sehr lecker.
Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Ruhezeit: ca. 6 Std.
Schwierigkeitsgrad: simpel
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 21.04.08
Rezept-Statistiken: 29.592 (451)* gelesen
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* nur in diesem Monat
Verfasser:

fzurell Tellerwäscher


Mitglied seit 29.12.2007
0 Beiträge (ø0/Tag)


Kommentare anderer Nutzer

Schokolinse Tellerwäscher sagt:  
29.12.2008 14:20
hallo furzell,
endlich jemand, der mohnpielen kennt. ist nicht so verbreitet. habe das rezept von meiner oma, die aus schlesien stammt. bin die letzte, die diese tradition erhalten hat. alle unsere männer essen es sehr gerne, nur die frauen denke immer nur an ihre figur.
ich mache die mohnpielen genauso, nur dass ich die rosinen noch in rum einweiche und etwas mehr schrippen, pardon brötchen, nehme.
wir halten die tradition hoch:
viele grüsse von schokolinse
(habe noch nichts veröffentlicht, koche lieber nach)

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fzurell Tellerwäscher sagt:  
29.12.2008 15:21
Ich mache die Mohnpielen auch immer eher "nach Schnauze". Also je nachdem wieviele Schrippen gerade da sind. Das Rezept ist da recht "gutmütig" muss man sagen ;-).

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schlumilu Tellerwäscher sagt:  
09.02.2009 11:20
Hallo,

ich kenne das als Makuwki (Mohnklöße) und da meine Mama aus aus Schlesien ist, gab es das früher auch immer zu Weihnachten. Mittlerweile mache ich sie selber.
Allerdings nehme ich normaler Milch, nur Mandeln und koche das Ganze wirklich durch.
Aber so geht es natürlich schneller
Liebe Grüße

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fzurell Tellerwäscher sagt:  
04.01.2010 19:51
fällt mir jetzt erst auf, daß ich damals "Buttermilch" geschrieben habe. Weiß gar nicht mehr warum. Ich nehme auch immer normale Milch...

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petrus44 Kaltmamsell sagt:  
04.01.2010 18:36
Hallo fzurell,
wir haben das Rezept genau nach Vorschrift nachgekocht - es hat sehr gut gemundet. Einzige Veränderung: Wir haben nur von allem die Hälfte genommen, da wir nur zwei Personen sind, und gegessen wurde es erst zum 3. Januar. Es schmeckte trotzdem!
Danke für das Rezept!
Herzliche Wintergrüße aus dem total verschneiten Spreewald!

petrus44

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fzurell Tellerwäscher sagt:  
04.01.2010 19:49
Ich habe es dieses Jahr auch wieder in diesen Dimensionen gekocht. 3 Beutel Mohn und 1,5 Liter Milch und steinharte Brötchen. Wie schon oben erwähnt ist das Rezept zum Glück recht gutmütig und kann auch später noch korrigiert werden indem man Zutaten hinzufügt.

Wir stellen unsere Mohnpielen dann auch immer draussen kalt. Dieses Jahr musste ich dabei sogar "spezielle" Schutzmassnahmen gegen wilde Tiere vornehmen: http://www.ipernity.com/doc/maxheadroom/6900959

viele Grüße aus der Uckermark

Falko

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zatina Tellerwäscher sagt:  
21.03.2010 19:49
hallo :-)
ich kenne dieses rezept ein klein wenig anders. bei uns wird die milch nicht gekocht und es kommen nur gemahlene mandeln rein. mein papa macht es seit ich denken kann und ich liebe es!!! gibt es allerdings (leider) nur weihnachten und silvester.
viele grüße zatina.

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modellbaukiste Tellerwäscher sagt:  
13.04.2010 13:24
Probierts mal aus:
kurz vor dem Servieren steif geschlagene, ungesüsste Schlagsahne unterheben.

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Genussmolly  Hendlgriller sagt:  
29.05.2010 15:41
Hallo fzurell,

schön, dass es dieses Rezept hier in der DB gibt. Ich kenne es auch von meiner Oma. Das gab es bei uns immer zur Weihnachtszeit und ich habe es geliebt.

Nun konnte ich es endlich auch allein zubereiten und es ist vom Geschmack her genauso lecker wie damals.

Vielen herzlichen dank dafür. Foto ist auch hochgeladen.

LG aus dem Spreewald, Genussmolly

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shira3003 Smutje sagt:  
23.08.2010 16:53
Sehr lecker!!!
Jetzt weiß ich endlich wie einfach es ist,danke dafür!!!

Lg Shira3003

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Putziline Tellerwäscher sagt:  
01.10.2010 13:14
auch ich mache das nach alter Familientradition zu Weihnachten. Ich muss allerdings zugeben, dass ich etwas weniger Aufwand habe.

Ich koche die Milch auf und schütte den "gequetschten" Mohn (lasse das immer im Reformhaus machen) in die nicht mehr kochende Milch, dazu kommen die Zutaten und Vanillezucker. Das ganze muss ziemlich flüssig noch sein.
Das ganze schichte ich dann mit Zwieback! im Wechsel (der saugt sich dann mit der Milch voll).
Garniert wird mit geschälten Mandeln.

Wir lieben das alle und meine Tochter wird die Tradition wohl übernehmen. Sie kriegt die "Makowki" schon fast besser hin als ich.

Lg

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Mischken  Kaltmamsell sagt:  
10.11.2010 07:40
Habe ewig dieses Rezept gesucht .Endlich. Ich habe es wie beschrieben gemacht. Sehr sehr lecker.
LG Mischken

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Knuffeline Kartoffelschäler sagt:  
25.12.2010 00:41
Ich kenne die auch, allerdings auch familieneigenes Rezept :-)
Bei uns sind es: 1 l Milch, 1 Weißbrot, 250 Mohn gemahlen, 250 Zucker, und in Rum eingelegte Rosinen...
Ich mache die Milch auch nur warm und tauche die Scheiben kurz ein. Geht immer genau auf.
Wisst Ihr eigentlich, dass es extra Mohnmühlen gibt? Hatten schon meine Großeltern... und ich jetzt endlich auch :-)

Schöne Weihnachten!

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muffin35 Kartoffelschäler sagt:  
27.12.2010 20:09
Endlich!
Seit Jahren macht meine Freundin, deren Eltern aus Polen kommen, immer zur Weihnachtszeit diesen Mohnklops, wie sie es nennt.
Aber nie hat sie mir das Rezept gegeben - Danke

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Ploschi-kocht Tellerwäscher sagt:  
17.11.2011 20:28
Ich kenne die "Mohnklöße" auch aus der Kindheit. Meine Mutter stammt aus Oberschlesien und es wurde immer am Heiligen Abend bei uns gemacht.

Ich lasse nur die Rosinen weg, die mag ich nicht. Aber sonst, echt toll. Leider mag mein Mann keinen Mohn und für mich allein ist es dann doch ein bisschen viel. :(

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Bellalionia Tellerwäscher sagt:  
29.12.2011 10:52
Bei uns im Dorf ist das Gericht unter "Mohnstrietzel" bekannt, keine Ahnung warum. Ich liebe es, diese schlotzige Mohnsuppe, am besten schön kalt:)

wir würfeln zuerst die Brötchen/Baguette/Weißbrot, vermischen diese dann mit dem Backmohn (und wer will mit Mandeln,Nüssen,Marzipan) und Zucker und geben anschließend abgekochte, aber inzwischen erkaltete Milch darüber.

Die Suppe wird dann draußen in einem Steintopf aufbewahrt, zugedeckt mit einem Tuch und einem Teller darüber.

Lecker!

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