Gerbeaud - Schnitten

ungarischer Gerbeaud - szelet

Zutaten für Portionen

  Für den Teig:
10 g Hefe, evtl. Hefeteig Garant
Würfelzucker
100 ml Milch
350 g Mehl
200 g Margarine
50 g Puderzucker
Ei(er)
1 Prise Backpulver
  Für die Füllung:
200 g Aprikosenkonfitüre, säuerliche, evtl. mehr
120 g Walnüsse, gerieben
120 g Puderzucker
  Für die Glasur:
150 g Zucker
100 g Schokolade
½  Eiweiß

Zubereitung

Für den Teig die Hefe mit dem Würfelzucker in der lauwarmen Milch verrühren und kurz gehen lassen (ich benutze gerne den Hefeteig Garant - dann muss der Teig nicht gehen und wird somit schneller fertig). Das Mehl mit der Margarine verkrümeln (ich hacke das mit einem Messer so lange, bis schöne gleichmäßige Brösel entstehen), die angesetzte Hefe (nicht, wenn ich Garant nehme), Puderzucker, Ei und Backpulver zufügen und alles gut verkneten.

Den Teig in drei gleichgroße Teile teilen und jeweils zu 35 x 25 cm großen Teigplatten ausrollen (auf einem Tuch geht das prima - das klebt nicht so). Mit der ersten Teigplatte eine Backform (ich lege sie mit Backpapier aus) auslegen (der Teig soll nicht ganz an den Rand des Backblechs reichen) und mit Marmelade bestreichen (nehme die säuerliche Aprikosenmarmelade mit Obststückchen - so schmeckt es wie das Original in Ungarn). Die geriebenen Walnüsse (in größeren Supermärkten zu kriegen, sonst selbst reiben - schmeckt noch besser), mit dem Puderzucker vermischen und die Hälfte davon über die Marmeladenschicht streuen.

Mit der zweiten Teigplatte (das mache ich immer mit einem Nudelholz - so reißt mir der fertige Teig nicht) bedecken, auch diese mit Marmelade bestreichen und mit gezuckerten Walnüssen bestreuen. Obenauf die dritte, etwas größer ausgerollte Teigplatte legen, sodass auch die Seiten bedeckt sind.

Bei Zimmertemperatur eine Stunde gehen lassen (bei Gebrauch von Hefegarant-entfällt dies). Die obere Teigschicht mehrmals mit der Gabel einstechen (sonnst schlägt der Teig Blasen und wird zur Berglandschaft) und den Kuchen bei mäßiger Hitze (ich backe bei Heißluft bei 170°C) backen, bis er eine gleichmäßig goldgelbe Farbe bekommt (Nach 15 min. Backzeit gehe ich einfach erstmal nicht aus der Küche und so kann am besten die Backzeit für meinen Herd selbst bestimmen und in mein Rezeptbuch eintragen).

Auf einem Kuchenbrett abkühlen lassen (ich hole den Kuchen samt Backpapier auf das Kuchenbrett, so kann ich ihn einfacher weiter bearbeiten), dünn mit Marmelade bestreichen (habe immer mehr Marmelade, sodass ich damit nicht geizen muss und verzweifeln, wenn mir bei letztem Gang zu wenig übrig bleibt) und mit Schokoladenglasur überziehen.

Für die Glasur den Zucker mit knapp 0,1 l Wasser zu einem Sirup kochen und darin die in Stücke gebrochene Schokolade unter ständigem Rühren schmelzen lassen. (Das geht auch prima mit fertiger Glasur - nehme die Halbbittere, sie schmeckt richtig gut. Aber im Wasserbad erhitzen - keine Mikrowelle oder so.) Vom Feuer nehmen und weiterrühren, bis die Masse etwas abkühlt und eindickt. Dann mit 1 TL Wasser und dem halben Eiweiß glatt rühren und den Kuchen damit überziehen. An den Seiten glatt streichen. Wenn die Glasur fest ist, den Kuchen in Stücke (2 x 8 cm) schneiden.

Schmeckt besonders in Adventszeit sehr lecker und lässt sich 1 - 2 Wochen in einer geschlossenen Dose gut aufbewahren, wahrscheinlich auch länger, aber bei mir war er immer schon früher alle.

Dieses Rezept ist zwar sehr lange und sieht kompliziert aus (ist es aber nicht), dafür sind alle Schritte ganz genau beschrieben, sodass auch Anfänger keine Angst haben sollten. Ich habe die Schnitten schon öfter gebacken und immer (sogar das erste Mal) sind sie mir gelungen, sie sind fluffig, zergehen auf der Zunge, und obwohl sie relativ süß sind und gut sättigen, schmeckt es trotzdem immer nach "mehr".
Arbeitszeit: ca. 40 Min.
Ruhezeit: ca. 1 Std.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 16.03.08
Rezept-Statistiken: 11.405 (210)* gelesen
64 (0)* gespeichert
465 (13)* gedruckt
13 (0)* verschickt
* nur in diesem Monat
Verfasser:

bozenka Tellerwäscher


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Kommentare anderer Nutzer

Herbs1 Smutje sagt:  
12.12.2008 21:45
Hallo,
das Rezept kenne ich (von sehr kleinen Abwandlungen abgesehen) von der Siebenbürgischen Verwandschaft. Allerdings wird es bei den Siebenbürgen Greta-Garbo-Schnitte genannt.
Da hat wohl irgendwann jemand aus dem Gerbaud ein Garbo gemacht :-)
Schön, das noch andere das Rezept kennen. Es gehört zu meinen Lieblingsgebäcken!
LG
Herbs1

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bozenka Tellerwäscher sagt:  
15.12.2008 21:28
Hi! Ich glaube, dass es von einem Konditornamen kommt - bin mir aber nicht sicher. Das ist allerdings auch mein Lieblingsgebäck - noch aus Zeiten als ich in Ungarn gelebt habe.
LG
bozenka

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bozenka Tellerwäscher sagt:  
15.12.2008 21:41
habe noch "nachgegoogelt"; Emil Gerbeaud war ein schweizer Zuckerbäcker. Er übernahm die 1885 von Henrik Kugler eröffnete Konditorei in Budapest - bis jetzt edel, immer voll, klassisch, Luxus, teuer.
Wichtig ist meine ich, dass es leeeeecker ist.
LG
bozenka

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Herbs1 Smutje sagt:  
15.12.2008 23:58
Das stimmt -und lecker ist es auf jeden Fall :-D

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