Ganserl mit Blaukraut und Kartoffelknödeln auf gut bayrisch
| 1 | Gans, ca. 3 kg |
| Salz und Pfeffer | |
| 3 | Semmel(n), altbackene (Brötchen) |
| 1 | Apfel |
| 10 | Marone(n) (Eßkastanien), auch mehr |
| 2 | Ei(er), evtl 3, auch mehr |
| 1 EL | Meerrettich, gerieben |
| Beifuß, Piment, Muskat | |
| 1 Kopf | Rotkohl, ca 1kg |
| 1 kleine | Zwiebel(n) |
| 1 | Apfel |
| 2 EL | Schweineschmalz |
| 10 | Gewürznelken |
| 5 | Backpflaumen |
| 2 | Lorbeerblätter |
| 5 | Wacholderbeeren |
| 1 Prise | Zimt |
| 2 EL | Essig |
| 2 TL | Zucker |
| ¼ Liter | Brühe |
| 1 ½ kg | Kartoffel(n) |
Zubereitung
Das Ganserl
Die küchenfertige Gans waschen, trocken tupfen, innen und außen mit Salz und Pfeffer einreiben, wobei es innen schon kräftig sein darf, den Hals zunähen, mit der Fülle füllen, hinten zunähen und mit der Brust nach unten in den 2 Finger hoch mit Wasser gefüllten Bräter legen. Deckel auflegen, ins auf 225° vorgeheizte Rohr. ½ bis ¾ Stunde (je nach Größe des Ganserls) bei geschlossenem Deckel dünsten lassen. Dann den Deckel abnehmen, Hitze auf 200° reduzieren und gut 2 Stunden weiterbraten, dabei fleißig begießen und das Fett vom Bratenfond abnehmen. Wenn nötig Wasser nachfüllen, denn die Knödel brauchen Sauce. In der letzten halben Stunde die Brust nach oben drehen.
Wenn die Gans gar ist (Nadelprobe), aus dem Bräter nehmen und warm stellen.
Den Bratenfond ablösen, evtl. nochmals Fett abschöpfen, abschmecken und mit Kartoffelmehl binden.
Die Fülle:
Den Magen, das Herz, Hals, Füße (so vorhanden) und die Flügelspitze in wenig Wasser gar kochen.
Es sollte 1 Tasse Brühe übrig bleiben, diese beiseite stellen. Die Kastanien 10 Min. kochen, abschrecken, schälen. Wenn getrocknete Kastanien verwendet werden können, bei schwacher Hitze 10 Min köcheln lassen. Das Fleisch ablösen und mit Magen und Herz durch den Wolf drehen, die Leber kurz braten, würfeln, die Semmeln blättrig schneiden, den Apfel reiben, die Eier hineinschlagen und alles vermengen, Meerrettich zugeben und mit Beifuss, Salz, Pfeffer, (frisch) geriebenem Muskat und Piment herzhaft abschmecken. Zusammen mit den Kastanien in die Gans füllen.
Anm.: Der Beifuss hilft bei der Fettverdauung, an ihm sollte nicht gespart werden.
Das Blaukraut (Rotkraut):
Den Kohlkopf hobeln, das Schmalz im Topf erhitzen, Blaukraut zufügen, kurz anschmoren mit der Brühe vom Gänseklein ablöschen, den Essig zugeben. Den Apfel waschen, nicht schälen, achteln, Kernhaus entfernen, die Zwiebel schälen, mit den Gewürznelken spicken und zum Kraut geben, Wacholderbeeren, Pflaumen, Lorbeerblatt und Zucker zugeben und garen..
Die Kartoffelknödel:
Die Kartoffeln schälen, in Wasser reiben, im Küchenhandtuch (vorher gut ausspülen, sonst schmecken die Kartoffeln nach Weichspüler) gut ausdrücken, die Stärke im Wasser absetzen lassen, das Wasser vorsichtig abgießen und die Stärke zu den Kartoffeln geben. Wenn die Masse zu weich ist, noch Kartoffelmehl zugeben (nicht zuviel, sonst gibt es Gummi - Kartoffelknödel), salzen. Knödel mit nassen Händen ausformen und in siedendes Wasser geben. Darauf achten, dass die Knödel nicht am Boden des Topfes ansetzen. Etwa 20 Min. ziehen lassen. Wenn die Knödel gar sind, schwimmen sie oben und drehen sich.
Die immer wieder eingedrückten, gerösteten Semmelbrockerl sollen zuviel Flüssigkeit im Knödel binden! Ich weiß nicht, ob sie den Geschmack wirklich verbessern, denn mir schmecken sie gar nie nicht, weswegen ich ihr Gegner bin.
Bei richtiger Zeiteinteilung wird alles zusammen fertig und es bleibt dazwischen noch Zeit für eine 'demi Bouteille' Rotwein, z.B. ein samtroter Würtemberger.
Die küchenfertige Gans waschen, trocken tupfen, innen und außen mit Salz und Pfeffer einreiben, wobei es innen schon kräftig sein darf, den Hals zunähen, mit der Fülle füllen, hinten zunähen und mit der Brust nach unten in den 2 Finger hoch mit Wasser gefüllten Bräter legen. Deckel auflegen, ins auf 225° vorgeheizte Rohr. ½ bis ¾ Stunde (je nach Größe des Ganserls) bei geschlossenem Deckel dünsten lassen. Dann den Deckel abnehmen, Hitze auf 200° reduzieren und gut 2 Stunden weiterbraten, dabei fleißig begießen und das Fett vom Bratenfond abnehmen. Wenn nötig Wasser nachfüllen, denn die Knödel brauchen Sauce. In der letzten halben Stunde die Brust nach oben drehen.
Wenn die Gans gar ist (Nadelprobe), aus dem Bräter nehmen und warm stellen.
Den Bratenfond ablösen, evtl. nochmals Fett abschöpfen, abschmecken und mit Kartoffelmehl binden.
Die Fülle:
Den Magen, das Herz, Hals, Füße (so vorhanden) und die Flügelspitze in wenig Wasser gar kochen.
Es sollte 1 Tasse Brühe übrig bleiben, diese beiseite stellen. Die Kastanien 10 Min. kochen, abschrecken, schälen. Wenn getrocknete Kastanien verwendet werden können, bei schwacher Hitze 10 Min köcheln lassen. Das Fleisch ablösen und mit Magen und Herz durch den Wolf drehen, die Leber kurz braten, würfeln, die Semmeln blättrig schneiden, den Apfel reiben, die Eier hineinschlagen und alles vermengen, Meerrettich zugeben und mit Beifuss, Salz, Pfeffer, (frisch) geriebenem Muskat und Piment herzhaft abschmecken. Zusammen mit den Kastanien in die Gans füllen.
Anm.: Der Beifuss hilft bei der Fettverdauung, an ihm sollte nicht gespart werden.
Das Blaukraut (Rotkraut):
Den Kohlkopf hobeln, das Schmalz im Topf erhitzen, Blaukraut zufügen, kurz anschmoren mit der Brühe vom Gänseklein ablöschen, den Essig zugeben. Den Apfel waschen, nicht schälen, achteln, Kernhaus entfernen, die Zwiebel schälen, mit den Gewürznelken spicken und zum Kraut geben, Wacholderbeeren, Pflaumen, Lorbeerblatt und Zucker zugeben und garen..
Die Kartoffelknödel:
Die Kartoffeln schälen, in Wasser reiben, im Küchenhandtuch (vorher gut ausspülen, sonst schmecken die Kartoffeln nach Weichspüler) gut ausdrücken, die Stärke im Wasser absetzen lassen, das Wasser vorsichtig abgießen und die Stärke zu den Kartoffeln geben. Wenn die Masse zu weich ist, noch Kartoffelmehl zugeben (nicht zuviel, sonst gibt es Gummi - Kartoffelknödel), salzen. Knödel mit nassen Händen ausformen und in siedendes Wasser geben. Darauf achten, dass die Knödel nicht am Boden des Topfes ansetzen. Etwa 20 Min. ziehen lassen. Wenn die Knödel gar sind, schwimmen sie oben und drehen sich.
Die immer wieder eingedrückten, gerösteten Semmelbrockerl sollen zuviel Flüssigkeit im Knödel binden! Ich weiß nicht, ob sie den Geschmack wirklich verbessern, denn mir schmecken sie gar nie nicht, weswegen ich ihr Gegner bin.
Bei richtiger Zeiteinteilung wird alles zusammen fertig und es bleibt dazwischen noch Zeit für eine 'demi Bouteille' Rotwein, z.B. ein samtroter Würtemberger.
Kommentare anderer Nutzer
05.01.2004 18:55
Hilfreicher Kommentar:
Rezept ist gut, nur dein Hinweis auf zu viel Kartoffelmehl ist so nicht ganz hinnehmbar.
Meine Schwiegertochter und ich lieben "Bappknödel", weshalb wir immer zu mehr Karoffelmehl neigen.
Gruß Herta
Meine Schwiegertochter und ich lieben "Bappknödel", weshalb wir immer zu mehr Karoffelmehl neigen.
Gruß Herta
Sonne_76
sagt:
sagt: 17.01.2004 11:29
Hilfreicher Kommentar:
besser schmecken die Knödel, wenn man 1/3 gkochte Kartoffeln reibt und zu den rohen dazu gibt
Sylvi
sagt:
sagt: 16.02.2004 09:23
Hatte es an Weihnachten gemacht gehabt.Meine Familie war begeistert. LG Sylvi
feinschmeckerli
sagt:
sagt: 09.10.2004 10:56
@ sonne 76
"besser schmecken die Knödel, wenn man 1/3 gkochte Kartoffeln reibt und zu den rohen dazu gibt
"
dann heisen die kartoffelknödel aber thüringer klöse :)
"besser schmecken die Knödel, wenn man 1/3 gkochte Kartoffeln reibt und zu den rohen dazu gibt
"
dann heisen die kartoffelknödel aber thüringer klöse :)
Ridan
sagt:
sagt: 12.11.2004 02:28
Hallo
die Knödel sin scho gut so.
Ansonsten wärens halb und halb und keine Kartoffelknödel.
LG
Ridan
die Knödel sin scho gut so.
Ansonsten wärens halb und halb und keine Kartoffelknödel.
LG
Ridan
Saarelfe
sagt:
sagt: 01.03.2005 12:36
ein guter Tip für die Kartoffelknödel, aus Thüringen gelernt von einem "Fachmann", Herr des Hauses!!
Wer einen "Entsafter" hat, diese Schleuderform, der ist gut dran, weil die Klöße damit noch schneller und bequemen zu machen gehen, weil echte "Grüne Klöße" Thüringer Art, 1/3 Anteil Kartoffeln in Salzwasser garen und zerdrücken, 2/3 durch den Entsafter jagen und das Trockene mit der Katoffelmasse übergießen und mit einem Stampfer unterheben, muß fix gehen, dann ist der Teig schön weiß, OT: "Teig muß gut Schlichtig sein", mit nassen Händen einen Probekloß machen, mit oder ohne Brösel wie im Rezept hier angegeben, danach alle , wie angegeben im wasser sieden.
Wer einen "Entsafter" hat, diese Schleuderform, der ist gut dran, weil die Klöße damit noch schneller und bequemen zu machen gehen, weil echte "Grüne Klöße" Thüringer Art, 1/3 Anteil Kartoffeln in Salzwasser garen und zerdrücken, 2/3 durch den Entsafter jagen und das Trockene mit der Katoffelmasse übergießen und mit einem Stampfer unterheben, muß fix gehen, dann ist der Teig schön weiß, OT: "Teig muß gut Schlichtig sein", mit nassen Händen einen Probekloß machen, mit oder ohne Brösel wie im Rezept hier angegeben, danach alle , wie angegeben im wasser sieden.
05.03.2005 11:35
Das Rezept hört sich prima an, vor allen Dingen die ausführliche Beschreibung, ich habe es gleich mal abgespeichert, denn leider habe ich im Moment keine Gans zur Hand.
Das mit den rohen Klössen wird am Wochenende gleich mal probiert.
Ich habe mich da noch nie dran gewagt, bin mal gespannt, ob´s gelingt.
Mehlige Kartoffeln dazu habe ich auf jeden Fall.
Bei uns heißen diese Art Klösse : Rohe Kartoffelklösse
Alle anderen haben wieder eine andere Bezeichnung.
LG
fluxxmaus
Das mit den rohen Klössen wird am Wochenende gleich mal probiert.
Ich habe mich da noch nie dran gewagt, bin mal gespannt, ob´s gelingt.
Mehlige Kartoffeln dazu habe ich auf jeden Fall.
Bei uns heißen diese Art Klösse : Rohe Kartoffelklösse
Alle anderen haben wieder eine andere Bezeichnung.
LG
fluxxmaus
kamikazeknabbel
sagt:
sagt: 05.03.2005 12:10
Hört sich gut an. Ein komplettes Gericht ohne irgendwelche TK- oder Fix-Produkte. So liebe ich es. Alles so original wie möglich, sozusagen naturgetreu....
Kleiner Tipp zum Thema Weichspüler:
Geschirr- bzw. Küchenhandtücher sollten grundsätzlich nicht weichgespült werden. Der Weichspüler verhindert ja, dass Flüssigkeit durch die Fasern optimal aufgenommen wird.
Ich persönlich spüle aus eben diesem Grund auch die Duschtücher und die Leibwäsche nicht mit irgendwelchen Weichspülern. Schweiß ist ja auch eine Flüssigkeit ....
Kleiner Tipp zum Thema Weichspüler:
Geschirr- bzw. Küchenhandtücher sollten grundsätzlich nicht weichgespült werden. Der Weichspüler verhindert ja, dass Flüssigkeit durch die Fasern optimal aufgenommen wird.
Ich persönlich spüle aus eben diesem Grund auch die Duschtücher und die Leibwäsche nicht mit irgendwelchen Weichspülern. Schweiß ist ja auch eine Flüssigkeit ....
haha420000
sagt:
sagt: 05.03.2005 12:54
Da das Rezept "des Tages?" nicht ganz in die Jahrezeit paßt, habe ich es abgespeichert und werde es Ende des jahres ausprobieren.
Liest sich sehr vielversprechend.
lg
haha420000
Liest sich sehr vielversprechend.
lg
haha420000
karl323
sagt:
sagt: 07.03.2005 11:38
Warum passt das Rezept nicht zur Jahreszeit?
Wir essen Gans immer wenn es kühler ist (also nicht unbedingt im Hochsommer).
Die Temperaturen passen derzeit doch ganz genau.
lG
Karl
Wir essen Gans immer wenn es kühler ist (also nicht unbedingt im Hochsommer).
Die Temperaturen passen derzeit doch ganz genau.
lG
Karl
Ottomar
sagt:
sagt: 27.07.2005 15:51
So ähnlich wird es auch bei mir zubereitet.Da kann man sich richtig reinknien.
Gruß Ottomar
Gruß Ottomar
07.12.2006 10:11
Hilfreicher Kommentar:
Zu den Kartoffelknödeln: Bei uns in der Passauer Gegend ißt man zur Gans "Reiberknödel", dazu nimmt man 3/4 Menge geriebene rohe Kartoffeln und 1/4 Semmelknödelteig (das gibt zusätzlich zur Kartoffelstärke die Bindung!). Da wir die "Reiber" gern schön "g'fransert" (fransig) essen, rasple ich eine große Kartoffel noch mit einem feinen Raspelhobel. Da bleibt die Soße so richtig schön an den Knödeln hängen (und auf den Hüften.....)!
pimpinlobster
sagt:
sagt: 15.12.2006 22:09
Gans wie bei der Mutti! Superleckere Gechichte:)
milumil
sagt:
sagt: 20.01.2007 10:35
hilfreich wäre,wenn man wüsste bzw erlesen könnte was genau zur füllung un was genau in die gans gehört..
..habs nach rezept gekocht und es so gemahct wie ich denke das es gehört..
schmeckte sehr lecker..
danke
..habs nach rezept gekocht und es so gemahct wie ich denke das es gehört..
schmeckte sehr lecker..
danke
milumil
sagt:
sagt: 20.01.2007 10:49
steht ja alles da !
sorry ..aberhabs genauso gemahct ..hat mein gefühl mich nicht getäuscht ;o)
sorry nochmal
sorry ..aberhabs genauso gemahct ..hat mein gefühl mich nicht getäuscht ;o)
sorry nochmal
midgard2kopf
sagt:
sagt: 22.08.2009 13:04
Hallo,
danke allen für Lob, Ergänzung und Kommentar.
Bei den Knödeln scheiden sich die Geister, ich weiß. Da soll jeder nach seiner Facon selig werden .-), mir schmecken halt die (ober)bayrischen am besten, gefolgt von denen aus Niederbayern, auch die thüringer passen gut. Bei den 'Misch'-Knödeln bin ich mir immer nicht so ganz sicher. Sie schmecken für sich alle prima, aber irgendwas 'paßt' mir da nicht. Es ist wirklich Geschmackssache.
Also allen beim nächsten Mal ungetrübten Genuß mit den 'passenden Knödeln.
VG
m2k
danke allen für Lob, Ergänzung und Kommentar.
Bei den Knödeln scheiden sich die Geister, ich weiß. Da soll jeder nach seiner Facon selig werden .-), mir schmecken halt die (ober)bayrischen am besten, gefolgt von denen aus Niederbayern, auch die thüringer passen gut. Bei den 'Misch'-Knödeln bin ich mir immer nicht so ganz sicher. Sie schmecken für sich alle prima, aber irgendwas 'paßt' mir da nicht. Es ist wirklich Geschmackssache.
Also allen beim nächsten Mal ungetrübten Genuß mit den 'passenden Knödeln.
VG
m2k
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das hört sich alles total gut an, und weil ich nie so ganz glücklich war mit meinen Gänsebratenrezepten, werde ich diesmal dieses zu Weihnachten ausprobieren.
Was mir besonders gut gefällt ist die sehr ausführliche, unkomplizierte Beschreibung.
Herzlichen Dank
lone_bohne
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