Andere Länder ... andere Sitten!


Tisch-Knigge in Polen, USA, Italien

Polen

Polen Wer in Polen eingeladen wird, kann sich auf einen langen Abend gefasst machen, denn polnische Gastgeber beenden ein Treffen nicht sofort nach dem Essen. Pünktlichkeit wird erwartet, ein kleines Gastgeschenk (z.B. Pralinen oder eine Flasche Wein) mitzubringen, sollten Sie nicht vergessen. Die Damen werden in Polen noch mit gehauchtem Handkuss begrüßt, der Mantel wird ihnen abgenommen und der Stuhl zurecht gerückt.

Bei der Bewirtung sollten Sie als Gast aus Höflichkeit alles Angebotene wenigstens probieren, sollte Ihnen irgendetwas nicht zusagen, können Sie sich immer noch mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit herausreden. Zu sagen, dass etwas nicht schmeckt, ist wie in anderen Ländern auch, mehr als unhöflich. Dies gilt auch für den beliebten Wodka. Daran nippen oder so zu tun, ist allemal besser, besonders für die Stimmung des Gastgebers, als Ihn gänzlich abzulehnen.

Gerade bei den Tischsitten gibt es im benachbarten Polen kaum Unterschiede zu unseren Etiketteregel. Auch hier beträgt das Trinkgeld zwischen 10-15 %, eine Gegeneinladung muss nicht zwingend folgen, wird aber spätestens beim nächsten Mal gerne angenommen

USA

USA Geht man in ein Restaurant, wartet man, bis man vom Personal zu einem Tisch geführt wird.
Ist die Einladung privater Natur und findet im Haus des Gastgebers statt, freut dieser sich sehr über Blumen oder einen guten Wein, vorzugsweise aus einem deutschen Anbaugebiet, als Gastgeschenk. Die Flasche sollte allerdings blickdicht verpackt sein, denn sich auf der Straße mit Alkohol zu zeigen oder ihn gar in der Öffentlichkeit zu konsumieren, ist verboten. Bei Tisch sollte sich der Alkoholkonsum in Grenzen halten, mittags sollte ganz auf ihn verzichtet werden.

In den USA gilt es als unfein, mit Messer und Gabel gleichzeitig zu essen. Deshalb werden Fleisch, Gemüse oder Kartoffeln in kleine mundgerechte Stücke geschnitten, das Messer anschließend beiseite gelegt und dann mit der Gabel in der rechten Hand weiter gegessen. Bei Touristen sieht man aber großzügig über die Angewohnheit mit Messer und Gabel gleichzeitig zu essen hinweg.
Ereilt einen während des Essens das Bedürfnis die Toilette aufsuchen zu müssen, bitte nicht nach den „toilets“ fragen sondern nach dem „Ladies oder Rest-Room“, bzw. wenn man privat eingeladen ist, nach dem „Bathroom“.

Speisereste werden in Restaurants bei Bedarf eingepackt, auch in noblen Restaurants fragt das Servicepersonal nach. Trinkgeld wird vom Personal erwartet und sollte ca. 10-20% der Gesamtrechnung ausmachen. Auch wenn es Ihnen nicht geschmeckt hat, sollten Sie Trinkgeld geben; für die Kellner ist dies der größte Teil ihres Einkommens und die Serviceleistung ist dafür in der Regel vorbildlich.

Italien

Italien Wird man in Italien zum Essen eingeladen, wird damit gerechnet, dass Sie ca. eine viertel Stunde später kommen. Handelt es sich um einen geschäftlichen Termin, wird Pünktlichkeit hingegen erwartet. Wie in vielen anderen warmen Ländern, wird aufgrund der Hitze meist nicht vor 20 Uhr gegessen.

Die italienische Küche besteht nicht nur aus Pizza und Pasta. Geht man in Italien essen, ist dieses meist ein Menü bzw. besteht aus mehreren Gängen, auch mittags. Dabei spielen Nudelgerichte meist als Vorspeise in den verschiedensten Variationen eine Rolle, als Hauptgericht liegt man mit Fisch und Fleisch genau im italienischen Stil.

Als Abschluss fast jeden Essens wird in Italien ein Espresso getrunken, Ausnahme bildet das Frühstück, dies ist die Zeit des Cappuccinos.

Bezahlt wird, hat keiner explizit eingeladen, am besten die Gesamtrechnung, entweder indem alle vorher zusammenlegen oder die Rechnung am Ende geteilt wird. Trinkgeld zu geben, ist in Italien nicht üblich, da auf der Rechnung bereits für Brot und Gedeck eine Grundgebühr berechnet wurde. Bei großer Zufriedenheit wird sich aber sicher niemand über ein bisschen Kleingeld ärgern.


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Artikel vom 14.09.2008
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