Knopfkraut

Das Knopfkraut kommt auf Brachland, Äckern, in Gärten und an Wegrändern vor. Das Knopfkraut wird in Europa auch Franzosenkraut genannt, weil alle europäischen Vorkommen angeblich aus dem Botanischen Garten von Paris stammen, wo es 1794 ausgesät wurde. Innerhalb eines Jahrhunderts entwickelte es sich, wie in seiner ursprünglichen Heimat, zu einem der charakteristischen Gartenunkräutern.

Der aufrechte, dreifach verästelte Stängel ist im oberen Teil von senkrecht abstehenden, sehr kurzen Haaren besetzt und wird 20-50 cm groß. Die Blätter sind gegenständig, ei- bis herzförmig und grobgezähnt. Die in dreigabeliger Dolde stehenden Blütenkörbchen sind zwischen Mai und September zu sehen. Ein wesentliches Merkmal sind die winzigen, nur etwa 5 mm im Durchmesser großen Blütenstände, die, wie auch bei den Übrigen Korbblütlern, in ihrer Gesamtheit einer einzigen Blüte ähneln, aber in Wirklichkeit aus einer Vielzahl von Blüten bestehen. Die inneren Röhrenblüten sind gelb und meist von fünfweißen Zungenblüten umkränzt.

Wer das Knopfkraut noch nie gegessen hat, sollte seine erste Mahlzeit aus Pflanzen zubereiten, die noch nicht blühen, denn später wird ihr Geschmack für manchen Gaumen zu intensiv. Die jungen Blätter sind sehr eiweißreich und können drei- bis viermal soviel Vitamin C enthalten wie Zitronen. Man kann die ganzen jungen Pflanzen von April bis November einschließlich der Stängel für Salat, Spinat und Suppen verwenden. Bei älteren Pflanzen sollte man allerdings nur die Blätter verwenden. Frühzeitig geschnitten, wächst das Kraut wieder nach.

Rezepte:
Knopfkraut mit Bärlauch, Bier und Speck

Weitere Informationen zu Wildfrüchten und Wildgemüse