Wie der Bärlauch, so ist auch der Waldmeister hauptsächlich im Buchen- oder Buchenmisch-Wald zu Hause. Er kommt mit noch weniger Licht aus als der Giersch und kann somit auch sehr schattige Stellen besiedeln.
Die Pflanze wird nur 25 cm groß. An aufrechten Stängeln sitzen wie Quirle die Blätter, oben meistens acht und unten sechs auf einer Ebene. Die Blätter sind lanzettartig und haben am Rand einen Saum von winzigen Zähnchen. Der Waldmeister treibt aus langen unterirdischen Ausläufern bereits im März aus und blüht von Mai bis Juni. Die Blüten des Waldmeisters sind weiß und setzen sich aus vier an der Basis trichterförmig zusammenstehenden Blütenblättern zusammen.
Die Pflanze verströmt den typischen aromatischen" Waldmeister-Duft". Verantwortlich für den aromatischen Geruch und die besondere Wirkung des Waldmeisters sind die Kumarine. Sie wirken krampflösend und abschwellend. Für Bowle wird der Waldmeister vor und während der Blüte gesammelt, für Heilzwecke sollte man das blühende Kraut nehmen. Waldmeister ist traditioneller Bestandteil der "Maibowle" und wird dazu in Weißwein gelegt, wobei man auch die Blüten mitverwenden kann.
Man sollte allerdings nicht zu viel des Krautes einsetzen, da man sonst Kopfschmerzen bekommen kann. In Maßen genossen wirkt der Waldmeister beruhigend und stärkt die Leber: nicht nur in der Bowle, sondern auch als Tee. Getrocknet sollte er in luftdicht verschlossenen Gefäßen aufbewahrt werden, dann behält er lange sein Aroma.
Rezepte:
Sirup von Waldmeister
Deutsche Pute
Galbani
Henglein
Milram
Rama Cremefine
Toppits