Bärenklau

Bärenklau: Vitaminbombe im Garten

Bärenklau

Sein Name Wiesen-Bärenklau ist ein Hinweis auf sein Lieblingsbiotop: die Wiese. Die mehrjährige Pflanze kommt aber auch an Wegrändern vor. Am liebsten ist ihr ein etwas feuchter, nährstoffreicher Lehmboden.

Er wird oft fast mannshoch und dann hat sein hohler, gefurchter Stängel einen Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern. Stängel und Blattstiele sind mit steifen Haaren besetzt, die beim Abbrechen leicht aromatisch duften. Die Blätter sind fünf- bis siebenfach gefiedert oder gelappt und können über einen halben Meter lang werden. Der Blattstiel ist bei etwas älteren Blättern oft rötlich gefärbt. Die jungen Stängelblätter umhüllen mit ihren großen Blattscheiden den noch nicht entfalteten Blütenstand. Die entfaltete weiße Blütendolde ist 15- bis 30-strahlig und zwischen Juni und September zu sehen. Die Blütenblätter der äußeren Blüten sind größer und etwas ausgefranst. Die Früchte sind tellerartig geflügelt. Verwechseln kann man den Bärenklau außer mit anderen, ebenfalls essbaren Bärenklau-Arten nur mit der Wald-Engelwurz oder der Pastinake.

Auch von dem bei uns in Vorgärten angepflanzten und häufig verwilderten Riesen - Bärenklau kann man ihn wegen des Größenunterschiedes recht gut unterscheiden - er wird fast doppelt so groß wie sein kleiner Verwandter. Der Riesen-Bärlenklau ist allerdings nicht zum Verzehr geeignet und kann schon bei Berührung Verbrennungen auf der Haut, vor allem in Kombination mit Sonneneinstrahlung, verursachen. Zudem können bei Kontakt mit dem Pflanzensaft entzündliche Blasen und nässende Wunden entstehen. 

Auch der Wiesen-Bärenklau kann bei empfindlichen Menschen Hautreizungen auslösen. Man spricht hier von einer sogenannten "Wiesendermatitis". Um Hautreizungen zu vermeiden, sollten Allergiker und sensible Hauttypen beim Sammeln lieber Schutzhandschuhe tragen. Sind die stacheligen Haare aber erst einmal geschält, kann das Wildgemüse sogar roh verzehrt werden. Im Bärenklau sind bis zu 10% Zucker, viel Eiweiß, Karotin, Vitamin C und Mineralstoffe enthalten. Durch den Kumaringehalt wird, ähnlich wie beim Johanniskraut, die Haut lichtempfindlicher.

Die Wurzel wirkt verdauungsfördernd und blutdrucksenkend. Sie wurde als dem Ginseng ähnliches Verjüngungsmittel und als Aphrodisiakum benutzt. Kulinarisch ist der Wiesen-Bärenklau eine der interessantesten Wildgemüse-Arten. Am besten sind die leckeren, süßlichen jungen Blattstiele und Stängel des Bärenklaus, die man von April und auf häufiger gemähten Wiesen bis in den Herbst hinein ernten kann.

Solange sie noch zart sind, kann man sie schälen und roh essen. Aufläufe aus den Blattstielen können ebenfalls ein echter Genuss sein. Natürlich können die zarten jungen Blätter auch in den Salat gemischt oder in Aufläufen verarbeitet werden. Sehr schmackhaft ist auch die Knospe des Blütenstands. Sie wird bis in den Sommer hinein geerntet und wie Spargel verarbeitet oder in Bierteig gebraten.

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