Laborküche, Funcooking oder revolutionäre Kochtechnik – beim Thema „molekulares Kochen“ herrscht immer noch Uneinigkeit über Sinn und Unsinn
Für viele bedeutet molekulares Kochen eine effektvolle Showküche, die mit Dampf und Nebel nicht spart und mit Hilfe von Chemie futuristisch anmutendes Essen auf die Teller zaubert. Mit Brille und Handschuhen bewaffnet, wenn mit Stickstoff hantiert wird, und das Laboroutfit ist perfekt, die Vorstellung von einer „Laborküche“ bestätigt. Doch diese in der Öffentlichkeit, häufig aus Unwissenheit, als überschätzte Spaßküche deklarierte Art des Kochens ist weit mehr als Effekthascherei auf Kosten des guten Geschmacks.
Juan Amador, einer der wichtigsten Vorreiter der Molekularküche Deutschlands, beweist durch seinen dritten Michelin Stern, dass moderne kreative Kochkunst und Gaumenfreuden der Spitzenklasse sich nicht ausschließen, sondern das Spektrum der kulinarischen Genüsse im Gegenteil sogar bis ins Unermessliche erweitern. Im Vordergrund steht immer noch die Verwendung von qualitativ hochwertigen Produkten, perfektioniert durch die Kenntnis der molekularen Abläufe. Die Molekulargastronomie, sprich die Wissenschaft, kommt diesem Wissen seit Jahren immer mehr auf die Spur - Molekularköche, wie sie immer wieder gerne genannt werden, machen sich diese Erkenntnisse zu Eigen und entwickeln eine neue Art der „Nouvelle Cuisine“.
Inzwischen setzen sich auch immer mehr Hobbyköche mit den verschiedenen Stilen der molekularen Küche auseinander, denn viele Techniken lassen sich schon ganz leicht in der Hobbyküche anwenden!
Deutsche Pute
Galbani
Henglein
Milram
Rama Cremefine
Toppits