Die Küche Baden-Württembergs


Typische Spezialitäten aus der Küche Baden-Württembergs

Schwarzwälder Kirschtorte Baden Württemberg - ein an Burgen und Traditionen reiches Bundesland mit wechselvoller Geschichte und für viele das “Genießerland“ unter den deutschen Landen schlechthin.
1952 aus Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern als einheitliches deutsches Bundesland gegründet, haben sich die Badener und die Württemberger immer ihre Eigenheiten bewahrt - vor allem in den Kochtöpfen.

Besiedelt wurde das Land schon in frühesten Zeiten und auch die Römer schätzten das fruchtbare, milde Klima, das einen feinen Wein heranreifen lässt, der perfekt zu den anderen Genüssen der Region passt.
Essen und Trinken - das ist ein gutes Stück Lebensart und Kultur Baden-Württembergs- früher wie heute. Die Spezialitäten reichen von Spätzle über Maultaschen, badischen Spargel, Linsen und Spätzle, Rehrücken badischer Art, das Bodenseefelchen, Kratzete, schwäbischer Kartoffelsalat, Mostsuppe, Zwiebelrostbraten, Gaisburger Marsch, den berühmten Schwarzwälder Schinken, Ofenschlupfer, Kirschenplotzer bis hin zur Schwarzwälder Kirschtorte, die wohl bekannteste Spezialität. Sie besteht aus Mürbeteig, Schokoladenbiskuit, Schattenmorellen, Kirschwasser, Zucker, Schlagsahne, Buttercreme und kandierten Kirschen.
Eine ganz besondere Spezialität ist der Zwiebelkuchen, der im Herbst zusammen mit dem neuem Wein gegessen wird. Dazu wird ein Mürbe- oder Sauerteig mit gekochten, zerkleinerten Zwiebeln und Kümmel belegt, im Ofen gebacken und sehr heiß serviert

Maultaschen galten früher übrigens als Gericht der armen Leute, da übrige Fleisch-, Brot- und Gemüsereste in der Füllung verarbeitet werden konnten und so eine weitere Mahlzeit ergaben.
Und solange es Maultaschen auf schwäbischen Tellern gibt, solange gibt es den Streit um die richtige Füllung. Hier hat jede Hausfrau ihr eigenes Rezept und von dem behauptet sie, nur dieses sei das einzig richtige und wahre. Ergo gibt es so viele Arten von Füllungen, wie es schwäbische Hausfrauen gibt.

Der Ursprung der Maultaschen wiederum wird den Mönchen des Klosters Maulbronn zugeordnet. Hierher verirrte sich, den Erzählungen nach, in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges zu einer Zeit schlimmster Hungersnot ein großes Stückchen Fleisch. Leider war gerade Fastenzeit und den Mönchen mithin solch köstlicher Braten verboten.
Da sie aber Schwaben waren und nichts „umkommen“ lassen wollten oder konnten, schnitten die gewitzten Mönche das Fleisch recht klein, mischten es mit Grünzeug und wickelten es in Nudelteig - so, meinten sie, könne der liebe Gott sicher den Frevel nicht „durchschauen“.
Ob die Mönche ohne Strafe davon gekommen sind, ist nicht belegt, aber Maultaschen sind bis heut eng mit der schwäbischen Küche verbunden.


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Artikel vom 21.04.2008
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