Spinat


Spinat: Einkauf, Lagerung & Zubereitung

Spinat auf dem Feld Wer die frischen Spinat-Blätter erntezart verarbeiten möchte, hat genau jetzt das geschmackliche Vergnügen, denn zwischen März und Mai hat das grüne Gemüse aus heimischem Anbau Saison, hierbei handelt es sich um den so genannten Winterspinat. Dieser ist etwas grober und kräftiger in seiner Struktur, als der zwischen September und Oktober geerntete Frühlings- bzw. Sommerspinat. Je nach Art der Ernte unterscheidet man nochmals zwischen Blatt- oder Wurzelspinat. Während beim Blattspinat nur die einzelnen Blätter gepflückt werden, wird beim Wurzelspinat die gesamte Pflanze mit Wurzelansatz von Maschinen eingetragen.

Beim Einkauf sollte man unbedingt auf absolut frische Ware achten. Sind die Blätter nicht mehr knackig grün, sondern welk, lasch oder wirken gedrückt, lohnt sich die Investition nicht. Mit frischem Spinat sollte stets sehr sorgsam umgegangen werden, denn schon beim Einpacken kann es passieren, dass einige Blätter gequetscht werden und man diese zu Hause schon nicht mehr verwenden kann. Das Beste ist, Spinat so fix wie möglich zu verwerten, denn er verliert mit jedem Tag mehr an Saft und Kraft, Blattspinat noch schneller als Wurzelspinat, da hier die Blätter noch mit dem Wurzelansatz verbunden sind. Verarbeitet man Spinat nicht sofort, hilft die Aufbewahrung im Kühlschrank, abgedeckt mit einem feuchten Tuch, um das unaufhaltsame Dahinwelken etwas zu verlangsamen. Länger als zwei Tage sollten Sie den Spinat jedoch nicht auf seine weitere Verwendung warten lassen.

Tipps für die Zubereitung von frischem Spinat

Spinat ist ein schnell verderbliches Gemüse und sollte immer frisch zubereitet werden – nur so ist ein perfektes Geschmackserlebnis garantiert und nur wenige Vitamine gehen verloren. Ist abzusehen, dass der Spinat doch nicht innerhalb kurzer Zeit Verwendung findet, kann man ihn schon küchenfertig zubereiten und bis zu acht Monaten einfrieren.

SpinatzubereitungBevor es aber zur Zubereitung kommt, muss Spinat (ähnlich wie Salat, Grünkohl oder Wirsing) sehr gründlich gewaschen werden, da gerne Erd- und Sandreste an ihm haften. Möchte man jungen Blattspinat als Salat verwenden, müssen die Blätter nur noch vorsichtig trocken geschleudert werden. Handelt es sich bei der Verarbeitung um kräftigere Blätter oder um den Winterspinat, sollten die harten Stiele entfernt werden. Danach wird das Gemüse kurz blanchiert, das bedeutet in einem großen Topf mit sprudelnd kochendem Wasser für einige Sekunden gebrüht, und danach in Eiswasser abgeschreckt. So wird der etwas herbe Geschmack gedämpft, die Vitamine geschont, die Farbe erhalten und die Blätter können nun, nachdem sie kräftig ausgedrückt wurden, bis kein Wasser mehr kommt, viel einfacher weiterverarbeitet werden. Eine andere Variante wäre, die noch leicht nassen Blätter in einer Pfanne leicht anzudünsten. Aber Achtung! Der Spinat fällt schnell in sich zusammen und eine vermeintlich ausreichende Menge ergibt eine recht kleine Mahlzeit! In beiden Fällen hat der Spinat noch leichten Biss und ist so schon servierfertig. Man könnte ihn aber nun auch klein schneiden und ein leckeres Rahmgemüse daraus zaubern, mit ihm etwas einwickeln, ihn zum Füllen verwenden oder ihn einfrieren.

Doch was macht man mit übrig gebliebenem Spinat, darf man diesen am nächsten Tag noch einmal aufwärmen? Eine häufig gestellte Frage, die leicht beantwortet ist: ja! Während man, als es noch keine Kühlschränke gab, tatsächlich nach mehrmaligem aufwärmen Angst vor einer Nitritvergiftung haben musste, ist diese Sorge heute unbegründet. Spinat darf wieder aufgewärmt werden, wenn er schnell abgekühlt wurde. So kann aus dem im Spinat enthaltenen Nitrat kaum noch oder nur sehr langsam das schädliche Nitrit entstehen, das besonders für Kinder eine Gefährdung darstellt. Also, lassen Sie den Spinattopf nicht über Nacht bei Zimmertemperatur stehen, sondern kühlen sie ihn schnell runter und ab in den Kühlschrank, so kann nichts passieren!


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Artikel vom 07.04.2008
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