Spinat

Spinat: Einkauf, Tipps & Rezepte

Als Kinder haben sich die meisten geweigert Spinat zu essen, denn was sooo gesund ist und sooo viel Eisen enthält, kann doch nicht schmecken... Daran konnte noch nicht einmal Popeye etwas ändern, der das grüne Blattgemüse gleich dosenweise in sich rein schüttete und anschließend seinen Gegner mit bärenstarken Kräften überwältigen konnte.

Das Spinatimage hat mehr gelitten als gewonnen, als man in ihm noch den Eisenlieferanten schlechthin sah, seinetwegen aß man als Kind den Teller nicht leer und bekam auch keinen Nachtisch! Wie heute bekannt ist, unterlag der jahrelange Glaube von dem Eisenwunder Spinat einem Rechen- bzw. einem Kommafehler. Statt 35mg Eisengehalt auf 100g, enthält Spinat gerade mal 3,5mg und ist somit nicht das grüne Wundergemüse, für das man ihn lange hielt. Trotzdem ist Spinat gesund und hat neben dem eher durchschnittlichen Eisengehalt viele Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe zu bieten.

Heute, nachdem der Rechenfehler behoben, bzw. das Komma an die richtige Stelle gerückt wurde, sticht der Spinat wieder positiv heraus aus der bunten Masse unserer reichhaltigen saisonalen Gemüseauswahl. Wer sich als Erwachsener wieder an ihn "herantraute" wird bestätigen können – Spinat ist, richtig zubereitet, ein Genuss. Ganz besonders schmackhaft ist frischer Spinat, der nach dem langen Winter den Frühling und damit eine neue Gemüsesaison einläutet. Doch auch in der Tiefkühlabteilung hat Spinat die Nase ganz weit vorn und besticht vor allem durch seine einfache und schnelle Zubereitung.

Eigentlich gibt es kaum eine Zeit, in der uns Spinat nicht zur Verfügung steht, denn Spinat "wächst" ganzjährig, und zwar in unseren Tiefkühltruhen. Schockgefrostet ist er ein besonders schnell zubereiteter Begleiter zu Spiegelei und Kartoffeln oder zu einer raffinierten Sauce zu Nudeln verarbeitet. In verschiedenen Variationen (grob, fein, Rahm, etc.) erhältlich, muss der tiefgefrorene Spinat nur noch nach eigenem Geschmack aufgepeppt werden.

Doch vor allem der frische Spinat aus den heimischen Landen lässt sich zur Gourmet-Speise verarbeiten. Wir geben Ihnen die entscheidenden Tipps rund um den Einkauf, die Lagerung und die Zubereitung von Spinat.

Spinat kaufen: Frische ist wichtig

Wer die Spinat-Blätter erntezart verarbeiten möchte, hat genau jetzt das geschmackliche Vergnügen, denn zwischen März und Mai hat das grüne Gemüse aus heimischem Anbau Saison, hierbei handelt es sich um den so genannten Frühlings- bzw. Sommerspinat. Dieser ist sehr zart und nicht so grob und kräftig in seiner Struktur wie der zwischen September und Oktober geerntete Winterspinat. Je nach Art der Ernte unterscheidet man nochmals zwischen Wurzel- oder Blattspinat. Während beim Blattspinat nur die einzelnen Blätter gepflückt werden, wird beim Wurzelspinat die gesamte Pflanze mit Wurzelansatz von Maschinen eingetragen.

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Von: Anna Walz, Länge: 1:32 Minuten, Aufrufe: 52.556

Das Rezept zum Video:

Beim Einkauf sollte man unbedingt auf absolut frische Ware achten. Sind die Blätter nicht mehr knackig grün, sondern welk, lasch oder wirken gedrückt, lohnt sich die Investition nicht. Mit frischem Spinat sollte stets sehr sorgsam umgegangen werden, denn schon beim Einpacken kann es passieren, dass einige Blätter gequetscht werden und man das Blattgemüse zu Hause schon nicht mehr verwenden kann. Das Beste ist, Spinat so fix wie möglich zu verwerten, denn er verliert mit jedem Tag mehr an Saft und Kraft, Blattspinat noch schneller als der mit Wurzel, da hier die Blätter noch mit dem Wurzelansatz verbunden sind. Verarbeitet man Spinat nicht sofort, hilft die Aufbewahrung im Kühlschrank - abgedeckt mit einem feuchten Tuch, um das unaufhaltsame Dahinwelken etwas zu verlangsamen. Länger als zwei Tage sollten Sie den Spinat jedoch nicht auf seine weitere Verwendung warten lassen.

Spinat: Tipps & Tricks

Spinat ist ein schnell verderbliches Blattgemüse und sollte immer frisch zubereitet werden – nur so ist ein perfektes Geschmackserlebnis garantiert und nur wenige Vitamine gehen verloren. Ist abzusehen, dass der Spinat doch nicht innerhalb kurzer Zeit Verwendung findet, kann man ihn schon küchenfertig zubereiten und bis zu acht Monaten einfrieren.

Spinat: Blattspinat

Bevor es aber zur Zubereitung kommt, muss Spinat (ähnlich wie Salat, Grünkohl oder Wirsing) sehr gründlich gewaschen werden, da gerne Erd- und Sandreste an ihm haften. Möchte man das junge Blattgemüse als Salat verwenden, müssen die Blätter nur noch vorsichtig trocken geschleudert werden. Handelt es sich bei der Verarbeitung um kräftigere Blätter oder um den Winterspinat, sollten die harten Stiele entfernt werden. Danach wird der Spinat kurz blanchiert, das bedeutet in einem großen Topf mit sprudelnd kochendem Wasser für einige Sekunden gebrüht, und danach wird der Spinat in Eiswasser abgeschreckt. So wird der etwas herbe Geschmack gedämpft, die Vitamine geschont und die Farbe erhalten. Der Spinat kann nun, nachdem er kräftig ausgedrückt wurde, bis kein Wasser mehr kommt, viel einfacher weiterverarbeitet werden. Eine andere Variante wäre, den noch leicht nassen Spinat in einer Pfanne leicht anzudünsten. Aber Achtung! Der Spinat fällt schnell in sich zusammen und eine vermeintlich ausreichende Menge Spinat ergibt eine recht kleine Mahlzeit. In beiden Fällen hat der Spinat noch leichten Biss und ist so schon servierfertig. Man könnte den Spinat aber nun auch klein schneiden und ein leckeres Rahmgemüse daraus zaubern, mit ihm etwas einwickeln, ihn zum Füllen verwenden oder den Spinat einfrieren.

Spinat: Aufwärmen erlaubt?

Doch was macht man mit übrig gebliebenem Spinat, darf man diesen am nächsten Tag noch einmal aufwärmen? Eine häufig gestellte Frage, die leicht beantwortet ist: ja! Während man, als es noch keine Kühlschränke gab, tatsächlich nach mehrmaligem Aufwärmen Angst vor einer Nitritvergiftung haben musste, ist diese Sorge heute unbegründet. Spinat darf wieder aufgewärmt werden, wenn er schnell abgekühlt wurde. So kann aus dem im Spinat enthaltenen Nitrat kaum noch oder nur sehr langsam das schädliche Nitrit entstehen, das besonders für Kinder eine Gefährdung darstellt. Also, lassen Sie den Spinattopf nicht über Nacht bei Zimmertemperatur stehen, sondern kühlen sie ihn schnell runter und ab in den Kühlschrank, so kann nichts passieren!.

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