Spinat: Tipps und Rezepte für frischen und TK-Spinat

Spinat: so lecker schmeckt das grüne Blattgemüse

Spinat mit grasgrüner Pasta und Garnelen

Spinat lässt sich in viele Leckereien wie Spinatlasagne mit Lachs, Pizza oder Spinatsalat verwandeln, Spinat gilt nach wie vor als gesund – und er zaubert ein sattes Grün ins Essen. Ob als frischer Blattspinat oder als Spinat aus dem Tiefkühler: Wir zeigen euch, wie ihr Spinat am besten verwendet, erklären, wie gesund das Blattgemüse tatsächlich ist und haben natürlich die besten Rezepte für alle, die wie Popeye Spinat einfach lieben.

Wenn sich Popeye eine Dose Spinat gönnt, dann verfügt er plötzlich über Superkräfte. Leider funktioniert das nicht außerhalb der Comicwelt, denn Spinat ist nicht das Wundergemüse, für das er lange gehalten wurde. Dennoch lohnt es sich, Spinat auf den Speiseplan zu setzen, denn je nach Art der Zubereitung wird das unscheinbare Grün zur Delikatesse!

Spinat: perfekte Rezepte mit Lachs, Cannelloni oder Gorgonzola

Richtig zubereitet ist Spinat ein Genuss. Ganz besonders schmackhaft ist frischer Spinat, wenn er nach dem langen Winter den Frühling und damit eine neue Gemüsesaison einläutet. Dann lässt sich das Blattgemüse aus heimischen Landen zur Gourmetspeise verarbeiten. Doch auch in der Tiefkühlabteilung hat Spinat die Nase ganz weit vorn und besticht vor allem durch seine einfache und schnelle Zubereitung.

Neben den Klassikern Spinatsalat und sämig gekochtem Spinat als Gemüsebeilage gibt es viele tolle Rezepte für Spinat:

Rezeptideen: So schmeckt Spinat am besten

Als Belag für Tartes, Quiches oder Pizza

Als Füllung für Backwerke wie Pfannnkuchenrolle, Blätterteig-Teilchen, Muffins oder Pasteten

Als Füllung für Nudeln: Für Lasagne oder Cannelloni, für kleine Teigtaschen wie Ravioli oder Tortellini – oder Maultaschen

Als Suppe: Spinat ergibt mit Erbsen eine leuchtend grüne Suppe, passt bestens zu Bärlauch, Kürbis oder Kartoffeln und schmeckt mit Fischbeigaben wie Lachs oder Scampi

Als Soße: Mit Mascarpone, Gorgonzola, Frischkäse oder Sahne verfeinert passt Spinat bestens zu Pasta

Als natürliches Färbemittel für bunte Nudeln oder grüne Pfannkuchen

Perfekt passt Spinat einfach zu Pasta, im folgenden Video wird einer der Pasta-Klassiker, Lasagne, einfach mit Spinat gemacht. Mit Frischkäse, Parmesan, Tomaten und TK-Spinat entsteht eine leckere Lasagne, die ihr bei Bedarf auch noch mit anderen Zutaten wie Lachs ergänzen könnt:

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Von: Anna Walz, Länge: 2:41 Minuten, Aufrufe: 8.348

Das Rezept zum Video:

Egal ob frisch oder tiefgekühlt: Wichtig bei Spinat ist die richtige Verarbeitung, damit er beim Kochen Aroma und Farbe behält.

Frischen Blattspinat richtig verarbeiten

Zunächst muss frischer Spinat gründlich gewaschen werden, da oft Erd- und Sandreste an ihm haften. Möchte man das junge Blattgemüse zum Spinatsalat verarbeiten, müssen die zarten Blätter nur noch vorsichtig trocken geschleudert werden. Bei kräftigeren Blättern oder Winterspinat sollten die harten Stiele entfernt werden. Danach wird der Spinat kurz blanchiert, also mit sprudelnd kochendem Wasser für einige Sekunden überbrüht und danach mit Eiswasser abgeschreckt. So wird der etwas herbe Geschmack gedämpft, die Vitamine geschont und die Farbe erhalten. Der Spinat kann nun, nachdem er kräftig ausgedrückt wurde, viel einfacher weiterverarbeitet werden. Vor allem wenn er als Belag oder Füllung verwendet wird, sollte Spinat gut ausgedrückt werden, weil er sonst das Backwerk verwässern würde.

Eine andere Variante wäre, den noch leicht nassen Spinat in einer Pfanne anzudünsten um ihn dann weiter zu verarbeiten. Aber Achtung! Der Spinat fällt schnell in sich zusammen und eine vermeintlich ausreichende Menge Spinat ergibt eine recht kleine Mahlzeit. In beiden Fällen hat das Blattgemüse noch leichten Biss und ist so schon servierfertig. Oder ihr schneidet den Spinat klein und zaubert ein leckeres Rahmgemüse daraus oder friert ihn direkt ein.

Tiefgekühlten Spinat richtig verarbeiten

Viele greifen auch gerne zum Spinat aus der Tiefkühltruhe und auch viele Rezepte sehen den TK-Spinat in der Zutatenliste vor. Tiefgekühlt kann man ihn gehackt bzw. passiert kaufen, als schockgefrosteten Blattspinat und als bereits gewürzte Portionen, zum Beispiel den beliebten Rahmspinat, der mit Sahne verfeinert wurde. Der tiefgefrorene Spinat muss nur noch nach eigenem Geschmack aufgepeppt werden. Spinat aus der Tiefkühltruhe muss übrigens nicht schlechter sein als frischer Spinat. Im Gegenteil: Je nachdem wie lange frischer Spinat transportiert wurde oder in den Regalen lag, kann die Qualität schon sehr gelitten haben. Tiefkühl-Spinat wird direkt nach der Ernte tiefgefroren, sodass die meisten der wichtigen Vitamine erhalten bleiben und der aufgetaute Spinat wie frisch ist. Natürlich ist die Konsistenz eine andere, weshalb sich für tiefgefrorenen Spinat andere Rezepte anbieten als für frischen Blattspinat. So ergibt auch TK-Spinat eine herrliche Pastafüllung oder Suppe, als Pizzabelag und vor allem für Spinatsalat bietet sich frischer Blattspinat besser an.

Wie euch ganz leicht die beliebte Spinatrolle mit Lachs gelingt, könnt ihr im folgenden Video aus der Serie "Einfach lecker" sehen:

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Von: Anna Walz, Länge: 3:14 Minuten, Aufrufe: 35.649

Das Rezept zum Video:

Spinat kaufen: Frische ist wichtig

Wer die Spinatblätter erntezart verarbeiten möchte, hat im Frühjahr das geschmackliche Vergnügen, denn zwischen März und Mai hat das grüne Gemüse aus heimischem Anbau Saison. Dieser ist sehr zart und nicht so kräftig in seiner Struktur wie der zwischen September und November geerntete Spinat. Je nach Art der Ernte unterscheidet man nochmals zwischen Wurzel- oder Blattspinat. Während beim Blattspinat nur die einzelnen Blätter gepflückt werden, wird beim Wurzelspinat die gesamte Pflanze mit Wurzelansatz von Maschinen eingetragen.

Spinat kaufen: die besten Tipps

Beim Einkauf sollte man unbedingt auf frische Ware achten. Sind die Blätter nicht mehr knackig grün, sondern welk, lasch oder wirken gedrückt, lohnt sich die Investition nicht.

Mit frischem Spinat sollte stets sehr sorgsam umgegangen werden, denn schon beim Einpacken kann es passieren, dass einige Blätter gequetscht werden und man das Blattgemüse zu Hause nicht mehr verwenden kann.

Das Beste ist, Spinat so fix wie möglich zu verwerten, denn er verliert mit jedem Tag mehr an Saft und Kraft.

Blattspinat welkt noch schneller als Spinat mit Wurzel, da hier die Blätter noch mit dem Wurzelansatz verbunden sind.

Spinat ist ein schnell verderbliches Blattgemüse und sollte immer frisch zubereitet werden – nur so ist ein perfektes Geschmackserlebnis garantiert und die Vitamine bleiben weitestgehend erhalten. Verarbeitet man Spinat nicht sofort, hilft die Aufbewahrung im Kühlschrank – abgedeckt mit einem feuchten Tuch, um das unaufhaltsame Dahinwelken etwas zu verlangsamen.

Länger als zwei Tage sollte man den Spinat jedoch nicht auf seine weitere Verwendung warten lassen.

Ist abzusehen, dass der Spinat doch nicht innerhalb kurzer Zeit Verwendung findet, kann man ihn schon küchenfertig zubereiten und bis zu acht Monate lang einfrieren.


Spinat: Aufwärmen erlaubt?

Was macht man mit übrig gebliebenem Spinat, darf man diesen am nächsten Tag noch einmal aufwärmen? Eine häufig gestellte Frage, die leicht beantwortet ist: ja! Allerdings solltet ihr ihn nicht lange warm halten und darauf achten, dass der Spinat sich schnell abkühlt. Der Grund: Spinat nimmt aus dem Erdreich Nitrat auf. Wird der Spinat länger warm gehalten, wandelt sich dies in schädliches Nitrit um – besonders für Kinder eine gesundheitliche Gefährdung. Spinat darf wieder aufgewärmt werden, wenn er schnell abgekühlt wurde. So kann aus dem im Spinat enthaltenen Nitrat kaum noch oder nur sehr langsam das schädliche Nitrit entstehen. Das bedeutet: Den Spinattopf nicht über Nacht bei Zimmertemperatur stehen lassen, sondern direkt auskühlen lassen und ab in den Kühlschrank. So kann nichts passieren!

Spinat – besonders gesund oder Durchschnitt?

Und wie gesund ist Spinat nun wirklich? Das Spinatimage hat in den letzten Jahren gelitten. Zunächst galt das grüne Blattgemüse als Superfood mit besonders viel Eisen, dann wurde der Irrtum aufgeklärt und inzwischen ist Spinat wieder rehabilitiert. Spinat ist mit 4,1 mg Eisen zwar nicht das grüne Wundergemüse, für das man ihn lange hielt, trotzdem ist Spinat gesund und enthält neben dem eher durchschnittlichen Eisengehalt viele B-Vitamine, Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Folsäure. Außerdem ist Spinat kalorienarm und deshalb eine perfekte Wahl für eine leichte und gesunde Ernährung. So ergänzt das Blattgemüse unsere reichhaltige saisonale Gemüseauswahl als zarter Sommerspinat von Ende März bis Mai, als kräftiger Winterspinat von September bis November – und ganzjährig aus dem Tiefkühlregal.

Wer jetzt Lust auf Spinat bekommen hat, wird hier gleich doppelt fündig. Auf der nächsten Seite gibt es Rezepte mit frischem Spinat – vom zarten Spinatsalat bis zum würzigen Kartoffel-Spinat-Curry. Danach findet ihr Rezepte für Spinat aus dem Tiefkühlregal, kombiniert mit Zutaten wie Lachs, Feta oder Kichererbsen.

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