Thüringer Küche


Typische Spezialitäten der thüringischen Küche

MühleThüringen war einst ein armes Land - Ackerbau, Viehzucht und Heimarbeit waren die wichtigsten Existenzgrundlagen der vor allem ländlichen Bevölkerung. Immer wieder überzogen Kriege das Land. Die letzte entscheidende Schlacht des Großen Deutschen Bauernkrieges am 15. Mai 1525 unter Führung von Thomas Müntzer fand hier statt und hier stand auch die Wiege der Reformation.

Die Thüringer Küche kennt viele einfache Gerichte aus Zeiten, wo die Kartoffel das Hauptnahrungsmittel war und zu jeder Mahlzeit auf den Tisch kam - oftmals ohne viel anderes dazu. Ungefähr um 1680 setzte sich der Kartoffelanbau in den Thüringer Landen durch und bald darauf verdrängtem die Klöße aus Kartoffeln diejenigen aus Mehl, die bis dahin gegessen wurden. Zuerst wurden sie in den Bauernküchen gekocht, schnell aber sprach es sich auch bei den Herren herum, dass die Kartoffelklöße lockerer sind und besser schmeckten als die bisher üblichen Mehlklöße und so war der Siegeszug des echten Thüringer Kloßes nicht mehr aufzuhalten.

Allerdings - was ist denn nun der „Echte Thüringer Kloß“? Was genau gehört dazu und wie wird er zubereitet? Diese berechtigten Fragen kann niemand beantworten - ganz einfach, weil es keine definitive Antwort gibt. Es gibt unzählige Varianten und in jedem Tal, hinter jedem Hügel schwören die Hausfrauen, dass nur ihr Rezept das einzig Wahre ist.

Neben dem Kloß gibt es noch eine Berühmtheit der Thüringer Küche - die Thüringer Bratwurst (auch Rostbratwurst). Diese unterscheidet sich wesentlich von der andere Gebiete Deutschlands. Das Brät wird in einem Schweinedarm nicht zu fest gestopft, die Wurst muss weich sein, wird nicht gebrüht und heißt “Roster“.

Nicht vergessen darf man, wenn man sich der Küche Thüringens zuwendet, die herrlichen Blechkuchen, der Stolz einer jeden guten Hausfrau und ein Zeichen für den Wohlstand einer jeden Familie im Dorf. Wer es sich leisten konnte, der buk am größten gemeinsamen Dorffest des Jahres, der Kirmes, schon mal bis zu 15 und mehr Sorten. Vor allem der Kartoffelkuchen, noch lauwarm gegessen, ist einfach wunderbar. Wichtig ist auch heute noch der Weihnachtsstollen, den man hier „Schittchen“ nennt.

Auch wenn die alten Traditionen eine zögernde Renaissance erleben, so ausgiebig wie früher feiert man heute nicht mehr und leider sind große Festessen im Kreise der ganzen Familie auch in Thüringen nicht mehr selbstverständlich.

Einige interessante Rezepte dieser Region sollen hier noch genannt werden:

Rostbratwurst

... weitere Thüringer Rezepte

 Tipp: Weitere Informationen zur thüringischen Küche finden Sie bei kleine-speisereise.de unter Kulinarisches aus Thüringen


zurück weiterlesen

Artikel vom 20.03.2008
nach oben | Artikel drucken