Wenn das Kochen etwas weniger Zeit in Anspruch nehmen soll, liegt Hackfleisch auf der Zutaten-Beliebtheitsskala ganz weit oben. Das fertige Hackfleisch kann im Handumdrehen in Burger oder blitzschnell zu Frikadellen, Hackbraten oder einer schnellen Bolognese mit Nudeln verarbeitet werden. Die einzige Schwierigkeit bei Hackfleisch ist seine schnelle Verderblichkeit.

Hackfleisch: Lagerung und Haltbarkeit

Hackfleisch ist aufgrund seiner größeren Oberfläche als bei einem Stück Fleisch besonders schnell verderblich. Beim Einkauf, Transport und schließlich bei der Lagerung zu Hause, solltest du deshalb einige Dinge beachten:

 

Beim Einkauf die Fleischtheke oder die Metzgerei grundsätzlich zuletzt ansteuern, so erspart man dem Fleisch eine längere Fahrt im recht warmen Supermarkt, bzw. im Auto.

 

Schon beim Transport nach Hause solltest du Hackfleisch am besten in einer Kühltasche mit anderen kühlen Produkten transportieren.

 

Tiefgekühltes Hackfleisch sollte sofort mit Verpackung zu Hause in die Kühltruhe kommen.

 

Möchtest du frisches Hackfleisch am gleichen Tag des Einkaufs verzehren, hält es sich bei 2 - 4° Celsius im Kühlschrank. Du solltest das frische Fleisch aber hierfür aus der Tüte herausholen und in einer verschließbaren Schüssel lagern.

 

Hackfleisch sollte nach einigen Stunden Lagerzeit immer gründlich durchgebraten werden, nur absolut frisches Fleisch eignet sich zum Rohverzehr (Tatar).

 

Liegen mehr als 12 Stunden zwischen dem Einkauf und der Verwendung, ist es ratsam, das Fleisch schon vor dem eigentlichen Verzehr zuzubereiten. Durch das Braten oder Garen (mind. 10 min, sodass das Innere, also der Fleischkern, eine Temperatur von 70 Grad erreicht) werden alle vorhandenen Keime getötet.

 

Wenn du es nicht für die nächste Mahlzeit verwendest: Friere das Hackfleisch sofort ein. Allerdings vermehren sich die Keime in der Zeit, die das Fleisch zum Gefrieren benötigt, weiter, gleiches passiert in der Auftauzeit. Damit das Fleisch mit so wenig Keimen wie möglich eingefroren wird, gebe es am besten ohne Hautkontakt in kleinen Portionen in die Gefriertüte und drücke es ganz flach. So friert und taut es schneller.

 

Auf abgepacktem Hackfleisch muss immer ein Mindesthaltbarkeitsdatum und eine Lagertemperatur angegeben sein, welche du strikt einhalten solltest.

 

Abgepacktes Hackfleisch wird in der Verpackung in den Kühlschrank gegeben. Eine halbe Stunde vor Verbrauch solltest du die Verpackung öffnen und das Fleisch „atmen“ lassen. Durch das Vakuumieren wird Sauerstoff aus der Verpackung entzogen, dies verändert auch den Geschmack des Hackfleisches. Durch die Luftzufuhr vor der Zubereitung erhält das Hack wieder seinen normalen Geschmack.

 

Bei tiefgefrorenem Hackfleisch darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden, dies macht den Transport nach Hause schwierig. Sobald es einmal angetaut ist, darf es nicht wieder eingefroren werden!

Gegartes Hackfleisch hält sich gekühlt 24 bis 48 Stunden, da durch das Durchgaren alle Keime abgetötet wurden und der Anfangskeimgehalt wieder auf null steht. Viele Kühlschränke haben keine genaue Temperaturanzeige, sondern nur einen groben Regler, der sich in verschiedene Stufen einstellen lässt.

Bei der Lagerung von Hackfleisch ist es sehr wichtig, die angegebene Lagertemperatur (bei frischem Hackfleisch 2 - 4° Celsius) nicht zu überschreiten. Hier hilft ein normales Thermometer, um die genaue Gradzahl zu messen. Ein zu warm eingestellter Kühlschrank, lässt die Keimvermehrung schneller steigen, frisch gekauftes Hackfleisch kann evtl. schon am nächsten Tag nicht mehr verwendet werden.

Hackfleisch ist generell für den Rohverzehr geeignet. Ist dies nicht der Fall, muss das Produkt dementsprechend gekennzeichnet sein und den Hinweis „zum Braten" auf der Verpackung enthalten. Es sollte jedoch noch am selben Tag verarbeitet werden oder sofort tiefgekühlt werden. Tiefgekühlt ist Hackfleisch sechs Monate haltbar. Doch schon beim Einkauf sollte auf absolute Frische und Qualität geachtet werden. Auch die richtige Lagerung spielt bei diesem schnell verderblichen Lebensmittel eine wichtige Rolle.

Hackfleisch selber machen

Wenn du Hackfleisch selbst zubereiten willst, brauchst du einen Fleischwolf oder einen entsprechenden Aufsatz für deine Küchenmaschine. Die Scheibe, durch die das Fleisch gedreht wird, gibt es in verschiedenen Stärken – von ganz fein, fein, grob bis sehr grob. Doch welche Stärke sollte für welches Gericht verwendet werden?

Der feinste Aufsatz eignet sich für Tatar und Farcen. Für Füllungen und kleine Fleischbällchen (z.B. als Suppeneinlage) muss das Hackfleisch nicht ganz so fein gewolft werden (ca. 3mm). Frikadellen und Hackbraten werden am besten mit dem groben Aufsatz zerkleinert. Die Fleischstränge haben dann 5 Millimeter Durchmesser, dieses entspricht dem handelsüblichen Hackfleisch. Für grobe Bratwurst kann der gröbste Aufsatz verwendet werden.

Hackfleisch ist nicht gleich Hackfleisch

Beim Hackfleisch gibt es unterschiedliche Sorten. Mageres Rindfleisch, das durch den Fleischwolf gedreht wurde und besonders sehnen- und fettarm ist, nennt man Schabefleisch. Aus diesem feinen Fleisch bereitet man zusammen mit Gewürzen und Ei die deftigen Leckereien Beefsteak Tatar, Tatar und Beefsteakhack.

Wenn das Hackfleisch nur grob entsehnt wurde, nennt man es nicht mehr Schabefleisch, sondern verwendet den Ausdruck Hackfleisch. Hackfleisch vom Rind ist daher also grob entsehntes und durch den Wolf gedrehtes Rindfleisch. Dementsprechend ist Hackfleisch vom Schwein durchgedrehtes, grob entfettetes Schweinefleisch, welches fertig gewürzt (meist mit Salz, Pfeffer, Knoblauch oder Kümmel, je nach regionaler Tradition) auch Mett oder Hackepeter genannt wird.

Gemischtes Hackfleisch besteht aus grob entsehntem Rind- und grob entfettetem Schweinefleisch. Hackfleisch kann ebenso aus Kalb-, Lamm-, Wild-, oder Geflügelfleisch frisch hergestellt werden. Gehacktes aus Wild oder Geflügel darf aufgrund der Verderblichkeit nicht verkauft werden, so muss Fleisch dieser Sorte selbst durch den Wolf gedreht werden. Aufgrund der geringen Nachfrage und hohen Verderblichkeit gibt es auch selten Hackfleisch von Kalb, Schaf oder Ziege. Diese Sorten kannst du jedoch bei deinem Fleischer erfragen.

Hackfleisch: große Rezeptvielfalt

Hackfleisch harmoniert zu Nudeln, Kartoffeln, Reis oder Gemüse gleichermaßen – daher ist die Anzahl der Rezepte beinahe unendlich, vom feinen Hackbraten bis zu schnellen Frikadellen. Absolut im Trend liegen mediterran oder asiatisch gewürzte Hackfleischgerichte. Hier geben Gewürze oder Kräuter den letzten Kick und verwandeln einfache Rezepte in abwechslungsreiche Gaumenfreuden.

Dabei solltest du nicht nur neue Gewürzkombinationen ausprobieren, sondern auch die Fleischsorte einmal variieren. Verwende statt dem hierzulande üblichen Schweinehack beispielsweise Lammhack, gebe damit dem Gericht eine völlig neue Note. Denn ein Hackbraten aus Lamm ist im Geschmack allein durch das Aroma des Fleisches sehr viel kräftiger.

 

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Von: Anna Walz, Länge: 2:10 Minuten, Aufrufe: 16.986

Das Rezept zum Video:

Fülle kleine Überraschungen in Ihre herkömmlichen Frikadellen. Hier können Oliven oder Kapern einfach in die Mitte der kleinen Hackbällchen gedrückt werden, auch kleine Käsestückchen oder Gemüsestückchen (z.B. Paprika, Zucchini oder in Öl eingelegte Tomaten) eignen sich, um das manchmal langweilige Partyrezept zu einem Highlight aufzupeppen. Dieselben Ideen schmecken übrigens wunderbar in Tatar!

Klassiker aus Hackfleisch: der Burger

Wenn du richtig gute Burger zubereiten willst, dann gehört – außer Salz und Pfeffer, ggf. Gewürzen – nichts weiter in die Hackfleischmasse. Eier, Semmelbrösel oder Paniermehl sollten nur Verwendung finden, wenn eine weiche und lockere Konsistenz wie bei Frikadellen gewünscht wird und haben im Burger deshalb nichts zu suchen. Eier als Bindemittel sind nicht nötig, denn der Burger wird auch ohne Ei fest. Fügt man dem Hackfleisch hingegen Semmelbrösel oder Paniermehl hinzu, wird Ei als Bindemittel benötigt.

Auf der folgenden Seite haben wir einige klassische Rezepte mit Hackfleisch zusammengestellt – als leckere Sauce zu Nudeln, als Frikadelle, zum Burger verarbeitet oder als Füllung für Champignons.

Hackfleisch: Klassische Rezepte von Frikadellen bis Hackbraten

Lauchcreme-Gourmetsuppe

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(Foto: Aurora1977)

Börek

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(Foto: peeveh)

Heddus Hackbällchen in Tomatensoße

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(Foto: Tombstone5)

Gefüllte Champignons

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(Foto: s-fuechsle)

Moussaka mit Schafskäse - Bechamelsauce

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(Foto: Dolcevita2011)

Falscher Hase mit glacierten Möhren und Spätzle

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(Foto: gartensamtpfote)

Big Kahuna Burger

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(Foto: metal)

Florentiner Hackfleischtorte

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(Foto: el_kapitan)

Cevapcici, wie ich sie mag

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(Foto: Surina)

Fleischpflanzerl oder Frikadellen

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(Foto: schnucki25)

Mediterraner Hackbraten mit Oregano - Kartoffeln

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(Foto: Deliyah)

Köttbullar mit Champignon-Rahmsauce

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(Foto: SchmackoFatz3)

Omas beste Frikadellen

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(Foto: CHEFKOCHPrintMagazin)

Lasagne al forno

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(Foto: Gourmaumau)

Königsberger Klopse

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(Foto: Chefkoch-Video)

Das beste Chili con Carne

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(Foto: Babolat)

Omas Kohlrouladen

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(Foto: Guhrmoh)

Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch

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(Foto: CHEFKOCHPrintMagazin)

Die echte Sauce Bolognese

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(Foto: CHEFKOCHPrintMagazin)

Big Kahuna Burger

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(Foto: CHEFKOCHPrintMagazin)

Hackfleisch ist vielseitig verwendbar, angefangen beim Rohverzehr auf Brot, gebraten als Frikadelle oder Burgerfleisch oder als Nudelgerichte wie Spaghetti Bolognese. Welche Hackfleischsorte du für die verschiedenen Gerichte bevorzugst, liegt ganz allein an dir, denn in erster Linie spielt hierbei der Geschmack eine Rolle. Rinderhack und Schweinehack gibt es in jedem Supermarkt. Wild und Geflügel darf vom Fleischer nicht hergestellt werden - das gibt es nur aus dem eigenen Fleischwolf. Lammhack hingegen kann bei deinem Schlachter erfragt werden. Wir haben hier die bekanntesten Rezeptklassiker mit Hackfleisch zusammengestellt.

Wenn dir das Leben Apfelstrudel gibt, bestell Eis und Sahne dazu! #mangönntsichjasonstnichts

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