Der Apfel spielt in vielen Kulturen eine große Rolle.
Der Liebesapfel gilt als uraltes Symbol der Erde und des Weiblichen. Er wurde den Göttinnen der Liebe und Fruchtbarkeit zugeordnet: bei den Babyloniern war dies Ischtar, bei den Griechen Aphrodite und bei den Germanen Iduna.
Der Sündenfall ist der wohl bekannteste Mythos: Adam und Eva essen im Garten Eden verbotenerweise eine Frucht vom Baum der Erkenntnis - und werden aus dem Paradies vertrieben.
Der Zankapfel bezeichnet eine Sache oder Tatsache, die zu einer Auseinandersetzung führt. Er hat seinen Ursprung in der griechischen Mythologie: Eris, die Göttin des Streits, versieht dort einen Apfel mit der Aufschrift "Der Schönsten" und wirft ihn zwischen die Göttinnen, was unweigerlich zu großem Zank und Zwietracht führte. Reichtum und Macht stehen oft im Zusammenhang mit der Ernte von Äpfeln, z. B. in dem Märchen von Frau Holle: während die positive Heldin den Erntewunsch des Apfelbaums erfüllt und für ihren Fleiß belohnt wird, geht die negative Heldin achtlos am Baum vorüber und wird bestraft.

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