Echter Lavendel


Lavendel in der Küche


Lavenderbraten Der echte Lavendel ist ein mehrjähriger Halbstrauch von 40-100 cm Höhe, aufrecht oder aufsteigend verzweigt und hat am Grundstock verholzte Stängel. Die Blätter sind silbergrau-grün behaart, wohlriechend, länglich, schmal und an den Rändern eingerollt.
Möchten Sie den Lavendel nicht nur als Zierpflanze sondern auch als Küchenkraut nutzen, sollten Sie unbedingt darauf achten, nicht den breitblättrigen Speiklavendel zu verwenden, denn dieser gibt Gerichten eine krautige bis seifenähnliche Note. Nur der echte Lavendel, erkennbar an den schmalen Blättern, ist aufgrund seines aromatischen Geschmacks als Gewürz verwendbar. Fragen Sie in Apotheken, Gartencentern oder Gewürzshops also immer nach “Angustifolia“.
Haben Sie einen frischen Strauch dieser Art in Ihrem Garten oder als Gewürzpflanze auf dem Balkon, können Sie die Blüten und die feinen, nicht holzigen, Stängel und Blätter, ähnlich wie Rosmarin oder Thymian, frisch oder getrocknet nutzen. Zum Trocknen werden die Blütenstengel abgeschnitten und als Bündel an einem schattigen luftigen Ort aufgehängt. Besonders lange hält sich das getrocknete Kraut mit all seinen Aromen in einem luftdicht verschlossenen dunklen Glas mit Schraubverschluss.

Sie haben Lavendel noch nie als Küchenkraut verwendet? Vielleicht haben Sie das doch und wussten es nur nicht, denn immerhin kommt die violette Pflanze in einer der bekanntesten Kräutermischungen vor. Gemeinsam mit Thymian, Rosmarin, Fenchel, Majoran, Lorbeer, Bohnenkraut, Oregano und Salbei ergibt die Mischung mit Lavendel die bekannten „Kräuter der Provence“! Diese Komposition schmeckt gut zu Fleischgerichten, wie auch zu mediterranen Speisen, hier ein paar Ideen für Sie:

Natürlich kann Lavendel auch Bestandteil eines Bouquet Garni sein oder als extravagante Note allein verwendet werden. Das süßliche, an Kampfer erinnernde Kräutlein passt hervorragend zu Schmorgerichten, Lamm oder Wild. Aber auch Fisch wird durch das feinsüße Aroma des Lavendels verfeinert, ebenso wie Saucen oder Öl und Essig für Salatdressings. Leicht parfümieren kann die Heilpflanze besonders raffiniert im Dessert, hier sollte man aber wirklich nur die zarten Blüten verwenden, da die Blätter, sind sie nicht mehr jung und frisch, schnell einen leicht seifigen Geschmack auf der Zunge hinterlassen. Ganz wichtig ist ebenso die Dosierung, weniger ist dabei definitiv mehr, Sie sollten immer vorsichtig und sparsam mit dem Gewürzlavendel umgehen. Einige Süßspeisen haben wir schon einmal für Sie herausgesucht.

Häufig wird für ein Dessert oder Süßspeise Lavendelzucker verwendet, diesen kann man sich vorbereiten, sodass er immer zur Verfügung steht. Ebenfalls sehr gut macht sich Lavendel übrigens in Marmelade oder Gelee, unbedingt auszuprobieren sollte man Lavendelbrötchen, Lavendelkekse, Mediterrane Salzstangen, Wald- und Wiesenblütensirup oder Lavendelbutter.
Auch Lavendelmilch ist einfach zuzubereiten, man hängt einfach ein Säckchen mit Lavendelblüten für einige Minuten in die kochende Milch und kann diese dann z.B. zu einem aromatischen Pudding weiterverarbeiten.

Wenn Sie sich für den Lavendel und andere Küchenkräuter interessieren, dann treten Sie doch der Gruppe Wildpflanzen und Küchenkräuter zur Selbsttheraphie bei oder fragen Sie in unseren Foren nach. Chefkoch.de bedankt sich bei der Kräuterjule (www.etera-hexe.de) sowie bei Dr. Thomas Hövelmann, Diplombiologe und Vorsitzender NABU-Bundesfachausschuss Botanik, für die überaus freundliche Unterstützung bei der Erstellung dieses Artikels!

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Artikel vom 21.01.2008
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