Senfherstellung nach alter Tradition


Senf und Gesundheit

Senf und Gurken Senfkörner sind seit undenklicher Zeit in der Arzneikunst angewendet worden. Die ältesten Schriftsteller schreiben ihnen eine Menge Heilkräfte hinsichtlich des inneren wie auch des äußerlichen Gebrauchs zu.
Die moderne Ernährungswissenschaft hat inzwischen nachgewiesen, dass Senf schwere Speisen verdaulicher macht. Laut Forschungen soll Senf die Darmbewegung anregen und regulierend auf den Blutdruck wirken. Weiter wird ihm eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung nachgesagt.

Das „Senfbad“

Aus England kennen wir das Senfbad gegen Erkältung aus Zeiten der Königin Victoria.
Man schüttet eine große Tasse gelbes Senfmehl in die Badewanne (ca. 80 L). Das Senfmehl löst sich im Wasser auf. Das Senfbad wirkt stark durchblutungsfördernd und schweißtreibend bei einer Badezeit von höchstens 10 Minuten. Nach dem Bad soll man ruhen. Allerdings ist solch ein „Senfbad“ für „Unerfahrene“ eine große Belastung - wer sich mit der Wirkung von Senf noch nicht so gut auskennt, sollte besser erst einmal ein Fußbad ausprobieren. Dafür wird ein wenig Senfpulver ins warme Wasser gegeben und sorgt so rasch für warme Füße und vermehrte Durchblutung des ganzen Körpers. Auch hier gilt, nach dem Bad am besten hinlegen!

Der Bronchitis-Senfmehlwickel

Benötigtes Material:

  • Senfmehl 100-200g
  • Wasser
  • 3 feine Tücher ca.40x40cm
  • 2 große Tücher um die Brust- und Rückenpartie einwickeln zu können.

Zubereitung der Senfmehlkompressen:

Das gelbe Senfmehl mit 45°C heißem Wasser zu einem dickflüssigen Brei rühren und diesen anschließend messerdick in die Mitte der Tücher gestrichen. Die Tücher werden dann zu Senfpäckchen zusammengefaltet. Zwei Senfpäckchen werden auf den oberen Rücken, links und rechts von der Wirbelsäule gelegt, ein weiteres auf die Brust.
Brustwarzen und Achselhöhle sollten nicht durch die Säckchen berührt, bzw. durch Eincremen mit Vaseline geschützt werden. Die Senfpäckchen werden durch ein Zwischen- und Außentuch fixiert.
Einwirkungsdauer:
Nach einer Minute, drei Minuten und fünf Minuten wird kontrolliert, ob der Senf eine starke Reizung (Rötung) auf der Haut hinterlässt, dann muss der Senfwickel entfernt werden.
Ist die Haut nur leicht oder gar nicht gerötet, wird die Anwendung weitergeführt und kann bis zu 10 bis 15 Minuten gesteigert werden.


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Artikel vom 07.01.2008
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