Das perfekte Weihnachtsessen


Tranchieren: Geflügel

Geflügel Der Weihnachtsklassiker schlechthin ist die Gans, auch wenn sich manch einer beim Essen an die Weihnachtsgans Auguste erinnert fühlt, die es gerade noch schaffte, ihrem Schicksal zu entgehen… Dennoch steht das Federvieh hoch im Kurs, besonders wenn die Anzahl sich am Tisch befindender Personen drei überschreitet. Bei mehr als sechs guten Essern reicht aber auch die fetteste Gans fast nicht mehr aus und man sollte eher einen großen Truthahn/Puter servieren. Perfekt für zwei bis drei Personen ist hingegen ein Brathühnchen oder eine Ente.
Natürlich kann man auch Einzelteile von Ente, Huhn oder Ganz braten und sich somit das, für manche evt. lästige, Tranchieren sparen. Allerdings schmeckt ein ganzer Braten einfach besser, da sich hier der komplette Eigengeschmack im Inneren, durch die Haut geschützt, am perfektesten entwickeln kann.
Holt man das goldgelb – hellbraun gebackene Geflügel aus dem Ofen, ist dies das optische Highlight des Hauptganges. Doch spätestens beim Versuch das Federvieh zu zerlegen, erlebt der ein oder andere Festtagsbraten meist ein Massaker… Diese Blöße müssen Sie sich in diesem Jahr nicht geben, beherzigen Sie folgende Vorgehensweise:

  • Tranchieren kommt aus dem Französischen und leitet sich von dem Wort „tranche“ für Scheibe ab, d.h. als allererstes benötigen Sie ein langes dünnes und sehr gut schneidendes Messer sowie eine Tranchiergabel, um das Geflügel fachgerecht zu zerlegen.
  • Auch eine Geflügelschere kann verwendet werden, das Arbeiten mit Messer und Tranchiergabel ist jedoch für den ersten Part weitaus stilvoller, zerlegt man den Braten am Tisch. Einzig sinnvoll ist die Verwendung der Geflügelschere, wenn man nach dem Tranchieren an die Füllung des Vogels herankommen möchte, um den Brustkorb aufzuschneiden.
  • Ganz wichtig, bevor Sie loslegen, das Geflügel auf den Rücken legen, die Brust sollte sich zum Tranchieren immer oben befinden!
  • Beginnen Sie am besten damit, die Haut an der Keule einzuschneiden, bis Sie an den Gelenkknochen stoßen. Damit die Gans/Ente mehr Halt im Liegen hat, geht es erst einmal mit der Brust weiter.
  • Mit der Tranchiergabel das Geflügel an der gegenüberliegenden Brust festhalten, aber ohne die Gabel ins Fleisch zu stechen. Nun direkt am Brustbein entlang von hinten nach vorne schneiden. Automatisch erreichen Sie den V-Knochen, der das Messer so wie von selbst bis nach unten führt. Die Brust kann nun mit Hilfe der Gabel vom Knochen weggedrückt werden, sodass die Brust mit Flügel einzig noch am Gelenk festsitzt. Dieses wird mit dem Messer durchtrennt/herausgelöst und die Brust ist befreit. Nun brauchen Sie nur noch den Flügel mit dem Messer zu entfernen und das Fleisch der Brust in feine Streifen zu schneiden.
  • Am Flügel selbst ist fast kein bzw. sehr wenig Fleisch, hier gibt es also nichts mehr zu tun. Legen Sie den Flügel dennoch mit auf den Fleischteller, sicher ist er für mindestens einen Gast eine sportliche Herausforderung.
  • Nun können Sie mit dem Messer das Gelenk der Keule herauslösen und müssen die Haut am unteren Ende nur noch durchschneiden – schon ist auch die Keule fertig servierfähig. Da diese für eine Person recht viel Fleisch bietet, kann sie noch einmal in der Mitte zerteilt werden.

Damit Sie sich das Gelesene bildlich vorstellen können, schauen Sie sich am besten zusätzlich unser Video Gefüllter Gänsebraten mit Serviettenknödeln an. Hier zeigt Carsten Dorhs anschaulich, wie es funktioniert! Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen!


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Artikel vom 17.12.2007
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