Bratapfelduft liegt in der Luft...


Von Apfelbräuchen und weihnachtlichen Rezeptideen

Bratapfel

Apfelschalenorakel

Die Weihnachtszeit ist, neben Silvester oder Neujahr, auch die Zeit für Orakel. Besonders bekannt ist das so genannte Apfelorakel, das traditionell von jungen Mädchen in der Andreasnacht befragt wurde, heute aber auch am Nikolaus- oder Weihnachtsabend den zukünftigen Bräutigam verraten soll. Dafür schält man einen Apfel so, dass die Schale ein langes Band ergibt. Man fängt dafür am oberen Rand des Apfels an und schält sich im Uhrzeigersinn (wer Linkshänder ist natürlich dagegen) spiralförmig bis ganz nach unten, ohne allerdings die Schale zerreißen oder zerbrechen zu lassen. Das so erhaltene Apfelband wird anschließend über die Schulter geworfen. Erkennt man nun einen Buchstaben, in der auf dem Boden liegenden Schale, ist dies der Anfangsbuchstabe des Vornamens des Zukünftigen. Natürlich ist hier ein bisschen Phantasie gefragt und eine gute Interpretationsgabe! Kennt man allerdings zwei Männer mit dem gleichen Namen oder zumindest gleichem Anfangsbuchstaben, kann das Orakel an dieser Stelle nicht mehr weiterhelfen....

 

Liebliche Träume...

...vom Auserwählten soll es geben, isst man an einem der Orakeltage (Andreasnacht, Nikolaus, Weihnachten, Silvester etc.) kurz vor Mitternacht einen geschenkten Apfel halb auf und die zweite Hälfte kurz nach Mitternacht. Ob der Traum wirklich in Erfüllung geht oder nur einfach eine schöne Träumerei bedeutet, darüber weiß man nichts....

Liebesorakel für Männer

Auch Männer können mit Hilfe eines Apfels erfahren, welches Mädchen in naher Zukunft eine Bindung mit Ihnen eingeht. Dafür müssen sie sich einfach am Weihnachtsmorgen vor die Haustür setzen und einen Apfel bis auf den Stiel aufessen. Die erste Frau, die die Straße entlang kommt, soll die Auserwählte sein... Na hoffentlich kommt nicht gerade Oma Lisbeth des Weges entlang...

Glück oder Unglück...

Lässt sich nach einem alten Brauch auch erkennen, teilt man einen Apfel am Weihnachtsabend in zwei Hälften. Sind die Kerne in der Mitte nicht zerschnitten und das Kerngehäuse sieht sternförmig aus, steht ein gesundes glückliches Jahr vor der Tür. Isst man am heiligen Abend einen geschenkten Apfel, soll dies ebenfalls vor Unglück schützen. Na dann, guten Apfelhunger!

Warum alte Bräuche nicht wieder aufleben lassen? – der Apfel als Baumschmuck

Schon damals war der Apfel als Weihnachtsschmuck beliebt und ist somit der Vorläufer unserer heutigen Christbaumkugeln. Vor allem die Sorte „Rote Sternrenette“, auch wegen der roten Farbe Weihnachtsapfel genannt, ist seit je her besonders gut geeignet, den grünen Tannenbaum optisch zu verschönern. Wer also seinen Baumschmuck der letzten Jahre nicht mehr sehen kann, der greift auf diesen alten Brauch zurück. Den Apfel mit dem vorher verdrahteten Stiel an einem schönen roten Band befestigen und aufhängen. Hat der Apfel keinen Stiel mehr, oder reißt dieser ab, kann ein Holzspieß durch den Apfel getrieben als Stielersatz nützlich sein. Wunderbar zur Apfeldeko sehen dazu große Walnüsse sowie rote dicke Schleifenbänder aus!

Glasierte Äpfel

Sie gehören einfach dazu und sind gerade auf Weihnachtsmärkten Magnetpunkt für die Jüngsten unter uns – Liebes- oder auch Paradiesäpfel. Auch hier eignen sich am besten etwas säuerliche Sorten, da die Zuckerglasur schon süß genug ist. Wie es gemacht wird, verrät dieses Rezept für kandierte Äpfel. Alle Erwachsenen, denen die rote Zuckerglasur nicht so zusagt, sollten die glasierten Äpfel mit Espress-Sahne-Sauce probieren...

Apfel – Punsch

Nichts wärmt an kalten Tagen besser von innen, als ein warmes Getränk. Und auch hier spielt der Apfel an Weihnachten gerne die Hauptrolle, z.B. als Apfel-Amaretto-Punsch, Heißer Apfel oder Apfelglühwein. Und die lieben Kleinen werden sich sicher über einen Kinderpunsch freuen.

Kuchen und Desserts

Besonders beliebt sind vor allem in der Vorweihnachtszeit köstliche Kuchen zum Adventskaffee. Schon beim Gedanken an wohlklingende Rezepte, wie Bratapfelkuchen, Winterlicher Apfeltraum oder Adventsstrudel, bekommt man richtig Appetit. Ebenso lecker und gerne als krönender Abschluss eines mehrgängigen Menüs genommen - der Apfel als süße Verführung in Desserts, z.B. Bratapfeltiramisu, Bratapfelparfait oder eine Apfel-Spekulatius-Creme.

Mit Äpfeln kann man tolle Sachen machen, ganz besonders gut schmecken Sie aber auch in ihrer natürlichen Form! Und Sie kennen ja das Sprichwort: An apple a day....


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Artikel vom 26.11.2007
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