Adventszeit ist Backzeit!


Gugelhupf - vielseitiger Napfkuchen im Weihnachtslook!

Gugelhupf Bevor wir uns der Zubereitung eines Gugelhupfes zuwenden, stellt sich die Frage, woher der Name „Gugelhupf“ eigentlich kommt. Margareta Maurer, einigen vielleicht unter ihrem Usernamen genovefa56 bekannt, hat sich diese Frage auch gestellt und recherchiert. Das Ergebnis ist nun als Vorwort in ihrem jüngst veröffentlichten Buch „Die besten Gugelhupf-Rezepte“ nachzulesen, welches Sie uns hiermit zur Verfügung stellt:

Gugelhupf – oder: die süße Mütze

Die alten Römer sagten „cucullus“, wenn sie eine kapuzenähnliche Kopfbedeckung meinten, im Mittelhochdeutschen hieß das dann „gugele“. Die Verwandtschaft dieser Wörter mit unserem Gugelhupf liegt gewiss nicht nur für Sprachwissenschaftler auf der Hand. Welcher speziellen Kapuze der Napfkuchen aus Hefe- oder Biskuitteig nachempfunden wurde oder warum er nun ausgerechnet in dieser und keiner anderen Form gebacken wird, das weiß hingegen niemand so genau. Kein Wunder also, dass es zum Gugelhupf so manch lustige Anekdote gibt: Da heißt es zum Beispiel, dass die kugelförmige Kopfbedeckung der Wiener Marktfrauen Vorbild war. Mitunter wird auch die Kapuze der Kapuziner als „Gugel“ bezeichnet. Andere Quellen wiederum zitieren hier das gugelhupfähnliche Festgebäck namens „cuculla offa“, das junge Mönche bei ihrem Eintritt ins Kloster überreicht bekamen. Wieder andere behaupten, dass der Kuchen seinen Namen der Tatsache zu verdanken habe, dass der Teig beim Backen „wie eine Kugel aufhupft“. Wie auch immer die wahre Geschichte des Gugelhupfs letztlich aussehen mag – Der Legende nach soll die französische Königin Marie-Antoinette, eine Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, Ende der 70er Jahre des 18. Jahrhunderts den Gugelhupf im Elsass eingeführt haben. Seither findet alljährlich Anfang Juni im elsässischen Ribeauvillé (in der Nähe von Colmar) die Fête du Kougelhopf statt – ein beliebtes Straßenfestival ganz im Zeichen der süßen Mütze!

Einige Tipps aus der Gugelhupfbackstube:

  • Butter und Milch sollten Zimmertemperatur haben, damit sie sich gut mit den anderen Zutaten verbinden und eine geschmeidige Masse entsteht
  • um den Teig schön locker zu bekommen, sollte man das Mehl und das Backpulver unbedingt sieben und den Zucker fein mahlen (bzw. Puderzucker verwenden)
  • das Ei am besten trennen und das Eiklar zu Eischnee (am besten mit ein wenig Zucker, das Ei sollte aus dem Kühlschrank kommen, dann wird der Schnee besser fest) schlagen, so wird der Teig luftiger
  • die Gugelhupfform immer einfetten und mit Mehl bestäuben, dann bleibt nichts kleben und der Kuchen lässt sich nach dem Backen einfacher aus der Form lösen
  • die Backform nicht bis zum Rand füllen, damit der Teig beim Backen nicht überläuft
  • der Backofen sollte bei Ober- und Unterhitze vorgeheizt sein, bei Umluft ist dies nicht nötig

Gerade jetzt in der Adventszeit, wenn das erste Lichtlein brennt und man vom Sonntagsspaziergang nach Hause kommt, gelüstet es uns nach vorweihnachtlicher Backware. Ein Gugelhupf ist da genau das Richtige, denn er ist einfach und schnell zubereitet und kann wunderbar festlich verziert werden. Wer da nicht in Weihnachtsstimmung kommt…

Hier einige Rezeptvorschläge:

Soll der Kuchen weihnachtlich verziert werden, empfiehlt sich, ähnlich wie bei den Plätzchen, eine Zucker- oder Schokoglasur als Grundlage. Danach kann nach Lust und Laune dekoriert werden, z.B. mit Marzipansternen, kandierten Früchten oder Nüssen. Am einfachsten bieten sich die Zutaten an, die auch im Kuchen vorkommen. Gutes Gelingen!

Wer mehr Gugelhupfrezepte sucht, findet noch so einige in unserer Rezeptdatenbank oder in Margareta Maurers Buch „Die besten Gugelhupfrezepte“, erschienen im Hubert Krenn Verlag, eine Sonderausgabe für A&M Weltbild.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Backen von Plätzchen oder Gugelhupf und eine schöne Adventszeit!


zurück

Artikel vom 18.11.2007
nach oben | Artikel drucken

Ähnliche Artikel

Aktuelle Umfrage

Machen Sie Ihre Nudeln auch schon mal selbst?
Ja, eigentlich immer. Ich liebe frisch gemachte Pasta!
Ja, sofern es die Zeit erlaubt oder zu besonderen Anlässen.
Bisher nicht, aber ich würde es gern mal ausprobieren.
Nein, das ist mir zu aufwändig.
Ergebnis

Partnermagazine