Sie ist einfach herrlich, die Adventszeit, denkt man nur an die vorweihnachtlichen Gerüche, die aus den heimischen Backstuben dringen. Doch nicht nur der Duft von frisch gebackenen Plätzchen sorgt für Vorfreude, auch das gemeinschaftliche Backen, Ausstechen und Verzieren mit Freunden, den eigenen Kindern oder der ganzen Familie macht richtig Spaß.
Am meisten Spaß macht die Back-Aktion, wenn sich das Ergebnis nachher sehen lassen kann und vor allen Dingen richtig lecker ist, dann haben sich der Aufwand und das anschließende Chaos in der Küche in jedem Fall gelohnt. Am einfachsten ist es, einen Grundteig für Ausstechplätzchen herzustellen. Durch Variationsmöglichkeiten mit hinzukommenden Zutaten sowie bunten Verzierungen entstehen viele verschiedene Geschmackskompositionen und echte Hingucker.
In diesem Jahr wird selbst gebacken, vorbei die Zeit der gekauften Kekse! Für alle diejenigen, die noch nie alleine Plätzchen hergestellt haben, sei gesagt: Es ist gar nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken und der Geschmack wird Sie überzeugen! Ganz wichtig - sehen Sie den Vorgang der Zubereitung nicht als Arbeit, sondern machen Sie ein Happening daraus, indem Sie sich nicht alleine, sondern mit den Kindern, Freunden, Kollegen, Nachbarn oder der Familie ans Werk begeben. Dies fördert Kreativität sowie Kommunikation und wird sicher eine bleibende positive Erinnerung an einen schönen gemeinsamen Nachmittag hinterlassen.
Ausstechplätzchen - Der Grundteig
Reicht für ca. 30-50 Plätzchen (abhängig von Größe und Dicke)
Zutaten:
- 200 g Mehl (oder Weizenvollkornmehl)
- 100 g Butter
- 75 g Zucker (oder Rohrzucker)
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 1 Ei (mittelgroß)
Zubereitung:
Sieben Sie das Mehl in eine Schüssel und geben Sie den Zucker, Vanillezucker und das Salz hinzu. Nachdem alles gut miteinander vermischt wurde, geben Sie das Ei sowie die Butter (am besten in kleine Würfel zerteilt oder in Flöckchen) in die Mischung und rühren mit Hilfe eines Knethakens alles gut durch. Wenn sich die Zutaten zu einer krümeligen Masse verbunden haben, kommt ein kleines bisschen Arbeit, denn nun wird der Teig mit der Hand geknetet. Erst wenn Sie eine gleichmäßige Verbindung der Teigmasse hergestellt haben, formen Sie eine Kugel und lassen den Teig für mindestens eine Stunde ruhen.
Natürlich würden die Plätzchen bereits in dieser einfachen Rezeptur schmecken. Aber immer nur der gleiche Geschmack ist auf die Dauer ganz schön eintönig, also warum nicht mit weihnachtlichen Zutaten verfeinern und somit eine Vielzahl an Plätzchensorten zaubern? Hier ein paar Ideen, wie Sie den Teig aufpeppen können.
Grundteig für Ausstechplätzchen variieren:
Mit Schokolade: Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder sie geben klein geraspelte Schokoladenstücke (je nach Wunsch weiße, Vollmilch oder Zartbitter) unter den Teig oder Sie schmelzen die Schokolade bzw. Kuvertüre und mischen diese mit dem Teig. Bei dieser Variante sollte man 50–80 g Schokolade einplanen. Der Zucker im Grundteig sollte ein wenig reduziert werden, sonst wird es dem ein oder anderen evtl. zu süß.
Mit Nüssen: Egal ob Walnuss, Haselnuss, Mandeln oder Pistazien, fein gemahlen oder grob gehackt, hier kommt rein, was schmeckt. Eine Menge von 50 g ist ausreichend, kann aber ganz nach Geschmack erhöht werden. Kleiner Tipp: Lassen Sie ein paar Nüsse ganz, sie können eine schöne Deko auf dem Plätzchen sein.
Mit Marzipan: Die Marzipan-Masse sollte vorher in kleine Stücke geschnitten und sehr gut mit dem Teig verknetet werden. 50–100 g genügen, einen leckeren Marzipangeschmack zu erhalten. Reste der Masse können als Verzierung verwendet werden.
Mit Früchten: Orangeat, Zitronat, Rosinen, Datteln, Feigen, Äpfel, Kokosflocken oder einfach nur geriebene Limettenschale bzw. Zesten, alles passt hervorragend zur Weihnachtszeit und wird ebenfalls einfach mit dem Teig verknetet.
Mit feinen Gewürzen: Hier gibt es meist schon Gewürzmischungen, die man fertig kaufen kann, z.B. Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz. Es kann aber auch nach Belieben, Zimt, Kardamom, Gewürznelken oder Piment hinzu gegeben werden. Wer es etwas außergewöhnlicher mag, der sollte einmal Safran oder Ingwer in den Teig mischen.
Haben Sie den Teig nach Ihren Wünschen verfeinert, kann er nun die richtige Form gebracht werden. Hier bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Sie können ihn ausrollen und mit vorhandenen Förmchen ausstechen. Wer keine Ausstechformen besitzt (gibt es meist als Sterne, Halbmonde, Herzen oder Tannenbäume im Set), kann sich mit vorhandenen Küchenutensilien (z.B. Gläser o.ä.) behelfen. Aber auch mit Hilfe eines Messers Formen aus dem Teig zu schneiden, klappt sehr gut. Befinden sich größere Stücke (wie Nüsse oder Obst) in der Masse, reicht es mit den Fingern oder mit einem Löffel kleine Häufchen aufs Backblech zu bringen, man kann die Masse aber auch zu Bällchen rollen und sie ein wenig platt drücken – alles ganz nach Lust, Laune und Kreativität.
Anschließend werden die Plätzchen im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Umluft je nach Größe und Dicke zwischen 10-15 Minuten gebacken. Am besten macht man zunächst einige Probeplätzchen, da die Backdauer je nach Ofen variieren kann und z.B. ein Schokokeks die Bräunung nicht so leicht erkennen lässt, wie ein heller Teig. Ebenso hat der eine eine Vorliebe für dunklere knusprige, der andere für eher weichere Plätzchen.
Ausstechplätzchen verzieren
Haben Sie sich für eine einfach ausgestochene Variante eines Plätzchens entschieden, gibt es tolle Möglichkeiten, sie im Nachhinein mit einer Glasur zu verfeinern, sie zu bemalen oder zu dekorieren. Eine ganz einfache Deko wären z.B. Nüsse, Krokant, kandierte Obststücke (Zitronat, Orangeat, Ingwer etc.), Rosinen, Schokolinsen, Kaffeebohnen, Schoko- oder Zuckerstreusel auf das Plätzchen zu geben. Mittlerweile gibt es aber auch in der Backwarenabteilung nette essbare Dekoartikel, passend zu jedem Anlass. So eignen sich gerade für die Weihnachtszeit z.B. kleine Sterne aus Schokolade oder Marzipan. Damit die Verzierungen auch am Plätzchen halten, verwendet man am besten Zucker- oder Schokoglasur. Man kann den abgekühlten Keks ganz mit der Glasur bestreichen, oder nur einen Klecks unter die Deko geben.
Wer auf eine Dekoration verzichten möchte und seine Plätzchen nur mit einer Glasur überzieht, hat ebenfalls Möglichkeiten, diese sowohl geschmacklich als auch optisch zu verfeinern. Statt für den Zuckerguss den Puderzucker mit Wasser zu vermischen, probieren Sie doch einmal Rosenwasser, Orangensaft oder Rum aus. Die Flüssigkeit ist variabel austauschbar und gibt Ihrem Keks je nach Geschmacksrichtung den letzten Pfiff. Wer es bunt mag, fügt noch ein wenig Lebensmittelfarbe seiner Wahl hinzu, meist hat die Glasur aber schon eine leichte Färbung der zugegebenen Flüssigkeit angenommen. Immer lecker ist eine Schokoglasur, dafür muss lediglich Kuvertüre geschmolzen werden. Wer verschiedene Schokoladensorten verwendet, z.B. weiße und dunkle Schokolade, hat schon den perfekten Ausgangspunkt, um seine Plätzchen zu bemalen. Die Ideevielfalt ist schier unbegrenzt. Wer Plätzchen richtig bunt bemalen möchte, der verwendet Lebensmittelfarbe. Diese wird einfach mit dem Zuckerguss vermischt und mit einem dünnen Pinsel aufgetragen.
Nicht zu vergessen sind Marmeladen oder andere süße Brotaufstriche auf dem weihnachtlichen Gebäck. Ein kleiner Klecks obendrauf reicht meist schon aus, man kann aber auch eine Füllung zaubern, indem man ein zweites Gebäckstück auf das erste legt und somit einen ganz neuen Keks kreiert.
Plätzchen lassen sich auch prima verschenken. In eine hübsche Blechdose verpackt lassen sie sich leicht transportieren und die Kekse halten sich darin länger frisch. Der Beschenkte wird sich sicherlich freuen, denn ganz ohne Plätzchen ist die Vorweihnachtszeit doch nur halb so schön.
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