Unter „Hausmannskost“ verstehen wir heute im Wesentlichen deftige oder traditionell zubereitete Gerichte. Noch bis ins 20. Jahrhundert spielte aber auch besonders die Nahrhaftigkeit sowie die Erschwinglichkeit eine wichtige Rolle, denn meist musste der Hausherr eine große Familie versorgen und dies mit oft spärlichen Einkünften. Dafür stand ihm traditionell die größte Portion bzw. das dickste Stück Fleisch zu, erlaubte der Geldbeutel eine solche Ausgabe.
Neben der Hausmannskost, mit der man früher vorrangig die Küche der unteren Bevölkerungsschichten wie Arbeiter und Bauern in Verbindung brachte, prägte die Zeit der Industrialisierung den Begriff der „Bürgerlichen Küche“. Auch hier wurde durchaus gerne deftig gegessen, doch konnten sich bürgerliche Familien den Einsatz hochwertigerer Zutaten und Gewürze leisten. Während die „gut“ bürgerliche Küche bis heute auch in Restaurants ihren Platz hat und kulinarisch weiterentwickelt wurde, ist die Hausmannskost im Großen und Ganzen ein weit gefasster verallgemeinerter Begriff für eine deftige Küche, die regional beeinflusst ist und vorrangig in den eigenen vier Wänden zubereitet wird.
Warum man sofort an einige Pfunde mehr auf der Waage denkt, sobald der Begriff Hausmannskost fällt, liegt auf der Hand, denn meist beinhalten die üppigen Gerichte große Fleischportionen mit einem recht hohen Fettanteil, denken wir nur an die Schweinshaxe oder den Krustenbraten. Doch hier gilt, wie bei allem anderen auch, in Maßen genossen ist alles erlaubt! Hier ein paar Tipps, wie Sie Ihre Figur halten, aber auf das Essen nicht verzichten müssen:
- Übertreiben Sie es nicht, ein- bis zweimal in der Woche eine etwas fettreichere Mahlzeit mit hohem Fleischanteil ist mehr als genug.
- Ein kleiner Salat vor dem Hauptgang nimmt den größten Heißhunger und sorgt für eine ausgewogenere Ernährung.
- Laden Sie Ihren Teller nicht randvoll, sondern erst einmal etwas übersichtlicher – meist sind die Augen größer als der Magen – psychologisch versucht man automatisch, seine Portion zu schaffen...
- Essen Sie langsam, so übergehen Sie den Sättigungspunkt nicht und das Gefühl, sich nicht mehr bewegen zu können, oder zu „platzen“, bleibt aus, man ist angenehm gesättigt.
- Beschränken Sie sich auf wenige Stücke Fleisch und halten Sie sich an die gesunden Beilagen, wie z.B. Sauerkraut, Rotkohl oder auch Kartoffeln – letztere enthalten besonders viele sättigende Kohlenhydrate und sorgen für lang anhaltende Energie.
- „Ertränken“ Sie Ihre Mahlzeit nicht in der Sauce, denn diese hat es besonders in sich – weniger ist hier auf jeden Fall mehr.
- Konnten Sie doch nicht widerstehen und haben über den Sättigungspunkt hinaus noch einen Nachschlag verlangt? Dann sollten Sie sich nicht gleich zu Kaffee und Kuchen übergehen, sondern sich bewegen. Ein einstündiger Spaziergang wird Ihnen gut tun!

Henglein
Rama Cremefine

