So unterschiedlich die Namen auch sind, gemeint ist damit ursprünglich der letzte Tag vor der Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt. Karneval leitet sich vom italienischen "carnelevale" (= "Fleischwegnahme") ab, Fasching ist die bayrisch-österreichische Bezeichnung und Fastnacht als älteste Bezeichnung weist auf das bevorstehende "Fasten" hin. Die letzte Nacht vor der langen Fastenzeit wurde noch einmal so richtig zu einem üppigen Gelage genutzt. Die frühesten Wurzeln fanden Fastnachtsexperten im 13. Jh. Dann genügte den Menschen dieser eine Tag nicht mehr. Zuerst dehnte man die Feierei auf eine ganze Woche aus, dann begann man mit dem "fetten" Donnerstag und etwa Anfang des 16. Jh. gab es dann die "drei tollen Tage"! Man begann erst am Sonntag und feierte bis zum Dienstag vor der Fastenzeit. Der Rosenmontag übrigens, der heute als wichtigster Tag der Fastnachtszeit gilt, entstand erst um 1830 in Köln. Auch der Brauch, am 11. 11. die närrische Zeit einzuläuten, stammt aus dieser Zeit.
Interessant ist, dass anfangs die Kirche wohlwollend dem Narrentreiben gegenüber stand. Der Narr zeigte mit seinem Verhalten, seinen lästerlichen Reden, seinen Ausschweifungen beim Essen und Trinken, wie sich ein guter Christ nicht verhalten sollte. Erst mit der Reformation, die den evangelischen Christen jegliches Narrentreiben verbot, wurden auch von der katholischen Kirche immer mehr Einschränkungen ausgesprochen. Übrigens kamen Fastnachts- und Brauchtumsforscher zu der Überzeugung, dass Fastnacht nichts mit kultischen Handlungen unserer Altvorderen zur Dämonenvertreibung zu tun hat. Dazu gibt es Studien, die das nachzuweisen scheinen.
Bräuche und mehr
Alte Bräuche in der Fastnachtszeit gibt es viele. Da sind die Umzüge, die Weiberfastnacht, Knappensitzungen mit den Büttenreden, Fastnachtsspiele und manches andere mehr. Aber auch viel Aberglauben gab es - oder gibt es noch? Jäger und Waldarbeiter gingen z. B. in diesen Tagen nicht in den Wald - sie fürchteten den Teufel, der dann sein Unwesen treiben sollte. Der erste Samen musste in der Fastnacht, also in der Nacht zum Aschermittwoch, aber noch vor Mitternacht ausgesät werden. Wer seine Obstbäume bis dahin nicht verschnitten hatte, konnte keinesfalls mit einer guten Ernte rechnen. Und wer dem Fuchs nichts vom Gebackenen abgab, der musste das ganze Jahr mit dessen Besuch im Hühnerstall rechnen.
Damit sind wir dort angelangt, womit eigentlich jeder die Fastnacht verbindet - mit dem Fett- und Schmalzgebäck.
Tipps zum Frittieren
- Am einfachsten geht die Zubereitung von Schmalzgebäck in der Friteuse. Verwenden Sie zum Frittieren am besten weißes Plattenfett oder Butterschmalz. Das Fett in Stücke brechen, damit es sich gleichmäßig erwärmt und in der Friteuse erhitzen. Wer kein solches Gerät besitzt, kann auch einen Topf verwenden. Dieser sollte möglichst hoch sein, damit das heiße Fett beim Frittieren nicht herausspritzt.
- Das Fett sollte auf ca. 180°C erhitzt werden. Die richtige Temperatur ist erreicht, wenn sich an einem ins Fett getauchten Holzlöffelstiel kleine Bläschen bilden. Das Fett sollte nicht höher erhitzt werden, da das Frittiergut sonst außen verbrennt, während es innen noch nicht ganz gar ist.
- Krapfen und Schmalzkuchen immer portionsweise ins heiße Fett geben, so dass sie maximal in einer Schicht darin schwimmen. Das Gebäck nach der Hälfte der Garzeit wenden, damit es
von allen Seiten schön braun wird. Dafür eignet sich am besten eine Schaumkelle und ein Löffel als Hilfe. - Nach jedem Frittierdurchgang sollten Teigreste mit einer Schaumkelle aus dem siedenden Fett entfernt werden. Sie verbrennen sonst und machen das Fett bitter oder bleiben am Gebäck haften. Nach dem Frittieren können Sie das etwas abgekühlte Fett durch eine Filtertüte gießen und wieder fest werden lassen. Es kann noch 2- bis 3-mal wieder verwendet werden.
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