Kölsch, Kamelle und jet zo müffele. Wir zeigen euch, was der Karneval für den Rheinländer bedeutet, genauer gesagt für alle die, die im Kölner Karneval feiern und "Alaaf" statt "Helau" sagen.

Meine Heimat ist das Rheinland. Für mich und sehr viele andere echte Jecke ist der Karneval – bei uns sagt man Fastelovend – jedes Jahr im Winter fast schon Pflichtprogramm. Kostüme, Karnevalslieder, am Straßenrand Karnevalszüge schauen und Kamelle beim Karnevalsumzug am Rosenmontag sammeln oder einfach nur sein Kölsch genießen und verträumt ein bisschen mitschunkeln – wir zeigen euch, was einen echten Jeck so ausmacht und was ihr euch und euren Freunden zu Karneval als Grundlage für Bier, Sekt und Co. kredenzen könnt.

Liebeserklärung an den Karneval in Köln

Auf die Gefahr hin, dass mich nicht jeder versteht, hier ist meine ganz persönliche Liebeserklärung, die einfach mal raus muss:

Alaaf zesamme! Ich bin Lokalpartriot. Und wir alle wären gern einfach nur ‘ne Kölsche Jung oder ein Funkemarieche. Hück steiht de Welt still, denn et jitt kein Wood, wat sage künnt, wat ich föhl, wenn ich an Kölle denk‘. Dom, Kamelle, Strüssje, Kölsch un‘ de Ring sin für uns der Inbegriff von Heimat. Für ‘ne Moment sind wir besoffe vör Glöck denn das ist unsere superjeile Zick. Echte Fründe stonn zesamme und wir zappen direkt‘ vum Pittermann, denn wenn et Trömmelche jeiht, spielt die Musik nicht nur am Eijelstein. Ne schöne Jroß an all' die Jecke im Rheinland, darauf alle Jläser huh! Liebe deine Stadt!

Karneval – eine gute Grundlage ist wichtig

Ihr plant eine Party zu Karneval oder bereitet euch vor und zieht später noch weiter? Dann braucht ihr nicht nur bunte Kostüme, sondern auch eine ordentliche Grundlage. Bestens dafür geeignet ist ein leckeres Chili, eine Gulaschsuppe, Quarkbällchen oder Berliner. Hier kommen Rezepte, die ihr für euch und eure Freunde an Karneval traditionell zubereiten könnt:

Gulaschsuppe à la Tick

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(Foto: CHEFKOCHPrintMagazin)

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(Foto: Chefkoch-Video)

Chili con Carne

Chili con Carne

(Foto: CHEFKOCHPrintMagazin)

Party Mettigel

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(Foto: moosmutzel311)

Quarkbällchen

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(Foto: La_Cuisine_1990)

Scherben

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(Foto: kwr57)

Damit bei euch an Karneval nichts schief gehen kann, haben wir für euch in einer klickbaren Bilderstrecke auch die besten Tipps für die richtigen Küchenutensilien. Wenn ihr auf eine Karnevalsparty geht, selbst eine schmeißt oder Karneval "nur" am Straßenrand verfolgt, gibt es ein paar Accessoires, die neben einem bunten und schrillen Kostüm nie schaden können. Neben der richtigen Musik, einer ausgefallenen Dekoration oder minimalistische Kostüme könnte z.B. auch eine Holz-Ratsche oder fröhlich laute Mini-Tröten für die richtige "jecke" Stimmung sorgen. Klickt euch einfach mal durch:

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Pfannkuchen BerlinerBiersäule

Warum feiern wir Karneval?

Die Begriffe Karneval, Fastelovend, Fasching, Fastnacht beschreiben im Prinzip ein und dasselbe Phänomen: Es ist das vorübergehende Ende eines zügellosen Lebensstils bevor die 40-tägige Fastenzeit ab Aschermittwoch bis einschließlich Karfreitag beginnt. Die Karenvalszeit ("Karnevalsession") startet am 11. November jeden Jahres. Die Hauptkarnevalszeit ist dann im Spätwinter von (Alt-) Weiberfastnacht (Donnerstag) über Rosenmontag bis einschließlich Fastnacht bzw. Veilchendienstag (Dienstag darauf).

Das Zentrum des Karnevals in Deutschland reicht vom Rheinland rund um Düsseldorf, Köln, Bonn über Mainz bis hin ins Schwabenland mit der Schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Der Brauchtum ist mittlerweile in vielen weiteren Regionen Deutschlands anzutreffen. Ebenso gibt es auf anderen Kontinenten Karneval, wie zum Beispiel Brasilien in Südamerika, Quebec in Kanada oder sogar Namibia in Afrika.

In der Anfangszeit der Karnevalsumzüge zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstand das Grundverständnis, dass der heutige Karnevalsprinz für die Karnevalszeit der inoffizielle Regent einer Stadt oder Gemeinde ist. Im Karnevalsumzug fährt er dann zumeist als Letztes wie ein feudaler Herrscher in einem pompösen Kostüm und auf einem Prunkwagen durch die Straßen.

Groß angelegte Feiern zu Ehren der Götter sowie Straßenumzüge sind schon aus altertümlichen Kulturen von vor mehrerend Tausend Jahren bekannt. Die Motive kreisen dabei immer um eine gewisse Ironie und Verballhornung gegenüber Würdenträgern. Seitdem spielen bei Fasching, Karneval oder der Fastnacht Verkleidungen und Masken sowie Musik und Tanz die Hauptrollen. Insbesondere im rheinische Karneval gibt es noch das schöne Brauchtum, dass die Teilnehmer eines Karnevalsumzugs Süßigkeiten ("Kamelle") ins Publikum werfen. Diese "edle Spende" hat sich nun schon fast 200 Jahre in den Karnevalsumzügen gehalten und ist bei Groß und Klein sehr beliebt. Wer noch nie einen Karnevalszug gesehen hat, sollte dies bei der nächsten Möglichkeit ändern und sich dem Treiben dieses Brauchtums einmal hingeben.

Hobbykoch mit einem Faible für Küchenequipment. Fleisch und Bier sind mein Lieblings Fast Food.

Leidenschaftlicher Hobbykoch, aber nur mit praktischem Küchenequipment. Soll es doch mal schnell gehen, dann am liebsten Fleisch und Bier.

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