Ist das edelste Fleisch aus dem hohen Norden und kommt aus Schweden oder Finnland, wo die Tiere in freier Wildbahn, ähnlich den Hirschen in Neuseeland, freilaufend gehalten werden und sich vorwiegend von Gras ernähren. Rentiere waren schon immer eine begehrte Beute für den Menschen, neben Fell und Fleisch nutzte man in der Steinzeit das Geweih und die Knochen, um Werkzeuge herzustellen, die Haut wurde zu Leder verarbeitet. Die in Herden lebenden Tiere werden noch heute zu festgelegten Zeiten von den Samen zusammengetrieben und Schlachttiere aussortiert.
Das Fleisch ist dunkelrot und außergewöhnlich zart. Es muss mit sehr viel Sorgfalt zubereitet werden, da man es aufgrund des geringen Fettgehalts von circa 1-4 Prozent schnell "zerbrät". Es hat eine leichte Wildnote, ist aber geschmacklich auch dem Rind nicht unähnlich, und passt sehr gut zu Salzkartoffeln mit Wildpreiselbeeren, ebenso wie zu Knödeln und grünen Bohnen. Am besten bereitet man Rentier wie einen Rehbraten zu, oder verarbeitet es zu Gulasch.

Henglein
Rama Cremefine

