Weinprobe zu Hause


Auf ins Vergnügen

vorbereitete Weinprobe Eine Weinflasche zu öffnen ist eine Vorfreude, die man bei einer Weinprobe gleich mehrfach genießen kann. Das Entkorken sollte so behutsam wie möglich geschehen. Am besten nehmen Sie dazu einen Korkenzieher mit großen Windungen. Er erfasst den Korken, ohne dass Krümel in den Wein geraten, denn vor allem bei älteren Weinen kommt es vor, dass der Korken brüchig geworden ist. Weißweine öffnet man am besten kurz vor dem Servieren, gehaltvolle Rotweine sollte man wesentlich früher entkorken. Um Duft und Aroma des Weines intensiv wahrzunehmen, bietet es sich an (und ist weitaus stilvoller), die Weingläser nur zur Hälfte zu füllen.

Zunächst gilt es, Klarheit und Farbe des Weins zu betrachten. Beide geben Aufschluss über den Zustand und die Reife des Weins. Je reifer beispielsweise ein Weißwein ist, umso goldener schimmert er, bis hin zum dunklen Bernstein.
Nun kommt der Geruch ins Spiel. Dafür wird das Glas gerne erst einmal vorsichtig geschwenkt. Hier wird neben den Augen besonders die Nase auf den kommenden Genuss vorbereitet und der Wein entfaltet an der Luft sein Aroma, sein Bukett. Diesen Duft einzufangen erfordert eine gewisse Übung. Schließlich sind die meisten Menschen nicht sehr geschult darin, ihre Geruchsempfindungen in Worte zu fassen. Was dabei hilft, ist der Vergleich mit vertrauten Düften. Erinnert der Wein an Früchte wie Äpfel, Beeren oder Pfirsiche? Hat er einen Hauch von Frühlingsblumen oder frischen, grünen Feldern? Duftet er leicht nach Holz oder etwa wie Vanille?
Ihre Sinneseindrücke beim Riechen können nun auf die geschmackliche Probe gestellt werden. Hier zeigen sich meist noch einmal Komponenten, die nicht gerochen werden konnten. Der Geschmack eines Weines entfaltet sich an unterschiedlichen Stellen im Mund. Während an der Zungenspitze süß wahrgenommen wird, ermittelt die Zunge an den Seitenrändern und der Mitte salzig und sauer, die Geschmacksknospen weiter hinten erkennen bitter. Was dem Wein und auch dem Geschmackssinn hilft, ist wieder einmal Luft. Das erklärt, warum manche Weingenießer den Wein schlurfen oder ein wenig Luft durch den Wein nachziehen und den Wein über die Zunge rollen lassen. Denn nur so lassen sich alle Geschmacks- und Aromanuancen wahrnehmen. Es folgt der Nachgeschmack, den der Wein im Mund hinterlässt und uns ein Gesamturteil fällen lässt.

Entdecken Sie neue Gaumenfreuden einmal ganz bewusst mit einer Weinprobe zu Hause. Sie werden sehen, dass macht Spaß und der ein oder andere neue Lieblingswein wird danach sicherlich Ihr Sortiment bereichern!

Wenn Sie mehr über das Thema Wein wissen oder einen bestimmten Winzer finden wollen, besuchen Sie doch einmal die Internetseite des Deutschen Weininstitutes unter www.deutscheweine.de, die uns als Quelle für diesen Artikel diente.


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Artikel vom 27.08.2007
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