Grillen ist im Sommer des Deutschen liebster Sport – kein Wunder, denn was gibt es Schöneres, als bei warmen Temperaturen draußen zu essen? Vor allem nach einer anstrengenden Woche im Büro kommt der Miniurlaub auf der Terrasse gerade recht. Egal ob Fleisch, Fisch oder Gemüse, alles kommt auf den heißen Rost, dazu ein bisschen Salat und der Gaumenschmaus ist garantiert.

Doch nach einiger Zeit wird es etwas langweilig auf den Grilltellern. Klar, was gut schmeckt, wird oft gemacht, nur irgendwann kann man die immer gleich eingelegten Steaks nicht mehr sehen. Die anfängliche Euphorie weicht dem Überdruss und man ist regelrecht satt von der Eintönigkeit. Das muss nicht sein, schließlich kann man jeden Grillabend zu einem komplett neuen Erlebnis machen! Wie? Ganz einfach, zum Beispiel mit einer neuen Marinade! Das verleiht Ihrem Grillgut einen komplett anderen Geschmack und Ihnen einen vielfältigen Genuss. Wir sagen Ihnen, wie Sie Pep in Ihr Fleisch, Fisch oder Gemüse bringen - mit leckeren Marinaden, die wieder Lust auf mehr vergnügliche Grillabende machen!
Woraus besteht eine Marinade?
- Säure: Diese ist notwendig, um das Fleisch schön zart zu bekommen. Zum Beispiel können Sie Essig, Zitronensaft, Wein, saure Sahne oder Buttermilch verwenden.
- Öl: Kann, muss aber nicht. Am besten geschmacksneutrale Öle, oder Öle mit Würze verwenden.
- Würze: Mit Kräutern, Knoblauch, Zwiebel, Ingwer, Zitronengras, Pfeffer, Curry und Paprika oder Würzsoßen, z. B. Soja, Worcestershiresauce, Tabasco, Chilisauce, Ketchup, Honig und Senfsind die Möglichkeiten fast unbegrenzt
Kräuter am besten im Ganzen oder nur grob gehackt zur Marinade geben,
so kann man diese vor dem Grillen besser abstreifen und hat somit keine
verbrannten Kräuter am Fleisch und zwischen den Zähnen.
Auf Salz
sollte in der Marinade verzichtet werden, denn dieses entzieht dem Fleisch
Wasser und trocknet es dadurch aus. Also immer erst nach dem Grillen
salzen! Besonders gut eignet sich grobes Meersalz oder Rauchsalz, das
gibt dem Grillgut noch mal eine extra Portion Rauchnote!
Letztlich
ist die Zusammenstellung einer Marinade Ihrem persönlichen Geschmack
überlassen, denn Säuregeber, Kräuter und Gewürze sind variabel
austauschbar.
Wie verwende ich die Marinade?
Das Fleisch sollte von allen Seiten mit der Flüssigkeit benetzt sein,
so dass die Aromen überall gleich stark eindringen können. Am besten
verwenden sie eine Auflaufform, die mit Alufolie abgedeckt wird, oder
eine Plastikbox, die verschlossen werden kann. Auch Plastiktüten eignen
sich gut, hier hat man sich das Spülen des Gefäßes gespart und das
eingelegte Stück muss nicht bepinselt werden, sondern kann durch die
Tüte einmassiert werden, so bleiben auch die Finger sauber.
Die Dauer des Marinierens hängt ganz von dem Fleischstück und der weiteren Verwendung ab. Grillfleisch muss aufgrund seiner geringen Dicke meist nur ein paar Stunden in der Marinade liegen, während ein Braten auch über mehrere Tage eingelegt werden kann, z.B. Sauerbraten. Bei Fisch dient das Marinieren mehr der Geschmacksgebung, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Gebeizter Lachs kann, lange genug eingelegt, so lange haltbar gemacht und roh verzehrt werden.
Nach dem Marinieren sollte das Fleisch abgetupft werden, damit die überschüssige Marinade nicht in den Grill läuft. Das ist nicht nur schädlich, da die verbrannte Marinade den Grill qualmen lässt, sondern verhindert auch eine gleichmäßige Bräunung des Grillgutes. Meist können Marinadenreste auch noch als Saucengrundlage oder zum Dippen weiterverwendet werden.
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