Angst vor fremden Früchtchen?

Papaya / Baummelone

Papaya

Herkunft und Verfügbarkeit

Mittlerweile in fast allen Tropengebieten kultiviert, hat die Papaya ihren Ursprung in Südamerika. Der größte Produzent ist jedoch Brasilien. Das zur Familie der Melonenbaumgewächse gehörende Obst ist auch in unseren Supermärkten inzwischen ganzjährig erhältlich.

Aussehen und Geschmack

Papayas sind oval, manchmal auch birnenförmig, und etwas größer als Avocados. Ihre Schale ist je nach Reifegrad grün, gelb oder orange, wobei letzteres die optimale Verzehrreife anzeigt. Das Fruchtfleisch ist ebenfalls orange bis rosa, in der Mitte befinden sich unzählige schwarze Kerne, die von einer geleeartigen Masse umgeben sind. Der Geschmack ist am ehesten mit einer Netzmelone vergleichbar, sehr süß und aromatisch.

Verwendung und Rezepttipp

Um an das wertvolle Fruchtfleisch zu gelangen, halbiert man die Papaya und entfernt die Kerne. Nun kann man die Frucht entweder mit einem Löffel aushöhlen oder man schält die Papaya. Ist die Frucht noch unreif, also grün, kann man sie wie Gemüse als Salat verwerten. Reifer und aromatischer kann man sie sogar füllen oder als fruchtige Komponente zu Fleisch servieren. Sehr gut macht sich die Frucht auch als Chutney oder mit anderen Früchten an einem Obstspieß.



Die meisten exotischen Früchte werden in ihrem Anbauland grün geerntet, also unreif, obwohl der volle Geschmack sowie einige Vitamine erst mit voller Reife am Baum oder Strauch ausgebildet wird. Doch die verfrühte Ernte ist notwendig, denn das Obst hat z.T. noch lange Transportwege vor sich und würde, in vollreifem Zustand verschickt, bei uns nur noch verdorben ankommen. Deshalb gibt es Früchte, bei denen wir mit Geschmackseinbußen leben müssen, die in Deutschland nicht so schmecken, wie wir sie vielleicht im Urlaub kennen gelernt haben. Dies ist vorallem bei den Früchten so, die nicht mehr nachreifen. Dazu gehören die Zitrusfrüchte, aber auch die Kapstachelbeere, die Litschi, Ananas oder der Granatapfel.
Die Früchte, die nachreifen können, sollten auf jeden Fall zu Hause solange gelagert werden, bis die Schale sich entsprechend verfärbt, bzw. die Frucht druckempfindlich geworden ist, denn nur vollreife Früchte haben den aromatischsten Geschmack. Nachreifen können, bis auf die Physalis, alle aufgeführten Früchte, am besten bei Zimmertemperatur. Reifes Obst sollte bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Tipp: Unser heimisches Obst bietet derzeit eine reichhaltige frische Auswahl und hat keine langen Transportwege hinter sich. Infos dazu finden Sie regelmäßig in unserem Saisonkalender am Anfang eines jeden Monats!